Gratis-Download

Im Zeitalter der Digitalisierung sind auch die technischen Möglichkeiten, die zur Gewinnung und Auswertung des Kundenverhaltens eingesetzt werden...

Jetzt downloaden

Kundendatenschutz: Jugendliche werden verschwiegener im Netz

0 Beurteilungen
Datenschutz Internet

Von Wolfram von Gagern,

Am Freitag wurde die neue JIM-(Jugend, Information, (Multi-)Media)-Studie in Mannheim vorgestellt. Nach dieser geben die Jugendliche im Jahr 2010 weniger persönliche Informationen wie ihre Hobbys oder Kontaktmöglichkeiten via Instant-Messaging-Systeme im Netz an.

Das ist doch einmal eine erfreuliche Nachricht: „Beim Datenschutz im Internet zeichnet sich eine Trendwende ab“ – meldet Spiegel Online und verweist auf eine neue Studie, nach der Jugendliche im Netz zwischenzeitlich weniger persönliche Informationen verraten als früher. Ein wenig widersprüchlich allerdings: Gleichzeitig wird Facebook immer beliebter. So sei auch die Nutzung einer „Privacy-Option“ sprunghaft angestiegen, mit der jeder Nutzer einstellen kann, welche Informationen öffentlich einsehbar sein sollen.

Jugendliche legen mehr Wert auf Datenschutz im Internet

Für die Studie wurden mehr als tausend Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Das Ergebnis laut Spiegel-Online: „Persönliche Informationen wie Hobbys geben nur noch 76 Prozent der jungen Nutzer an (2009: 83 Prozent). Auch beim Hochladen von Fotos und Filmen ist die Zurückhaltung gewachsen: 64 Prozent der Jugendlichen laden eigenes Material hoch (2009: 69 Prozent), Fotos und Filme von Freunden oder Familie werden nur von 41 Prozent ins Netz gestellt. 2009 waren es noch 51 Prozent.“

Lernprozess von Jugendlichen bezüglich Datenschutz im Internet?

Die Gründe hierfür liegen einerseits im Lernprozess - "Jugendliche lernen voneinander", sagt Thomas Rathgeb, Leiter der Geschäftsstelle des Auftraggebers der Studie, der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (MPFS). "Wenn einer schlechte Erfahrungen damit gemacht hat, persönliche Daten preiszugeben, spricht sich das im Freundeskreis herum und die Jugendlichen ändern ihr Verhalten."

Zunehmender Datenschutz im Internet bei deutschen Anbietern

Andererseits wurde die zunehmende Sensitivität der deutschen Anbieter gelobt. In einem freiwilligen Verhaltenskodex hatten sich unter anderem die VZnet Netzwerke, Lokalisten und Wer-kennt-wen zu umfassendem Jugend- und Datenschutz bekannt. Diese Netzwerke weisen von sich aus auf ihre "Privacy Option" hin oder haben sie als Standard-Einstellung festgelegt. So lässt sich auch der große Anstieg bei der Nutzung der "Privacy Option" erklären: 2010 geben zwei Drittel der jungen Nutzer von Social Networks an, von diesen Kontrollmöglichkeiten Gebrauch zu machen. Im Vorjahr war es nur knapp die Hälfte. Diesem Verhaltenskodex unterwerfen sich jedoch nur die deutschen Anbieter und so stimmt die zunehmende Beliebtheit von Facebook bedenklich: 2009 waren nur sechs Prozent aller Jugendlichen bei dem US-amerikanischen Anbieter, 2010 sind es bereits 37 Prozent. "Globale Anbieter nehmen natürlich keine Rücksicht auf die Diskussionen in Deutschland", so Thomas Rathgeb von der MPFS. "Hier ist die Eigenverantwortung der Jugendlichen gefragt."

Datenschutz-Ticker

Mit jeder Ausgabe neue Tipps, Anregungen, Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen, aber auch auf so manche vorteilhafte Gestaltungsmöglichkeit, die sich Ihnen als Datenschutzbeauftragten bietet.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Ihr starker Berater für ein rechtssicheres Online-Marketing

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung und Erleichterung Ihrer Arbeit als betrieblicher Datenschutzbeauftragter!

Schnelle und einfache Mitarbeiterschulung

Umfassender Überblick für Datenschutzbeauftragte

Damit Sie auch die neuen Herausforderungen des betrieblichen Datenschutzes erfolgreich meistern!