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Im Zeitalter der Digitalisierung sind auch die technischen Möglichkeiten, die zur Gewinnung und Auswertung des Kundenverhaltens eingesetzt werden...

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Sony-Datenleck – Runde Zwei

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Datenschutz Sony

Von Wolfram von Gagern,

Neben dem zunächst bekannt gewordenen Diebstahl der Daten von 77 Millionen Nutzern der Online-Plattform „Playstation Network“ hat sich Sony auch noch weitere Kundeninformationen von fast 25 Millionen Nutzern des Online-Spiele-Angebots „Sony Online Entertainment” klauen lassen.

Dort werden Spiele wie etwa „EverQuest” im Internet angeboten und gespielt. Laut Sony könnte auch eine „veraltete” Datenbank von 2007 betroffen sein.

Insgesamt über 100 Millionen Datensätze von Sony gestohlen

Der zweite Angriff hat am 18. April 2011 stattgefunden. Bemerkt wurde er allerdings erst am 2. Mai, also 2 Wochen später! Laut Sony besteht die Gefahr, dass dabei persönliche Informationen wie Namen, Adressen, E-Mails, Geburtstage, Telefonnummern etc. entwendet wurden. Darüber hinaus wurden auch ca. 10.700 Zahlungsprotokolle von Kunden aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien sowie 12.700 Kredit- oder Debitkartennummern von Kunden außerhalb der USA entwendet. Sony kann nicht ausschließen, dass noch weitere Daten gestohlen werden. Sue Tanaka, Sprecherin von Sony: „Es sind Hacker am Werk. Wir wissen nicht, wo sie als nächstes zuschlagen werden.” Für mich klingt das äußerst bedenklich, fast wie eine Kapitulation.

Stellen Sie Ihre eigene Sicherheits-Infrastruktur auf den Prüfstand

Nicht absehbar ist, wie hoch der wirtschaftliche Schaden sein wird, den Sony schon allein aufgrund des Image-Verlustes hinnehmen werden muss. Ich kann nur immer wieder betonen, wie wichtig es ist, die eigenen Netzwerke und Server gegen Angriffe von Hackern zu sichern. Nehmen Sie die Ereignisse bei Sony zum Anlass, die eigene Sicherheits-Infrastruktur auf den Prüfstand zu stellen. Für eine erste Prüfung sollten Sie sich vor allem 2 Fragen stellen: Ist Ihr Unternehmen grundsätzlich ausreichend gesichert? Sind Sicherheitssoftware und -hardware auf einem aktuellen Stand? Das klingt vielleicht ein wenig rudimentär, Sie glauben aber kaum, in wie vielen Unternehmen noch nicht einmal diese grundsätzlichen Prüfungen vorgenommen werden.

Sorgen Sie in Sachen Datenschutz rechtzeitig vor

Wenn Sie diese Fragen nicht eindeutig mit Ja beantworten können, sollten Sie umgehend Abhilfe schaffen und sich dabei gegebenenfalls beraten lassen. Denn eines ist klar: Ein erfolgreicher Datendiebstahl ist meistens um ein Vielfaches teurer als die Investition in eine gute Sicherheits-Infrastruktur.

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