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Richtiges Sprechen lernen

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Die 7 Grunderegeln für richtiges Sprechen

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine entspannte und doch ausdrucksvolle Rede sind die richtige Körperhaltung und eine ausgeglichene Atmung. Erinnern Sie sich daran, wie schlecht es sich sprechen lässt, wenn Sie zum Beispiel gleichzeitig etwas vom Boden aufheben wollen – die Worte klingen eher wie ein Ächzen, Sie geraten außer Atem, die Stimme klingt gepresst.

Daran erkennen Sie, wie sich eine falsche Haltung – und umgekehrt die richtige Haltung – auf Ihre Stimme auswirken kann.

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 1 - Körperhaltung: aufgerichtet, aber entspannt

  • Wenn Sie einen Schlauch knicken, kommt an der Knickstelle kein Wasser mehr durch. Halten Sie den Körper, ähnlich wie den Schlauch, so gerade und ohne Knick, dass die Atemluft locker und ungehindert hindurchströmen kann.
  • Die richtige Haltung signalisiert Ihren Zuhörern zugleich, dass Sie „Rückgrat“ haben, „fest mit den Beinen auf dem Boden stehen“, „Ihre Stellung behaupten“.
  • Wichtig: Machen Sie dabei kein Hohlkreuz und ziehen Sie nicht die Schultern hinten zusammen. Das würde den Atemfluss wieder behindern

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 2 - Atmung: gleichmäßig aus dem Bauch mit Pausen

  • Je ruhiger und weniger aktiv Sie sind, desto tiefer ist und sitzt die Atmung. Der Schwerpunkt Ihrer Atmung sollte möglichst tief in Bauchrichtung liegen.
  • Ihre Atmung hat einen „Dreitakt- Rhythmus“: Einatmen – ausatmen – Pause. Dabei ist wichtig, dass das Ausatmen länger dauert als das Einatmen und Sie die Pause einhalten, damit Sie nicht außer Atem geraten. Hören Sie einer schlafenden Person einmal beim Atmen zu, dann werden Sie wissen, was richtiges Atmen ist – auch wenn Ihnen die Atempausen manchmal ungewöhnlich lang vorkommen.
  • Für längere Monologe und Reden müssen Sie natürlich mehr Luft einatmen als für ein kurzes „Guten Tag, wie geht es Ihnen?“. Dosieren Sie die Atemluft möglichst so, dass Sie nie mehr Luft einatmen, als Sie für die nächste Äußerung brauchen. Das gelingt umso besser, je genauer Sie vorher wissen, was Sie gerade sagen wollen. Wenn Sie als Redner/in merken, dass Sie die Atempausen häufig vergessen, können Sie einen Erinnerungszettel am Rednerpult anbringen. In der Atempause haben Sie Gelegenheit, die Gedanken zusortieren. Und für Ihr Publikum ist ein strukturierter Vortrag mit Atempausen sowieso angenehmer, als wenn es Ihnen „hinterherhecheln“ muss.

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 3 - Flüstern und Räuspern strapazieren die Stimme

Und jetzt zur Stimme! Zunächst wollen wir ein verbreitetes Missverständnis richtigstellen. Die meisten Erkrankungen und Veränderungen des Stimmorgans sind auf Über- oder Falschbelastung zurückzuführen. Wer heiser ist, fängt an zu flüstern. Aber Flüstern ist keineswegs schonend für die Stimme. Im Gegenteil!

Weil die Stimmbänder straffer gespannt werden, belastet Flüstern die Bänder sogar mehr als normal lautes Sprechen. Ebenso schädlich ist dauerndes Räuspern. Wenn Sie einen „Frosch“ im Hals haben: Husten Sie lieber einmal kräftig, statt sich zu räuspern.

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 4 - Seufzen entspannt den Kehlkopf

Der Kehlkopf bewegt sich beim Sprechen im Hals auf und ab. Je höher die Töne sind, die wir bilden, desto höher wandert auch der Kehlkopf. So kann es bei verkrampftem oder zu hohem Sprechen passieren, dass der Kehlkopf nicht nur zeitweise, sondern permanent zu hoch gehalten wird. Grundsätzlich gilt: Beim Sprechen soll der Kehlkopf locker und tief stehen. Alle Resonanzräume des Kopfes können dann mitschwingen. Besonders zwei Übungen sind für eine ganzheitliche Lockerung geeignet: das Seufzen und das Lachen.

Wir seufzen vor allem in zwei verschiedenen Situationen: erstens, wenn wir tief in der Krise stecken, wenn es uns extrem schlecht geht. Mit einem kräftigen Seufzer signalisieren wir unsere große Verzweiflung, fordern – manchmal unbewusst – unsere Mitmenschen auf, uns beim Tragen der Last zu helfen. Wir machen unserer Trauer Luft und unserer Erschöpfung. Das Seufzen verringert so vorübergehend die Spannung im Körper und in der Atmung: „Oh jehh!“

Der zweite Auslöser ist der Moment grenzenloser Erleichterung, etwa wenn wir eine Prüfung geschafft haben, wenn wir ein wichtiges, entscheidendes Gespräch hinter uns gebracht haben oder eine Diagnose beim Arzt harmlos ausgefallen ist. Auch hier lösen wir eine Verspannung durch kräftiges Ausatmen: „Puhhh!“

Um einen Seufzer auszustoßen, braucht niemand eine Anleitung. Wichtig: Atmen Sie tiefer als normalerweise ein. Stellen Sie sich eine Situation größter Erleichterung vor und seufzen Sie. Am besten stoßen Sie dabei einen dunklen Ton aus, etwa ein „A-aahhh“. Zur Verstärkung können Sie sich dabei auch in einen Sessel fallen lassen, so als kämen Sie gerade völlig erschöpft vom Joggen.

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 5 - Lachen lockert

Lachen ist Bewegung. Für das Stimmtraining ist Lachen deshalb geeignet, weil es die gesamte Körpermuskulatur angenehm lockert. Lachen Sie einfach einmal zu Übungszwecken! Schleudern Sie die üblichen Laute von sich, die Sie beim Lachen produzieren (ha – ha – ha – ha).

Wenn Sie durch einen Freund oder durch Erinnerung an eine lustige Situation nachträglich zu echtem Lachen angeregt werden, ist das natürlich noch besser ...

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 6 - Die echte Stimme zählt

Versuchen Sie nicht, Ablehnung, Verzweiflung oder Wut mit fröhlicher Stimme zu kaschieren. Die Gefahr ist groß, dass die Gefühle und inneren Spannungen die Stimme verändern und Ihre Worte unglaubwürdig erscheinen lassen.

Sie werden zwar oft gezwungen sein, Stimmungen zu unterdrücken und ein freundliches Gesicht zu machen, wenn Ihnen gar nicht danach zumute ist. Doch sollten Sie Ihren Empfindungen Luft machen. Nicht ohne Grund spricht man von Menschen, die einen „Kloß im Hals“ habendenen die „Kehle wie zugeschnürt“ ist: Das schafft Probleme – und die schaffen Sie sich am bestem vom Hals, indem Sie die Gefühle herauslassen.

Wichtig:

  • Nehmen Sie Ihre innere Stimmung wahr, stehen Sie dazu, und leihen Sie ihr Ihre Stimme.
  • Gebrauchen Sie die Stimme im Einklang mit Ihrer aktuellen Stimmung.
  • Missbrauchen Sie die Stimme nicht zur Verkleidung Ihrer Stimmung.

Richtiges Sprechen: Regel Nr. 7 - Kauen fördert die Resonanz

Beim Kauen machen wir ähnliche Mundbewegungen wie beim Sprechen (wenngleich wir als gut erzogene Erwachsene den Mund beim Kauen schließen).

Die Ähnlichkeit von Sprechen und Essen macht sich die folgende Übung zunutze. Sie war die Basisübung des österreichischen Stimmtherapeuten Emil Froeschels und fördert besonders gut die Resonanz der Stimme. Sie übt die entspannte Stimmerzeugung. Außerdem kann sie Ihnen helfen, Ihre individuelle Stimmlage wiederzufinden, wenn Sie sich zum Beispiel angewöhnt haben, dauerhaft höher zu sprechen, als es Ihrer Stimmnatur entspricht.

Als Redner können Sie so üben, nicht höher zu sprechen, wenn Sie lauter werden wollen, sondern die Resonanzräume Ihres Körpers richtig auszunutzen. Vergessen Sie jetzt alles, was Sie über gesittetes Essen und Tischmanieren gelernt haben! Sie brauchen nur ein Stück Brot.

Sie beginnen, das Brot langsam, entspannt und mit weiten Bewegungen – bei geöffnetem Mund – zu kauen. Beißen Sie mit den Zähnen nicht fest zu und versuchen Sie, die Kaumuskulatur immer weiter zu lockern.

Vorsicht: Verschlucken Sie sich dabei nicht! Nun bilden Sie während des Kauens Laute wie „mjaum“, „njom“ oder ähnliche. Die Stimme sollte hier tief und monoton klingen. Sie finden beim entspannten Kauen gut Ihre optimale, entspannte Stimmlage.

Wenn Sie merken, dass ein recht großer Teil Ihrer Atemluft durch die Nase ausströmt, ist das ein gutes Zeichen für die Lockerheit der Muskulatur.

In einem weiteren Schritt können Sie ganze Sätze oder kleine Gedichte kauend bilden, ohne noch etwas im Mund zu haben. Sie imitieren die Kaubewegung nur noch. Der Text des Liedes „Mein Vater war ein Wandersmann“ oder das Gedicht „Novembertag“ von Christian Morgenstern eignet sich zum Üben:

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.

***

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde,
Heimlich wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.

 

Wenn Sie nach langem und angestrengtem Sprechen Trockenheit oder Schmerzen in Gaumen- und Halsbereich spüren, kann Ihnen diese Kauübung – etwa in einer Seminarpause – sehr schnell Erleichterung verschaffen.

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