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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Alkohol und Arbeitssicherheit vertragen sich nicht

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Arbeitsschutz Alkohol

Von Wolfram von Gagern,

Absolut tabu ist Alkohol auf jeden Fall beim Umgang mit Gefahrstoffen oder bei gefährlichen Tätigkeiten. Hier sollten auch zu besonderen Anlässen keine Ausnahmen zugelassen werden.

Vielleicht nehmen Sie die gerade abgelaufene "närrische Zeit" einmal zum Anlass, in Ihrem Betrieb zu überprüfen, ob sich Ihre Mitarbeiter an das Alkoholverbot gehalten haben – sofern eines besteht. Damit Sie mich nicht missverstehen: Natürlich ist gegen den Genuss bspw. eines Bierchens auf einer Feier außerhalb (aber nicht vor) der Arbeitszeit in der Regel nichts einzuwenden. Vor und während der Arbeitszeit sehe ich das allerdings entschieden anders:

Risikobereitschaft und Gefährdung steigt durch Alkohol am Arbeitsplatz

„Nur“ eine Flasche Bier steigert bereits die Risikobereitschaft und damit auch die Eigen- und Fremdgefährdung. Daher emp?ehlt auch die Berufsgenossenschaft ein generelles Alkoholverbot. Eine Blutalkoholkonzentration von 0,2 ‰ genügt und schon sinkt die Kritikfähigkeit. Gleichzeitig steigt die Risikobereitschaft. Bei 0,5 ‰ verdoppelt sich das Unfallrisiko, bei 0,8 ‰ müssen Sie von einem 4fachen und bei 0,9 ‰ von einem 12fachen Unfallrisiko ausgehen. Diese Zahlen sprechen für sich: Bei Alkoholgenuss steigt die Gefährdung insbesondere bei sicherheitsrelevanten Tätigkeiten.

Sicherheitsrelevante Arbeiten auf keinen Fall unter Einfluss von Alkohol

Eine Eigen- oder Fremdgefährdung ist insbesondere bei diesen sicherheitsrelevanten Arbeiten gegeben:

  • Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
  • Das Führen von Fahrzeugen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen
  • Arbeiten in unmittelbarer Umgebung von Fahrzeugen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen
  • Arbeiten an Maschinen mit ungeschützten, sich bewegenden Maschinenteilen, z. B. Dissolver
  • Elektroarbeiten
  • Arbeiten mit Absturzgefahr
  • Tätigkeiten in Leitwarten und Steuerständen
  • Störungsbeseitigungs- und Wartungsarbeiten

Wenn es in Ihrem Unternehmen also kein generelles Alkohoverbot gibt, sollte es mindestens für diese Arbeiten gelten.

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