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Arbeitssicherheit: Gefahrstoffkennzeichnung für den Versand – Das müssen Sie beachten

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Von Wolfram von Gagern,

Sobald Sie Gefahrstoffe an andere abgeben, sind Sie erstens für die sachgemäße und sicherheitsgerechte Verpackung und zweitens für die vorschriftsmäßige Kennzeichnung verantwortlich. Das Verpackungsmaterial muss so beschaffen sein, dass es von den jeweiligen Chemikalien nicht angegriffen wird und diese etwa unkontrolliert ins Freie gelangen können.

 

Gefahrstoffkennzeichnung für den Versand – Das müssen Sie beachten

Sobald Sie Gefahrstoffe an andere abgeben, sind Sie

1. für die sachgemäße und sicherheitsgerechte Verpackung und

2. für die vorschriftsmäßige Kennzeichnung verantwortlich.

Das Verpackungsmaterial muss so beschaffen sein, dass es von den jeweiligen Chemikalien nicht angegriffen wird und diese etwa unkontrolliert ins Freie gelangen können.

TIPP: Auf „Chemie-Verpackungen“ spezialisierte Lieferanten, ebenso wie auf Gefahrguttransporte spezialisierte Speditionen beraten Sie fachgerecht auch in Fragen der Verpackung – nutzen Sie diese Möglichkeit, wenn Sie sich mit Chemie-Verpackungen zu wenig auskennen.

Der Gefahrzettel: der „Fahrausweis“ für außerbetriebliche Gefahrguttransporte

Wenn Chemikalien auf öffentlichen Verkehrswegen (Straße, Schiene usw.) transportiert werden, fallen sie unter die Vorschriften für die Beförderung gefährlicher Güter.

Sie schreiben u. a. vor, dass Gefahrstoffe „auf Reisen“ so genannte Gefahrzettel benötigen, die Sie auf der Außenverpackung deutlich sichtbar anbringen müssen – gewissermaßen als „Fahrausweis“. Die meist farbig gestalteten Gefahrzettel (siehe Abb. unten) haben die Form eines auf die Spitze gestellten Quadrats (Raute). Die Seitenlänge beträgt mindestens 10 cm. Eine Ziffer in der unteren Ecke steht für die Gefahrklasse; in der oberen Hälfte befindet sich ein Gefahrensymbol. Zusätzlich ist in der Regel eine gefahrgutspezifische UN-Nummer aufzubringen. Die UN-Nummer ist eine 4-stellige Kennzeichnungszahl gemäß den Modellvorschriften der Vereinten Nationen. Diese Bezettelung ist notwendig, damit z. B. die Feuerwehr nach einem Unfall gefährliche Versandstücke schnell ermitteln kann.

Je nach Gefahrstoff und Verkehrsweg (Straße, Schiene, See, Luft) können auch noch weitere Angaben auf dem Gefahrzettel erforderlich sein. Hinweise dazu sind in Abschnitt 14 „Transport“ des entsprechenden Sicherheitsdatenblatts enthalten.

Konkret sieht die Gefahrgutkennzeichnung eines Versandkartons mit Wasserstoffperoxid, 30 %, so aus:

Abb.: Beispiel für einen Gefahrzettel

TIPP: Wenn Sie die Chemikalien, die Sie versenden, lediglich umgefüllt und nicht weiter verändert haben, können Sie die Kennzeichnung des Lieferanten auch zur Kennzeichnung Ihrer Sendung verwenden.

 

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