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Arbeitssicherheit: So reagieren Sie bei einem Arbeitsunfall

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Arbeitssicherheit 2 S

Von Wolfram von Gagern,

Hat ein Mitarbeiter einen Arbeitsunfall erlitten, sollten Sie die folgenden Schritte einhalten: Meldung an die zuständige Berufsgenossenschaft Kann Ihr Mitarbeiter nach einem leichten Arbeitsunfall seine Arbeit umgehend oder spätestens am übernächsten Tag wieder aufnehmen, ist eine offizielle Meldung an die Berufsgenossenschaft zwar nicht notwendig, § 193 Absätze 1 und 4 SGB VII. Trotzdem sollten Sie zu Ihrer Sicherheit jeden Arbeitsunfall mit ungewisser Arbeitsunfähigkeitsdauer oder hohen Folgekosten melden. Wird der Verletzte voraussichtlich mehr als 3 Tage arbeitsunfähig bleiben, müssen Sie den Arbeitsunfall melden. Das gilt erst recht bei tödlichen Arbeitsunfällen. Die Meldung eines Arbeitsunfalls müssen Sie als Arbeitgeber innerhalb von 3 Tagen auf einem vorgeschriebenen Formular (Unfallanzeige) erstatten. Sie erhalten das Formular auf telefonische Anforderung bei jeder Berufsgenossenschaft. Wichtiger Hinweis! Haben Sie einen Betriebsrat, muss dieser die Unfallanzeige mit unterzeichnen, § 193 Absatz 5 Satz 1 SGB VII.

Hat ein Mitarbeiter einen Arbeitsunfall erlitten, sollten Sie die folgenden Schritte einhalten:

Meldung an die zuständige Berufsgenossenschaft

Kann Ihr Mitarbeiter nach einem leichten Arbeitsunfall seine Arbeit umgehend oder spätestens am übernächsten Tag wieder aufnehmen, ist eine offizielle Meldung an die Berufsgenossenschaft zwar nicht notwendig, § 193 Absätze 1 und 4 SGB VII. Trotzdem sollten Sie zu Ihrer Sicherheit jeden Arbeitsunfall mit ungewisser Arbeitsunfähigkeitsdauer oder hohen Folgekosten melden.

Wird der Verletzte voraussichtlich mehr als 3 Tage arbeitsunfähig bleiben, müssen Sie den Arbeitsunfall melden. Das gilt erst recht bei tödlichen Arbeitsunfällen.

Die Meldung eines Arbeitsunfalls müssen Sie als Arbeitgeber innerhalb von 3 Tagen auf einem vorgeschriebenen Formular (Unfallanzeige) erstatten. Sie erhalten das Formular auf telefonische Anforderung bei jeder Berufsgenossenschaft.

Wichtiger Hinweis!

Haben Sie einen Betriebsrat, muss dieser die Unfallanzeige mit unterzeichnen, § 193 Absatz 5 Satz 1 SGB VII.

Meldung über den Arbeitsunfall an die zuständigen Behörden

Bei einem meldepflichtigen Arbeitsunfall übersenden Sie der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörde (Gewerbeaufsichtsamt, Staatliches Amt für Arbeitsschutz) eine Kopie Ihrer Unfallanzeige, § 193 Absatz 7 SGB VII. Sofern vorhanden, müssen Sie auch die Sicherheitsfachkraft und den Betriebsarzt informieren, § 193 Absatz 5 SGB VII.

Prüfen Sie, ob Sie nach dem Arbeitsunfall Regress fordern können

Schadensersatz Falls der Unfall durch einen Dritten verursacht wurde, sollten Sie einen Schadensersatzanspruch prüfen lassen, um etwa die Kosten für die von Ihnen erbrachte Entgeltfortzahlung zurückfordern zu können.

Arbeitsunfall: Nutzen Sie das Fachwissen der Berufsgenossenschaften

Um zukünftig ähnliche Unfälle zu vermeiden, können Sie sich von der Präventionsabteilung Ihrer Berufsgenossenschaft über Maßnahmen zur Unfallvermeidung und Unfallverhütung beraten lassen. Diese Beratung ist für Sie kostenlos.

Unfallverhütende Maßnahmen zahlen sich aus. Prävention kann direkt zur Beitragssenkung führen. Alle meldepflichtigen Unfälle fließen in ein Beitragsausgleichsverfahren ein und können so einen Beitragszuschlag auslösen oder einen Nachlass verhindern.

Erfolgreiche Prävention bedeutet aber nicht nur die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten um Ihrer Mitarbeiter willen. Vielmehr trägt sie auch durch geringere Fehlzeiten und niedrigere Versicherungsbeiträge unmittelbar zur positiven Kostenentwicklung in Ihrem Betrieb bei.

Wichtiger Hinweis!

Haben Sie mehr als 20 Mitarbeiter, müssen Sie unter Beteiligung Ihres Betriebsrats zusätzlich einen Ihrer Mitarbeiter als Sicherheitsbeauftragten bestellen, § 22 SGB VII.

Checkliste: Prüfen Sie, ob Sie den Unfall anzeigen müssen

Anhand der folgenden Checkliste können Sie überprüfen, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt.

Liegt ein Unfall vor?

Ist ein körperlicher Schaden entstanden?

War der Verletzte für Ihren Betrieb tätig?

Hat der Verletzte zum Unfallzeitpunkt eine betriebliche Tätigkeit ausgeführt?

War diese vor dem Unfall ausgeübte Tätigkeit ursächlich für die Verletzung?

Ist der Verletzte mehr als 3 Tage arbeitsunfähig?

Haben Sie alle Fragen mit Ja beantwortet, ist der Unfall ein Arbeitsunfall, den Sie Ihrer Berufsgenossenschaft anzeigen müssen. Haben Sie hingegen einmal oder öfter Nein angekreuzt, handelt es sich nicht um einen anzeigepflichtigen Arbeitsunfall.

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