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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Neue ASR A1.5/1,2: Fußböden

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Von Martin Weyde,

„Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr“ waren der Titel der GUV-Regel 181. Deren grundlegende Inhalte hat der Ausschuss für Arbeitsstätten (ASTA) in die ASR A1.5/1,2 „Fußböden“ vom Februar 2013 übernommen. Diese konkretisiert Schutzmaßnahmen gegen Stolpern, Ausrutschen und physikalische Einwirkungen.

 

Auf ebenen Flächen gelten Höhenunterschiede ab 4 Millimetern bereits als Stolperstellen. Schrägen Sie Stolperstellen, die bis zu 2 cm hoch sind, im Winkel von maximal 25 Grad an. Höhere Stolperstellen können Sie durch Schrägrampen überbrücken. Leisten, Profile oder ähnliche Hindernisse dürfen keine Stolperstellen bilden, deshalb müssen Sie sie kipp- und trittsicher, bündig und höhengleich verlegen und fest verankern.
Rutschgefahren entstehen dadurch, dass

  • die Oberfläche eines Fußbodens nicht rutschhemmend genug ist,
  • sich die rutschhemmende Wirkung eines Fußbodens unvermittelt ändert,
  • ein Bodenbelag verrutscht,
  • jemand ausrutscht
  • oder Fahrzeuge oder Einrichtungsgegenstände wegrutschen.

Begegnen Sie Rutschgefahren durch geeignete Bodenbeläge mit Rutschhemmung oder zusätzlichem Verdrängungsraum:

  • Die Rutschhemmung wird im Gehversuch einer Prüfperson mit Prüfschuhen ermittelt. Die Klasse der Rutschhemmung ergibt sich aus der Neigung, in der diese Person auf einem Bodenbelag nicht mehr sicher gehen kann. Zur Orientierung gibt die ASR A1.5/1,2 für eine gefährliche Schräge eine Neigung von 36 Prozent an, also etwa 20 Grad.
  • Der Verdrängungsraum ist der zur Gehebene hin offene Hohlraum unter der Gehebene, der dazu dienen kann, gleitfördernde Stoffe aufzunehmen oder abzuleiten. Er wird in Kubikzentimetern pro Quadratdezimeter gemessen.
  • Die Anforderungen an Bodenbeläge in verschiedenen Arbeitsbereichen sind in Anhang 2 aufgeführt.

 

 

Sie müssen Gebäudeeingänge so einrichten, dass keine Rutschgefahren durch Schmutz oder Nässe entstehen können, die hereingetragen werden. Außerdem müssen Sie vermeiden, dass zuviel Wärme abgeleitet oder zugeführt wird, damit die Temperaturunterschiede zwischen der Luft und der Oberfläche der Fußböden nicht zu groß werden. Wenn Fußböden durchfeuchten, dann müssen Sie als Gegenmaßnahme Auflagen oder Roste einsetzen.
Können Sie die Gefahr zu stolpern oder auszurutschen technisch nicht vermeiden, müssen Sie diese Stellen gemäß ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ absichern.
Denken Sie auch daran, Ihr Reinigungspersonal darin zu unterweisen, geeignete Reinigungsverfahren und Reinigungsmittel einzusetzen. Reinigungsarbeiten dürfen nicht dazu führen, dass man leicht ausrutschen kann. Können Sie dies nicht ausschließen, sollten Sie solche Arbeiten außerhalb der Betriebszeiten durchführen lassen. Geht das nicht, müssen Sie die Arbeitsbereiche für die Dauer der Reinigung abgrenzen oder wenigstens entsprechend kennzeichnen.

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