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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz

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Von Wolfram von Gagern,

Der Mensch nimmt ca. 80 % der Informationen über die Augen auf. Deshalb hat die Beleuchtung am Arbeitsplatz einen wichtigen Einfluss auf Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden.

Sie kann die Fehlerrate um 30 bis 60 % verringern; ebenso wie Augenbelastungen und dadurch häufig verursachte Kopfschmerzen. Nicht zuletzt entstehen auch viele unnötige Unfälle durch schlechtes Licht. Zwar sollten die Grundlagen für eine optimale Arbeitsplatzbeleuchtung bereits bei der Planung der Arbeitsstätten gelegt werden, aber auch danach können Sie mit den folgenden einfachen Maßnahmen vieles tun, um Ihre Kollegen „ins rechte Licht“ zu setzen.

Nutzen Sie das Tageslicht optimal aus

Tageslicht ist künstlicher Beleuchtung immer vorzuziehen. Es hellt neben der Arbeitsumgebung auch die Stimmung auf. Prüfen Sie die folgenden Möglichkeiten, um an den Arbeitsplätzen möglichst viel natürliche Beleuchtung herzustellen:

  • Lassen Sie zusätzliche Fenster oder besser noch Oberlichter einbauen, etwa durch Austausch von Deckenplatten durch lichtdurchlässige Paneele. Licht von oben ist 3-mal heller als Seitenlicht!
  • Entfernen Sie lichtdämmende Bäume und Sträucher vor den Fenstern.
  • Platzieren Sie Maschinen möglichst in Fensternähe.
  • Sorgen Sie dafür, dass häufige Tätigkeiten in Fensternähe stattfinden und gelegentliche in dunklere Bereiche verlagert werden, z. B. Schreibtische an die Fensterfront, Kopierer in weniger helle Bereiche.
  • Versehen Sie Decken und Wände mit einem hellen Anstrich und entfernen Sie lichtschluckende Vorhänge usw.
  • Wenn zu helles Licht (z. B. direkte Sonneneinstrahlung) unangenehme Blendeffekte bewirken kann, bringen Sie verstellbare Jalousien, Lamellen oder andere Abschattungen an.

Wichtig: Die Beschäftigten sollen den Lichteinfall nach ihren persönlichen Bedürfnissen selbst regeln können.

Die wichtigsten Regeln für künstliche Beleuchtung

Kombinieren Sie die Allgemein und lokale Beleuchtung so, dass das minimal benötigte Licht durch die Allgemeinbeleuchtung erreicht und die benötigte hellere Beleuchtung an den Arbeitsplätzen durch eine lokale Beleuchtung erzielt werden. Setzen Sie umsetzbare Leuchten oder Leuchten mit beweglichen Schwenkarmen ein, um gerichtetes Licht dort zu ermöglichen, wo es gebraucht wird. Arbeitsplatzleuchten sollten durch Dimmer o. Ä. einerseits an das Sehvermögen, andererseits an die Blendempfindlichkeit des jeweiligen Mitarbeiters anpassbar sein. Sorgen Sie dafür, dass Lampen regelmäßig gereinigt und nicht durch Staubablagerungen „abgedunkelt“ werden.

So vermeiden Sie Blendung und Schatten

Blendung durch künstliches Licht können Sie durch bewegliche Lichtquellen vermeiden. Darüber hinaus sollten Sie Folgendes beachten:

  • Hoch aufgehängte Leuchten mit einer relativ großen Oberfläche (z. B. Leuchtstofflampen) bewirken wenig Blendung bei guter Allgemeinbeleuchtung.
  • Zur Allgemeinbeleuchtung Leuchtenblenden einsetzen, die das Licht aufwärts reflektieren. Von der Decke reflektiertes Licht schafft die besten Sehbedingungen. Geeignet sind auch Spiegelrasterleuchten, die gleichzeitig eine Blendung vermeiden.
  • Kombinieren Sie Tageslicht durch Fenster und Oberlichter mit Decken und lokalen Leuchten, um scharfe Schatten zu verringern und einen ausgeglichenen Lichteindruck zu schaffen. Dadurch ermüdet das Auge weniger schnell.
  • Achten Sie darauf, dass Möbel und Geräte usw. mattierte Oberflächen haben.

 

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