Gefährdungsbeurteilungen für Mitarbeiter und Unternehmen sinnvoll durchführen

Alle Mitarbeiter im Unternehmen haben das Recht auf einen sicheren und gesundheitserhaltenden Arbeitsplatz, ganz gleich ob sie in der Produktion, in der Verwaltung oder im Außendienst tätig sind. Und deshalb sind Arbeitgeber – unabhängig von der Größe ihres Unternehmens – auch verpflichtet, regelmäßig und anlassbezogen eine <dfn>Gefährdungsbeurteilung</dfn> im Betrieb durchzuführen.

Warum von zweckmäßigen Gefährdungsbeurteilungen alle im Unternehmen profitieren

Langsam aber sicher hat es sich in den Unternehmen herumgesprochen: Arbeitsschutz ist nicht nur im Sinne der Gesundheit der Mitarbeiter unverzichtbar, richtig durchgeführt und überprüft hat er auch einen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Denn im Vorfeld erkannte und rechtzeitig behobene Gefährdungen verhindern Störungen im Betriebsablauf, vermindern so krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter und erhöhen schlussendlich die Produktivität.  

Um ein komplexes Sicherheits- und Gesundheitsmanagement im Unternehmen zu etablieren, ist eine systematische Vorgehensweise notwendig. Ein zentrales Element, das hierzu eingesetzt wird, ist die Gefährdungsbeurteilung, die den Prozess der systematischen Ermittlung und Bewertung aller relevanten Gefährdungen, denen die Beschäftigten im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit ausgesetzt sind, beschreibt. Eine schriftliche Dokumentation ist für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern vorgeschrieben.

Was Sie bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen müssen

  • Es ist notwendig, neben den körperlichen auch die psychischen Gefährdungen zu berücksichtigen, um ein umfassendes Bild zu erhalten.
  • Beziehen Sie die Arbeitsräume, Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, Arbeitsumgebung, Arbeitsabläufe, Arbeitsverfahren, Arbeitszeit und Qualifikation der jeweiligen Mitarbeiter in Ihre Analyse ein.
  • Machen Sie die Ergebnisse nicht nur dem Arbeitgeber, sondern auch den Beschäftigten zugänglich, bzw. informieren Sie diese.

So erstellen Sie eine Gefährdungsbeurteilung

Im ersten Schritt stellen Sie Gruppen Ihrer Mitarbeiter zusammen. Denn nicht für alle Arbeitsplätze und Mitarbeiter drohen die gleichen Gefährdungen. Anschließend müssen Sie sich fragen, was und welche Gegebenheiten die Gesundheit und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter gefährden könnte. Und was können Sie tun, um unter allen Umständen die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und zu gewährleisten. Aus diesen Erkenntnissen leiten Sie einen Maßnahmenplan ab, setzen sich fixe Umsetzungstermine und überprüfen regelmäßig den Fortschritt der geforderten Maßnahmen.

Denken Sie auch immer daran, dass die von Ihnen erstellte Dokumentation der Gefährdungen –entsprechend der durchgeführten Maßnahmen und der sich immer wieder neu ergebenden Arbeitsumstände – zu aktualisieren ist. Denn gerade wenn sich Arbeitsplätze oder -aufgaben verändern, steigt die Gefährdung zunächst deutlich an. Schließlich geht es immer darum, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und diesen präventiv entgegenzuwirken.

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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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