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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Absturz, Durchbrechen, Versinken ... – runter geht es immer!

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Absturz
Urheber: mokee81 | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Bevor Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung „Abstürzen/Hochgelegene Arbeitsplätze“ konkret angehen, sollten Sie sich Folgendes bewusst machen: Als Absturz gilt im Arbeitsschutz nicht nur, wenn ein Mitarbeiter ...

  • auf eine tiefer gelegene Fläche oder einen Gegenstand herabfällt, sondern auch, wenn er
  • durch eine nicht tragfähige Fläche hindurchbricht oder

  • in einen flüssigen oder körnigen Stoff fällt mit der Gefahr eines Versinkens.

Tückisch ist der zweite Punkt. Denn besonders riskant sind Arbeiten immer dann, wenn die Gefahr eines Abstürzens oder Durchbrechens nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Das ist oft auf Dächern der Fall, die aus begehbaren sowie nicht begehbaren Flächen bestehen. Über einem tragenden Balken kann das Betreten gefahrlos sein, ein Schritt weiter kann aber tödlich enden, wenn eine Dachplatte durchbricht. Das Gleiche gilt für Dächer mit Glaselementen und Lichtkuppeln sowie für Lichtplatten und Lichtbänder auf Flachdächern. Wenn solche Dachelemente nicht explizit begehbar und belastbar sind, dürfen sie auf keinen Fall betreten werden. Auch bei Arbeiten in der Nähe solcher Dachflächen besteht ein hohes Unfallrisiko durch Fehltritte.

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Achtung: Absturzrisiken auch ohne hochgelegene Arbeitsplätze!


Denken Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung nicht nur an die typischen Absturzrisiken, wie etwa von Leitern, Gerüsten, Dächern, Arbeitsplattformen, Hubsteigern usw. Beziehen Sie auch die Auf- und Abstiege, die Zugänge und Laufstege, Steigschutzeinrichtungen, Gitterroste usw. mit ein.

Ebenfalls manchmal vergessen wird, dass man auch von ebenerdigen Flächen abstürzen kann. Denn auch wenn in Ihrem Betrieb weit und breit keine hochgelegenen Arbeitsplätze vorhanden sind, können Absturzgefahren bestehen. Nämlich dann,

  • wenn Bodenöffnungen, Luken und Schachtdeckel geöffnet werden müssen, etwa für Inspektionen.
  • wenn Kanaldeckel, Schachtabdeckungen, hölzerne Deckel von Bodensilos und andere Bodenöffnungen aufgrund von Verschleiß, Rost, Durchfaulen o. Ä. nicht mehr durchtrittsicher sind.
  • wenn Gitterroste, Deckel und andere Abdeckungen nicht gegen ein Verschieben oder Kippen gesichert sind.
  • wenn Stege an Baugruben, Wasserflächen, Böschungen usw. nicht ausreichend gesichert sind.

Darüber hinaus gibt es weitere Absturzrisiken in fast jedem Unternehmen. Denn auch von einem Lkw, einer Baumaschine oder einem Bürodrehstuhl kann man im weitesten Sinne abstürzen. Doch diese Fälle gehören eher in die Gefährdungsbeurteilung „Fuhrpark“ oder in die Gefährdungsbeurteilung „Büro“.

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