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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Gefährdungsbeurteilung: Beleuchtung am Arbeitsplatz nach ASR A3.4

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Von Martin Weyde,

Frage: Was hat die Beleuchtung am Arbeitsplatz mit der Gefährdungsbeurteilung zu tun?

 

Antwort: Am Arbeitsplatz muss ausreichende Beleuchtung vorhanden sein, und Tageslicht ist künstlicher Beleuchtung vorzuziehen. Die Anforderungen an die Beleuchtung mit Tageslicht und künstlichem Licht sind hauptsächlich in der ASR A3.4 „Beleuchtung“ geregelt.
Die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz beeinflussen nicht nur das Sehvermögen, sondern auch viele andere Funktionen des Körpers, wie etwa die Atmung, die Verdauung und den Hormonhaushalt. Richtige Beleuchtung wirkt sich auf das Wohlbefinden und die Leistung Ihrer Kollegen aus.
Wenn etwas mit der Beleuchtung nicht stimmt, dann können sich daraus nicht nur optische Beschwerden, sondern auch Müdigkeit oder Kopfschmerzen ergeben. Deshalb müssen Sie sich um die Beleuchtung kümmern, wenn

  • Ihre Kollegen über Sehprobleme klagen,
  • Ihr Beleuchtungssystem veraltet oder defekt ist,
  • Sie umbauen oder modernisieren,
  • Sie bestimmte behördliche Auflagen erfüllen müssen,
  • Ihre Versicherung Sie auf Probleme hinweist
  • oder wenn sich die Vorschriften geändert haben.

 

 

Sehprobleme ergeben sich zumeist entweder durch mangelhafte Beleuchtung oder durch Blendung. In Ihrer Gefährdungsbeurteilung müssen Sie unter anderem an folgende Unfallgefahren denken:

  1. Die Beleuchtungsstärke im Raum stimmt nicht und das Sehvermögen Ihrer Kollegen ist dadurch beeinträchtigt. Sie bemerken Stolperfallen zu spät oder können sich an Hindernissen stoßen.
  2. Die Helligkeitsunterschiede direkt am und um den Arbeitsplatz sind sehr groß und überanstrengen auf Dauer die Augen. Sorgen Sie gegebenenfalls für zusätzliche Lichtquellen aus verschiedenen Richtungen.
  3. Es gibt am Arbeitsplatz Lichtquellen, die stark blenden. Dies kann zum Beispiel auch das natürliche Tageslicht sein, wenn der Schreibtisch oder der Monitor ungünstig stehen. Berücksichtigen Sie die hauptsächlichen Blickrichtungen am Arbeitsplatz.
  4. Spiegelnde Oberflächen, zum Beispiel von Glastischen, können durch Lichtreflexe blenden, und sollten vermieden werden.
  5. Diffuses Licht kann dazu führen, dass Unfallgefahren nicht erkennbar sind, zum Beispiel durch nur undeutlich sichtbare Stufen. Licht und Schatten sind für räumliches Sehen unerlässlich.
  6. Ungünstige Beleuchtung kann Farben verfälschen, zum Beispiel die von Sicherheitskennzeichen, die deshalb nicht rechtzeitig erkannt werden.
  7. Flimmerndes Licht ermüdet die Augen und kann außerdem dazu führen, dass Ihre Kollegen Unfallgefahren durch bewegte Teile nicht richtig erkennen können.

 

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