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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Gefährdungsbeurteilung: So sind Sie beim Brand- und Explosionsschutz sicher aufgestellt

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Frage: Von einem Kollegen habe ich vor kurzem gehört, dass man als Betrieb neben der „normalen“ Gefährdungsbeurteilung auch eine Brandgefährdungsbeurteilung durchführen sollte. Doch was muss ich mir darunter genau vorstellen und wie führe ich diese durch?Antwort:

Frage: Von einem Kollegen habe ich vor kurzem gehört, dass man als Betrieb neben der „normalen“ Gefährdungsbeurteilung auch eine Brandgefährdungsbeurteilung durchführen sollte. Doch was muss ich mir darunter genau vorstellen und wie führe ich diese durch?

Vorbeugender Brandschutz senkt im Brandfall das Schadensausmaß

Antwort: Effektiver Brandschutz bedingt einen funktionierenden vorbeugenden Brandschutz. Allein die Tatsache, dass es in Ihrem Betrieb noch nie gebrannt hat, rechtfertigt kein Nichthandeln oder vermindertes Handeln, wenn es um das Thema Brandschutz geht. Richtig ausgelegter vorbeugender Brandschutz senkt im Brandfall das Schadensausmaß erheblich.Da sich ein Feuer oft schnell und unkontrolliert ausbreitet, ist ein umso schnelleres Handeln notwendig, um den Sach- und Personenschaden so gering wie möglich zu halten. Um möglichst gar keine Brände mehr entstehen zu lassen, empfehlen daher viele Berufsgenossenschaften inzwischen die Erstellung einer Brandgefährdungsbeurteilung.

„Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.“ (OVG Münster, Az. 10 A 363/86)

Ohne Gefährdungsbeurteilung und der daraus folgenden Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen, einschließlich einer Wirkungskontrolle sind Sie nach diesem Urteil nicht ausreichend vorbereitet.

Ziele der Gefährdungsbeurteilung

Die grundlegenden Ziele sind, Brandgefährdungen festzustellen, Brandschutzmaßnahmen auszuwählen und umzusetzen. Der Schutz vor einem Brand und einer Explosion muss in Ihrem Unternehmen jederzeit gewährleistet sein. Ursachen für Brände und Explosionen sind vielfältig. Für die Gefährdungsbeurteilung ist es wichtig, diese richtig voneinander abzugrenzen. Dabei sind die geltenden Regelwerke wie z.B. die BGI 560 „Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz“ sehr hilfreich:

  • Ein Brand ist das nicht bestimmungsgemäße Brennen eines Stoffs, das sich unkontrolliert ausbreitet. Meist entsteht ein Brand durch unvorhersehbare Umstände, Fahrlässigkeit oder auch durch Vorsatz.
  • Eine Explosion geschieht in der Atmosphäre. Dabei wird in einer geringen Zeit eine sehr große Menge an Energie frei, welche sich gleichzeitig aber in einem kleinen Volumen befindet. Daraus entsteht eine Druckwelle, die sich in einer Welle von der Zünd- bzw. Energiequelle startend ausbreitet. Der Knall entsteht aufgrund der Tatsache, dass die Energiefreisetzung sehr schnell und konzentriert verläuft. Eine Explosion kann durch einen physikalischen sowie chemischen Vorgang ausgelöst werden.

Sie sollten übrigens nach einem Schadensereignis niemals von einer Explosion, sondern immer von einer Verpuffung sprechen. Denn das Herbeiführen einer Explosion ist ein Straftatbestand im Sinne des Sprengstoffgesetzes.

Achtung!

Vor allem die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten und Gasen müssen Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung besonders betrachten. Hierfür gibt es eigene Technische Regeln wie die TRBS 1112, TRBS 2152 oder TRGS 800.

Gefahren, an die Sie bei der Gefährdungsbeurteilung denken müssen

Bei der Gefährdungsbeurteilung müssen Sie selbstverständlich branchen- und betriebsspezifische Risiken berücksichtigen. Nachfolgend haben wir einige beispielhaft für Sie zusammengestellt:

  Ja Nein
Gibt es eine hohe ortsunkundige Personenanzahl in Ihrem Betrieb? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Finden Arbeiten häufig in verdunkelter Umgebung statt? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Bestehen Stolpergefahren durch arbeitsbedingt lose verlegte Kabel? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Finden Heißarbeiten (Schweißen, Löten) statt? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Wird mit brandgefährlichen Stoffen wie Lösungsmitteln, Lacken und anderen Stoffen gearbeitet? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Kann durch Stäube eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Werden brandgefährliche Stoffe richtig gelagert? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />

Tipp: Maßnahmen richtig planen

Wenn Sie die Gefahren erkannt haben, müssen Sie entsprechende Maßnahmen planen und umsetzen. Wir empfehlen Ihnen, bei der Maßnahmenplanung unbedingt folgende Fragen zu berücksichtigen und dazu entsprechende Dokumente zu erstellen:

  Ja Nein
Ist ein Alarmplan für den Schadens- und Havariefall vorhanden? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Ist die Brandschutzordnung aktuell und entspricht sie den geltenden gesetzlichen Vorschriften und Regelwerken? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Sind die notwendigen Aushänge zum Verhalten im Brandfall vorhanden und aktuell? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Sind alle Flucht- und Rettungswege ordnungsgemäß (gemäß ASR A2.3) gekennzeichnet und frei zugänglich? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Ist eine ausreichende Anzahl an geeigneten und funktionsfähigen Löschmitteln vorhanden? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Sind die Beschäftigten in ausreichender Zahl im Umgang mit Feuerlöschern praktisch unterwiesen? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />
Prüfen Sie die Funktion und Wirksamkeit Ihrer Notfallmaßnahmen durch regelmäßige Evakuierungsübungen? <input type="checkbox" value="on" /> <input type="checkbox" value="on" />

Grundlage für Ihre Brandschutzgefährdungsbeurteil<wbr />ung und die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind unter anderem die Landesbauordnung, Arbeitsstätten-Verordnung, Industriebaurichtlinie, Versammlungsstätten-Verordnung und die Gefahrstoffverordnung.

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