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Ladungssicherung: Auf diese Punkte kommt es an

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Von Martin Weyde,

Eine der größten Gefährdungen im Straßenverkehr ist ungesicherte Ladung – natürlich vor allem auf Lkw und Transportern, aber auch privat. In der aktuellen Ausgabe der „Motorwelt“ hat der ADAC das Horrorszenario „Urlaubsgepäck im Crashtest“ dargestellt:

 

Wenn Ihnen als Fahrer bei Tempo 50 eine Kühlbox ins Genick fliegt, dann wiegt sie so viel wie eine Kuh. Bei der Ladungssicherung spielen viele Punkte eine Rolle, aber Leben kann sie immer retten.
Im Verkehrsregister können Sie für mangelnde Ladungssicherung als Ordnungswidrigkeit 1 bis 3 Punkte bekommen. Die folgenden Punkte sind auf jeden Fall die bessere Wahl:
Antirutschmatten bestehen aus rutschhemmendem Material und erhöhen die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche. Dadurch unterstützen sie die Wirkung von Zurrmitteln. Sie müssen zwischen alle Teile der Ladung gelegt werden, damit die Ladung insgesamt einen hohen Reibwert erhält.
Befestigungspunkte sind Zurrpunkte, an denen die Ladung mit Zurrmitteln befestigt wird – einerseits am Boden oder an den Seiten des Fahrzeugs – andererseits an festen Teilen der Ladung.

 

Formschluss sorgt dafür, dass die Ladung sich gegenseitig hält oder durch Wände, Balken oder andere Teile gehalten wird. Die zur Ladungssicherung eingesetzten Elemente müssen den Kräften standhalten, die während der Fahrt auftreten können. Auch dabei kommt es auf den Reibbeiwert an.
Gleitreibbeiwerte ergeben sich daraus, dass sich zwei Körper aneinander reiben. Der Gleitreibbeiwert gibt das Verhältnis der Reibungskraft zur Anpresskraft an. Reibungskraft ist natürliche Ladungssicherung – sie ist automatisch vorhanden, sobald eine Ladung auf der Ladefläche steht. Je größer die Reibung ist, desto schwerer kann die Ladung verrutschen. Dabei kommt es nicht nur auf das Material der Ladung und der Ladefläche an – auch die Sauberkeit der Oberflächen spielt eine wichtige Rolle. Antirutschmatten sorgen dafür, dass die Ladung weniger leicht verrutschen kann.
Kraftschluss drückt die Ladung durch Niederzurren mit Zurrgurten auf die Ladefläche. Dabei kommt es einerseits auf den Reibbeiwert zwischen Ladung und Ladefläche an, andererseits auf die Spannkraft des Zurrmittels.

Ladungssicherungsmittel
sind – neben Antirutschmatten und Zurrgurten – zum Beispiel Ketten, Staupolster, Klemmbalken, Netze, Umreifungsbänder oder Schrumpffolien.
VDI-Richtlinien geben die „anerkannten Regeln der Technik“ wieder. In der VDI 2700 ist die „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ geregelt.

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