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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Psychische Belastungen: So gelingt Ihre Gefährdungsbeurteilung

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Urheber: JPagetRFphotos | Fotolia

Von Martin Weyde,

Eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen ist anspruchsvoll, deshalb sollten Sie als Sicherheitsfachkraft so viele kompetente Unterstützer wie möglich daran beteiligen.

Lassen Sie sich bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung unterstützen durch: 

  • Betriebsärzte – sie sind Ihre wichtigsten Partner, da sie erstens der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen und zweitens nicht zur Betriebsblindheit neigen, da sie in Ihren Betrieb gar nicht eingebunden sind.
  • Betriebspsychologen – sie unterliegen ebenfalls der Schweigepflicht und sind auch noch Experten, was psychische Belastungen angeht. Allerdings gibt es sie meist nur in größeren Unternehmen.
  • Krankenkassen – sie sind sehr daran interessiert, dass Ihre Kollegen nicht durch oft langwierige psychische Erkrankungen ausfallen.
  • Externe Berater – sie verfügen über Fachkenntnisse und Erfahrungen mit psychischen Belastungen. Auch sie sind nicht eingebunden und können die Situation in Ihrem Betrieb unabhängig beurteilen.

Um psychische Belastungen zu ermitteln, müssen Sie Fragen stellen und die Antworten analysieren. Hier bieten sich folgende Verfahren an:

1. Beratung – externe Experten interviewen Ihre Kollegen

Ihre Kollegen werden sich dabei wohlfühlen und alle Fragen offen und bereitwillig beantworten. Die Vorgesetzten können Sie allerdings verstimmen, wenn diese befürchten müssen, kritisiert zu werden. Und das Verfahren ist zeitaufwändig und teuer.

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2. Fragebogen – Sie befragen Ihre Kollegen schriftlich mit standardisierten Fragebögen

Dabei können Sie alle Fragen individuell gestalten, und Kosten und Aufwand der Befragung sind überschaubar. Allerdings sollten Sie die Befragung anonymisieren, damit der Rücklauf nicht darunter leidet, dass Ihre Kollegen sich beobachtet fühlen.

3. Gruppenanalyse – Ihre Kollegen ermitteln Gefährdungen selbst in ihrer Arbeitsgruppe

Auch hier ist ein externer Moderator erforderlich. Allerdings sind die Ergebnisse subjektiv, da die Kollegen lediglich ihre Meinung sagen. Aber das Verfahren hat den Vorteil, dass die Aussagen zuverlässig sind, weil die Befragten an ihrem Arbeitsplatz über ihren Arbeitsplatz reden.

Zu den Gefährdungen durch psychische Belastungen finden Sie hier weitere Informationen:

  • „IAG Report 1/2013 – Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen – Tipps zum Einstieg“ unter publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/iag-report-2013-01.pdf
  •  „Psychische Faktoren am Arbeitsplatz – Eine schnelle Hilfe zur Selbstanalyse für Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte“ unter etf.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/mb_040_a01-2015.pdf
  •  „Psychische Faktoren am Arbeitsplatz – Eine schnelle Hilfe zur Selbstanalyse für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ unter etf.bgetem.de/htdocs/r30/vc_shop/bilder/firma53/mb_041_a05-2015.pdf
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