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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Gesundheitsbelehrungen im Lebensmittelbereich

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Arbeitssicherheit Unterweisung

Von Wolfram von Gagern,

Wenn in Ihrem Betrieb mit Lebensmitteln gearbeitet wird, müssen die Beschäftigten strenge Gesundheitsanforderungen erfüllen. Deshalb ist für alle, die Lebensmittel herstellen, zubereiten oder verkaufen, eine Gesundheitsbelehrung Pflicht.

Grundlage hierfür ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Damit soll die Übertragung von Infektionskrankheiten verhütet werden, u. a. beim Umgang mit Lebensmitteln (§§ 42 und 43).

Unterweisung: Für wen eine Gesundheitsbelehrung Pflicht ist

Es gilt praktisch für alle Personen, die beruflich mit Lebensmitteln umgehen. Deshalb betrifft es auch

  • Aushilfen, z. B. Kellner, sowie
  • die nur gelegentliche Zubereitung bzw. Weitergabe von Lebensmitteln etwa auf Straßenfesten.

Unterweisung: Beachten Sie diese Beschäftigungsverbote

Wer an Krankheiten wie etwa Typhus, Salmonellose, Hepatitis usw. leidet, darf nicht im Lebensmittelbereich arbeiten. Das gilt ebenso für Personen, die infizierte Wunden oder Hautkrankheiten aufweisen. Jeder, der arbeitsbedingt erstmalig mit bestimmten Lebensmitteln in Kontakt kommt, muss vor Aufnahme der Tätigkeit eine Erstbelehrung durch das Gesundheitsamt absolvieren (§ 43 IfSG). Das sind z. B. Beschäftigte, die beim Herstellen, Servieren oder Verkaufen von Fleisch, Fisch, Speiseeis und Salaten mit diesen Speisen in Berührung kommen.

Die Belehrungspflicht umfasst auch Beschäftigte in Küchen von Restaurants, Betriebskantinen usw. Bei der Belehrung informiert das Gesundheitsamt (oder ein von ihm beauftragter Arzt) über die Krankheiten und ihre Symptome, die eine Tätigkeit im Lebensmittelbereich ausschließen. Dadurch soll der Betroffene mögliche Anzeichen von Infektionen selbst erkennen können. Ihr Chef darf nur Mitarbeiter mit den entsprechenden Lebensmitteltätigkeiten beschäftigen, wenn sie einen amtlichen Belehrungsnachweis vorlegen können, der zum Datum der Arbeitsaufnahme nicht älter als 3 Monate ist. Außerdem muss der Kollege schriftlich versichern, dass er keine Anzeichen für „lebensmittelkritische“ Krankheiten bei sich bemerkt hat und solche ggf. umgehend mitteilen wird. Ihr Arbeitgeber darf ihn dann ab sofort nicht mehr im „Food-Bereich“ beschäftigen.

Wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Chef die Bescheinigungen aufbewahrt, denn er muss sie auf Verlangen der Behörde vorzeigen können.

Unterweisung: Stellen Sie Wiederholungsbelehrungen sicher

Bevor die Mitarbeiter ihre Tätigkeit aufnehmen, müssen sie vom Arbeitsgeber nochmals belehrt werden. Inhalte sind das Tätigkeitsverbot und die Verpflichtung, ihrem Arbeitgeber eventuelle Krankheitsanzeichen sofort mitzuteilen.

Die Belehrung müssen Sie mindestens einmal jährlich wiederholen und schriftlich dokumentieren.

Tipp: Schulungsmaterialien für die mündliche Belehrung bekommen Sie beim Gesundheitsamt oder Ihrer zuständigen IHK.

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