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Achtung: Gericht definiert Verstoß gegen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand genau

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LKW, Fahrzeugflotte
Urheber: countrypixel | Fotolia

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Wer als Fahrzeugführer zu nah auf den Vordermann auffährt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Doch bisher gab es kaum eine klare Definition, wann ein solcher Verstoß geahndet werden kann.

Der Fall

Im vorliegenden Fall hatte ein Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von 131 Kilometern pro Stunde nur einen Abstand von 26 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug eingehalten.

Eine Polizeistreife beobachtete dieses Verhalten über eine Distanz von 123 Metern und brachte den Fall zur Anzeige. Damit war der Ertappte jedoch nicht einverstanden, und so landete der Fall vor dem Amtsgericht (AG) Unna.

So entschieden die Richter

Hier musste der Kläger jedoch eine Schlappe hinnehmen, da das Gericht die Strafe bestätigte. Darauf legte der Mann Rechtsbeschwerde beim OLG Hamm ein, welches das Urteil der Vorinstanz bestätigte und auch gleich eine saubere Definition ausarbeitete, wann ein Verstoß wegen zu geringen Sicherheitsabstands vorliegt.

Ein Abstandsverstoß wird, so das OLG Hamm, immer dann geahndet, wenn die vorwerfbare Abstandsunterschreitung nicht nur „vorübergehend“ sei.

Aber: Bei einer Abstandsunterschreitung von mehr als 3 Sekunden liege kein kurzfristiges Versagen des Fahrzeugführers mehr vor.

Auch unter der Berücksichtigung üblicher Reaktionszeiten sei von jedem verantwortungsvollen Fahrzeugführer zu verlangen, dass er bei einer solchen Abstandsunterschreitung innerhalb von 3 Sekunden den Abstand wieder herstellt.

Der hier betroffene Fahrer war aber über mehr als 3 Sekunden unverändert mit zu geringem Sicherheitsabstand gefahren. Die Richter schränkten die Zeit zudem noch weiter ein.

Es gelten deshalb laut Gericht nicht nur 3 Sekunden, sondern auch eine Strecke von 140 Metern als Limit.

Autofahrer, die in 3 Sekunden mehr als 140 Meter zurücklegen, seien schneller als mit Richtgeschwindigkeit unterwegs und fahren demnach mit erhöhter Betriebsgefahr.

Sie müssen deshalb den erforderlichen Mindestabstand schneller wiederherstellen. Damit musste der Kläger seine 180 Euro Geldstrafe letztendlich doch berappen (AG Unna, Az. 171 OWi 62/13; OLG Hamm, 9.7.2013, Az. 1 RBs 78/13).

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