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Als Fuhrparkmanager sind Sie nicht nur für die permanente Einsatzbereitschaft der betriebseigenen Fahrzeugflotte verantwortlich. Oft übernehmen Sie...

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Achtung: Passen Sie bei der Fahrtüchtigkeits-Beurteilung besonders auf!

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Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Firmenfahrzeuge betreiben, so stehen Sie – wenn diese Fahrzeuge in Ihren Verantwortungsbereich gehören – besonders in der Pflicht.

Dies gilt vor allem für die Fahrtüchtigkeit der Fahrer, die mit diesen Fahrzeugen unterwegs sind. So müssen Sie beispielsweise verhindern, dass sich ein Mitarbeiter hinters Steuer setzt, der offensichtlich fahruntüchtig ist.

Doch was zunächst recht einfach klingt, kann Sie schneller in Schwierigkeiten bringen, als Ihnen lieb sein kann. Aber wenn Sie folgende Tipps beachten, werden Sie nicht in die zahlreichen Fallen laufen.

Der Gesetzgeber ist gnadenlos, wenn es um die Verantwortung eines Fahrzeughalters geht. Der muss nämlich wirkungsvoll verhindern, dass jemand mit dem Fahrzeug fährt, der dazu nicht in der Lage ist. Wie Sie sicher wissen, geht diese sogenannte Halterhaftung bei Firmenfahrzeugen entweder auf einen explizit bestellten Fuhrparkverantwortlichen über – wenn es diesen aber nicht gibt, so trägt derjenige die Verantwortung, in dessen Bereich das Fahrzeug betrieben wird.

Dies können also auch Sie als Logistikleiter sein. Und egal, wer nun die Verantwortung trägt, das Beurteilen der Fahrtüchtigkeit kann sich für die Betroffenen als schwieriges Unterfangen herausstellen.

Grundsätzlich ist es egal, warum ein Fahrer als nicht mehr fahrtüchtig einzustufen ist. Dies kann aus gesundheitlichen Gründen sein, aber auch weil er etwa unter Drogeneinfluss steht.

Einerseits ist es manchmal sehr einfach, festzustellen, ob ein Mitarbeiter fahrtauglich ist oder nicht, beispielsweise bei einem Knochenbruch. Auch der alkoholisierte Mitarbeiter bei einer Betriebsfeier ist meist recht leicht ausgemacht.

Doch in vielen anderen Fällen ist die Beurteilung recht schwierig. Oder wissen Sie mit absoluter Sicherheit, ob einer Ihrer Fahrer unter Epilepsie leidet, schwere Herzprobleme hat, allzu gerne zu tief ins Glas schaut oder mehr oder weniger häufig Marihuana oder andere Drogen konsumiert?

Wenn Sie das sicher wissen, dann müssen Sie in jedem Fall einschreiten und das Führen von Fahrzeugen verhindern. Doch wie sieht es aus, wenn Sie hier nur Vermutungen anstellen können? Hier vorschnell zu handeln kann Ihnen nämlich jede Menge Ärger einbringen.

Wichtig: Sie müssen Ihrer Fürsorgepflicht gegenüber dem Betreffenden Rechnung tragen.

Grundsätzlich unterscheiden Sie danach, ob ein Mitarbeiter ein Fahrzeug fährt, das offensichtlich ein Firmenfahrzeug ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn es sich um einen Lkw oder Transporter handelt, auf den zum Beispiel das Firmenlogo prangt. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die nur Unternehmenszwecken dienen, also Transporter, die von den Mitarbeitern nicht privat genutzt werden können.

Auf der anderen Seite gibt es Firmenfahrzeuge, die vom betreffenden Mitarbeiter auch privat genutzt werden können. In diesem Fall können Sie im Verdachtsfall eigentlich nur das persönliche Gespräch suchen. Weitergehende Befugnisse, insbesondere wenn es sich um Fahrten eher privater Natur handelt, haben Sie kaum.

Achtung: Hat ein solcher Fahrer allerdings beispielsweise einen epileptischen Anfall in Ihrem Beisein, so sollten Sie in jedem Fall tätig werden! Hier können Sie verlangen, dass sich der Betreffende vom Betriebsarzt untersuchen lässt. Gibt dieser dann „grünes Licht“, sind Sie aus dem Schneider.

Wie gesagt, Sie haben bei reinen Firmenfahrzeugen, die nicht privat genutzt werden, wesentlich mehr Möglichkeiten, um herauszubekommen, wie es mit der Fahrtüchtigkeit Einzelner bestellt ist.

Um bei der Feststellung der Fahrtüchtigkeit nichts falsch zu machen, gehen Sie immer schrittweise vor:

1. Suchen Sie das persönliche Gespräch

Wenn Sie den begründeten Verdacht haben, dass ein Mitarbeiter nicht mehr fahrtüchtig ist, suchen Sie ein vertrauliches Gespräch mit ihm. Oft stellt sich dabei nämlich schnell heraus, dass Ihre Befürchtungen grundlos waren. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Betreffende Verhaltensänderungen schlüssig erklären kann.

Kann hingegen ein Mitarbeiter seine Verhaltensänderungen – beispielsweise offensichtliche starke Leistungseinbußen oder auch geistige Abwesenheit – nicht schlüssig erklären, fordern Sie ihn zu einer betriebsärztlichen Untersuchung auf.

2. Verlangen Sie eine betriebsärztliche Untersuchung

Gewinnen Sie beim Gespräch den Eindruck, dass ein ernsthaftes Problem – etwa Drogenkonsum oder auch schwere gesundheitliche Probleme – vorliegt, verlangen Sie eine betriebsärztliche Untersuchung. Der Betriebsarzt wird Ihnen sehr schnell Auskunft geben können, wie es um die Fahrtauglichkeit des Betreffenden bestellt ist.

Achtung: Liegt ein ernsthaftes gesundheitliches oder drogenbedingtes Problem vor, so muss der Arzt Sie darauf hinweisen. Auf alle Fälle müssen Sie dann sofort handeln!

3. So reagieren Sie, wenn der Mitarbeiter die Untersuchung verweigert

Verweigert ein Mitarbeiter eine betriebsärztliche Untersuchung, greifen Sie auf alle Fälle zur Abmahnung. In dieser Abmahnung formulieren Sie klar, dass bei einer weiteren Verweigerung die Kündigung folgen wird.

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