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Alternative Antriebsarten: Hybrid-Antrieb (Teil 2)

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Eine der großen Herausforderungen 2010 wird sicher das Thema "Nachhaltigkeit" sein. Die Ansprüche an die Umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge Ihres Fuhrparks steigen. In Teil 1 unserer Serie haben wir Ihnen vorgestellt, welche Vor- und Nachteile der Einsatz von Bio-Diesel mit sich bringt. Lesen Sie heute, worauf es beim Einsatz von Fahrzeugen mit Hybrid-Antrieb ankommt.

Was ist das Besondere am Hybrid-Antrieb?
Fahrzeuge mit einem so genannten Hybrid-Antrieb werden durch einen herkömmlichen Benzin- bzw. Dieselmotor in der Grundlast betrieben und durch einen zusätzlichen Elektromotor umweltschonend ergänzt. Je nach Fahrsituation arbeiten gleichzeitig beide Motoren oder nur einer. Im Stadtverkehr, bei geringen Fahrleistungen, wird das Fahrzeug vom Elektromotor angetrieben.

Bei der Beschleunigung wird zusätzlich der Verbrennungsmotor zugeschaltet, der bei Bremsvorgängen die Bewegungsenergie in Strom umwandelt und dann in der Batterie speichert, die wiederum den Elektromotor antreibt. Kommt das Fahrzeug an einer Ampel zum Stehen, schalten sich beide Motoren ab.

Was bringt der Hybrid-Antrieb?
Bei gängigen Hybrid-Systemen wird der Einsatz der verschiedenen Aggregate automatisch geregelt, wodurch bei mittleren und hohen Fahrgeschwindigkeiten der Verbrennungsmotor zum Einsatz kommt. Durch die Kombination der beiden verschiedenen Motoren beläuft sich die Kraftstoffverbrauchsreduzierung auf ca. 3,5 Liter Superbenzin pro 100 Kilometer.

Manche Modelle erreichen laut Hersteller durch computergesteuerten Antrieb sogar eine Halbierung des Kraftstoffverbrauchs, was auch bedeutet, dass die Emission von Wasserstoff, Stickstoff und Kohlenstoff um bis zu 90 % sinkt.

Funktionsweise des Hybrid-Antriebs kurz erläutert
Antrieb beim Anfahren, langsamer Fahrt/Stadtverkehr:
Das Fahrzeug wird vom Elektromotor angetrieben, der Verbrennungsmotor ist im Leerlauf oder abgeschaltet.

Antrieb beim normalen Fahren:
Das Fahrzeug wird vom Verbrennungsmotor angetrieben, der gleichzeitig die Batterie lädt; bei Bedarf wird der Elektromotor zugeschaltet.

Antrieb bei schneller Fahrt:
Verbrennungs- und Elektromotor arbeiten gleichzeitig.

Verhalten der Motoren beim Rollen oder Bremsen:
Beim Bremsen wandelt der Verbrennungsmotor Bewegungsenergie in Strom um und lädt die Hochleistungsbatterie auf; der Verbrennungsmotor befindet sich im Leerlauf, der Elektromotor wird zum Generator.

Fazit: Wird ein Fahrzeug im Langstreckenbetrieb (mit wenigen Bremsvorgängen) eingesetzt, lohnt sich der Umstieg auf den Hybrid-Antrieb nicht, da der kombinierte Einsatz verschiedener Antriebe zur Nutzung der Bewegungsenergie nicht gegeben ist. Anders ist es jedoch, wenn das Fahrzeug im Stadt- oder Nahverkehr mit vielen Bremsvorgängen eingesetzt werden soll. Hier kommt der tatsächliche Vorteil des Hybrid-Antriebs zur Wirkung. Bei diesen Fahrzeugen muss allerdings mit einem erhöhten Wartungsaufwand und kürzeren Kundendienstintervallen gerechnet werden.

Ein weiterer Nachteil ist für Sie das erhöhte Eigengewicht des Fahrzeugs, verursacht durch den zusätzlichen Elektromotor und die notwendige größere Hochleistungsbatterie, was dann zu einer verringerten Nutzlast beim Wirtschaftsverkehr führt.

Wirtschaftlich sinnvoll ist dieser Antrieb deshalb in erster Linie im Stadtbetrieb bei Einsatz von Taxen, Monteurfahrzeugen, im Omnibuslinienverkehr sowie im Gütersammel- und -verteilerverkehr. Im reinen Fernverkehr kommt es, verursacht durch das höhere Eigengewicht, letztendlich zu einem höheren Verbrauch, was dann weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll ist.

Der Hybrid-Antrieb ist für Sie eine echte ökonomische und ökologische Alternative zu den herkömmlichen Fahrzeugantrieben. Leider ist auch hierfür nach wie vor Erdöl als Antriebsbasis notwendig. Bei einer der nächsten Fahrzeuggenerationen werden hoffentlich weitere Technologien ausgereift sein, wie beispielsweise Motoren, bei denen rein regenerative Energieträger eingesetzt werden können.

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