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Alternative Antriebstechniken: Erdgas

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Die Anforderungen an die Umweltfreundlichkeit von Fahrzeugen steigen, die Sanktionen werden strenger: Ein Ausweg kann der Einsatz von alternativen Antriebstechniken sein. Heute stellen wir Ihnen vor, welche Faktoren es beim Einsatz von Erdgasfahrzeugen zu beachten gilt:

Umweltfreundlichkeit
Der Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen bietet Ihnen die Chance, die verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen wie Stickstoffoxid (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Benzol und Ruß erheblich zu senken. Besonders in Ballungsräumen und innerstädtischen Gebieten werden Forderungen laut, nur noch schadstoffarme Fahrzeuge einfahren zu lassen. Hinzu kommt die Vorgabe der Europäischen Union, die Schadstoffbelastungen - vor allem Feinstaubemissionen - in den Ballungsräumen zu reduzieren.
Deshalb haben zahlreiche Kommunen schon mit drastischen Maßnahmen reagiert, indem sie alle älteren Fahrzeuge, die nicht mindestens der Schadstoffklasse 2 entsprechen, per Plakette aussperren. Künftig wollen sie sogar nur noch Kfz mit Euro 3 bzw. 4 reinfahren lassen. Keine Probleme haben Sie mit diesen Regelungen, wenn Sie Fahrzeuge einsetzen, die mit Erdgas betrieben werden, da diese den gesetzlichen Vorgaben voll entsprechen.
Problemlose Umrüstung
Erdgasfahrzeuge unterscheiden sich optisch nicht von herkömmlichen Fahrzeugen. Erst ein Blick unter das Fahrzeug offenbart die technische Innovation. Erdgas hat den großen Vorteil, dass es in herkömmlichen Ottomotoren einsetzbar ist.
Alternative bivalent/monovalent
Erdgasfahrzeuge werden in 2 Versionen angeboten: bivalent und monovalent. Bivalente Fahrzeuge können Sie sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin fahren. Ist der Gasvorrat erschöpft, schaltet der Motor während der Fahrt automatisch auf Benzinantrieb um.
Bivalente Fahrzeuge haben eine deutlich größere Reichweite als monovalente, da 2 Kraftstoffe zur Verfügung stehen. So kommt der Erdgasautofahrer ans Ziel, auch wenn gerade keine Erdgastankstelle in der Nähe ist.
Monovalente Fahrzeuge werden ausschließlich mit Erdgas betrieben oder haben einen Nottank mit bis zu 15 Litern Benzin. Der Motor monovalenter Fahrzeuge kann optimal auf den Erdgasantrieb abgestimmt werden. Vorteile: geringer Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß.
Die Mehrzahl aller Fahrzeuge wird heute noch bivalent betrieben, da das Erdgastanknetz noch zu wenig verbreitet ist. Bei den zurzeit ausgelieferten Ergasfahrzeugen handelt es sich größtenteils um Benzinfahrzeuge, die auf Erdgasantrieb umgerüstet wurden und bivalent betrieben werden. Ein Vorteil dabei ist, dass jederzeit von Gas- auf Benzinbetrieb und umgekehrt umgeschaltet werden kann. Die Reichweite des Fahrzeugs erhöht sich dadurch beträchtlich.
Diese umgebauten Motoren nutzen die spezifischen Vorteile (hohe Klopffestigkeit, schadstoffarme Verbrennung) des Erdgases jedoch nicht voll aus. Das können nur Motoren, die ausschließlich für Erdgas konzipiert sind und monovalent betrieben werden. Achtung: Beachten Sie bitte die Herstelleranweisungen!
Wichtig: Beim Umbau in Neufahrzeugen ist es unerlässlich, dass der Umbau vom Hersteller abgesegnet wird, um die Herstellergarantie zu erhalten.
Als Erdgastank in den Fahrzeugen werden Stahlflaschen oder wesentlich leichtere so genannte Kompositflaschen verwendet. Von der Europäischen Union werden jetzt auch Kunststoffflaschen erlaubt.
Ein nicht unwesentlicher Nachteil bei Güterbeförderungsfahrzeugen entsteht für Sie durch die Nutzlastreduzierung. Ursache hierfür ist das erhöhte Gewicht des Gastanks, vor allem bei bivalent (gemischt) betriebenen Fahrzeugen, die 2 Tanks benötigen. Hinzu kommt der zusätzliche Platzbedarf, der in Personenkraftwagen in der Regel den Kofferraum verkleinert.
Sicherheit ist gewährleistet
Das Erdgas wird unter einem Druck von 200 bar im Fahrzeugtank gespeichert. Alle Flaschen werden mit einem Druck von 300 bar auf ihre Festigkeit überprüft. Der Berstdruck liegt bei ungefähr 500 bar, das bedeutet, es stehen Sicherheitsreserven von 300 % zur Verfügung. Darüber hinaus verhindern Spezialarmaturen einen erhöhten Druckaufbau, sodass der Fahrzeugtank einen Unfall oder Brand unbeschadet übersteht.

Problem Tankstopps

Das Speichervolumen der Erdgastanks ist so ausgelegt, dass monovalente Busse und Lastkraftwagen mit einer Tankfüllung rund 300 km zurücklegen können. Monovalente Personenkraftwagen bewältigen etwa 450 Kilometer bis zum nächsten Tankstopp. Die Reichweitenerhöhung der bivalenten Personenkraftwagen und Transporter beträgt zwischen 170 und 250 Kilometer, je nach Verbrauch und Tankfüllung.
Beachten Sie die Fördermöglichkeiten!
Ob es Fördermöglichkeiten gibt sowie Details zu den Förderbedingungen ermitteln Sie am besten beim örtlichen Gasversorger (Erdgas- Hotline: 01802/23 45 00). Die Mehrkosten für die Umrüstung liegen zurzeit zwischen 800 und 3.000 €.
Tipp: Die Standorte der Erdgastankstellen in Deutschland können Sie unter www.erdgas
fahrzeuge.de abrufen.
Bedenken Sie, dass Erdgasfahrzeuge seit 1993 auch in Tiefgaragen fahren dürfen. Ferner ist bei der Umrüstung von Dieselfahrzeugen der Einbau einer Zündanlage erforderlich

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