Gratis-Download

Als Fuhrparkmanager sind Sie nicht nur für die permanente Einsatzbereitschaft der betriebseigenen Fahrzeugflotte verantwortlich. Oft übernehmen Sie...

Jetzt downloaden

Diese Unterlagen brauchen Sie für die zum gewerblichen Gütertransport notwendige EU- oder Gemeinschaftslizenz

0 Beurteilungen

Erstellt:

Die Zeiten, in denen man eigentlich nur einen Führerschein und einen LKW benötigte, um gewerblich Güter zu transportieren, sind schon lange vorbei. Heute brauchen Sie hierzu eine so genannte EU-, eine Gemeinschaftslizenz oder eine nationale Güterkraftverkehrslizenz. Doch um diese zu bekommen, müssen Sie eine ganze Reihe von Unterlagen und Bescheinigungen zusammentragen. Welche das sind und warum Sie als Fuhrparkleiter diese Vorgaben unbedingt beachten sollten, lesen Sie im folgenden Beitrag aus dem LogistikManager.

Laut Definition in § 3 des Güterkraftverkehrsgesetzes ist der gewerbliche Güterkraftverkehr dadurch gekennzeichnet, dass eine geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit Kraftfahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen durchgeführt wird.
Einer solchen Geschäftstätigkeit darf in der Bundesrepublik Deutschland und den anderen EU-Staaten nur derjenige nachgehen, der im Besitz einer Gemeinschafts- oder EU-Lizenz beziehungsweise einer nationalen Lizenz ist. Doch vor der Erteilung einer solchen Lizenz hat der Amtsschimmel dem zukünftigen gewerblichen Transporteur eine Reihe von Hürden in Form von heranzuschaffenden Unterlagen und Bescheinigungen aufgebaut.
Da diese Unterlagen und Nachweise nicht nur zahlreich sind, sondern auch alle erst beschafft werden müssen, sollte der zukünftige Transporteur sich einige Zeit nehmen und bei der Beschaffung tunlichst nichts vergessen, wenn er keine „Ehrenrunden“ drehen möchte.

Diese Unterlagen und Bescheinigungen brauchen Sie

Grundsätzlich müssen Sie zur Erteilung einer EU- oder Gemeinschaftslizenz immer folgende Unterlagen vorlegen:

Einen Fach- und Sachkundenachweis:

Den Nachweis der Fach- und Sachkundigkeit können Sie belegen durch:

  • eine Sach- und Fachkundeprüfung bei einer Industrie- und Handelskammer (IHK) mit Zeugnis,
  • eine über die IHK nachgewiesene, mindestens 5-jährige leitende Tätigkeit in einem Unternehmen des gewerblichen Güterkraftverkehrs oder einer Spedition,
  • eine abgeschlossene Ausbildung zur/ zum Speditionskauffrau/-kaufmann,
  • eine Abschlussprüfung zur Verkehrsfachwirtin beziehungsweise zum Verkehrsfachwirt oder
  • eine Abschlussprüfung als Diplom-Betriebswirt/in oder Verkehrsfachwirt/in im Ausbildungsbereich Wirtschaft, Fachrichtung Spedition.


Einen Nachweis Ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit können Sie belegen über:

  • eine Eigenkapitalbescheinigung über das Geschäftsvermögen oder, falls dieses nicht ausreicht,
  • über eine Zusatzbescheinigung Ihres Privatvermögens.


Achtung:
Diese finanzielle Leistungsfähigkeit ist für jedes Fahrzeug zu erbringen, das Sie im gewerblichen Güterkraftverkehr einsetzen wollen. Für das erste Fahrzeug müssen Sie einen Betrag von 9.000 € und für jedes weitere Fahrzeug 5.000 € nachweisen. Dabei gelten auch Anhänger oder Auflieger als Fahrzeug. Diese Unterlagen dürfen nicht älter als 12 Monate sein. Einen Vordruck zum Nachweis erhalten Sie beim Ordnungsamt Ihrer Gemeinde.
Ein Führungszeugnis nach Belegart Null: Dieses beantragen Sie bei Ihrer
Meldebehörde.

  • Einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister: Auch dieses Papier beantragen Sie bei Ihrer Meldebehörde.
  • Einen Auszug aus dem Flensburger Verkehrszentralregister: Dieser wird in der Regel direkt von der für die Erteilung zuständigen Stelle gegen eine besondere Gebühr beschafft.
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen des für Sie zuständigen Wohnsitz- und Betriebsfinanzamts: Diese müssen Sie von allen Gemeinden oder Kreisen vorlegen, in denen Sie in den letzten 5 Jahren gewohnt haben beziehungsweise einem Gewerbe nachgegangen sind.
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Steueramts Ihres Wohn- und Betriebssitzes: Hier gelten dieselben Regeln wie bei der Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts.
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung Ihrer Krankenkasse: Diese brauchen Sie von allen Mitarbeitern, die Sie beschäftigen wollen.
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen: Diese erhalten Sie bei der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen, Ottenser Hauptstraße 54, 22765 Hamburg.
  • Einen Auszug aus der Schuldnerkartei: Diesen beantragen Sie beim Amtsgericht Ihres Wohnsitzes.
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Insolvenzgerichts: Diese beantragen Sie zusammen mit dem Schuldnerkarteiauszug.
  • 2 beglaubigte Auszüge aus dem Handelsregister: Wenn Sie als Personengesellschaft beziehungsweise als Bevollmächtigter einer juristische Person (AG, GmbH usw.) handeln, müssen Sie diese Abschriften beim zuständigen Handelsregister beantragen.
  • 2 Ausfertigungen des Gesellschaftervertrags, der Gesellschafterliste oder einer Vereinssatzung: Hier gilt das Gleiche wie für die Handelsregisterauszüge.
Logistik & Export aktuell

Praxis-Informationen für Logistiker und exportierende Unternehmen zu Lagerverwaltung, Exportkontrolle, Haftung, zum richtigen Umgang mit Ihrem Personal und zur Senkung von Treibstoffkosten.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen

Nutzen Sie jetzt die besten Praxistipps für Ihren Erfolg in der Transport- und Logistikwelt.

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen