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Als Fuhrparkmanager sind Sie nicht nur für die permanente Einsatzbereitschaft der betriebseigenen Fahrzeugflotte verantwortlich. Oft übernehmen Sie...

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Fahrzeugprüfung: So machen Sie es richtig

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Bevor Sie ein Fahrzeug in Betrieb nehmen, stellen Sie sicher, dass es einschlägige Vorschriften und Bestimmungen erfüllt. Im Einzelnen müssen Sie gewährleisten, dass es verkehrssicher ist und den Ansprüchen der Arbeitssicherheitsvorschriften genügt. Dabei spielt die BGG 961 eine besondere Rolle.Mehr zu diesem wichtigen Thema verrät der Fachinformationsdienst „LogistikManager” im folgenden Beitrag.

Wenn Sie ein neues Fahrzeug in Betrieb nehmen, sollte man eigentlich meinen, dass in puncto Sicherheit alles zum Besten bestellt ist. Denn bevor ein Hersteller für einen neuen Fahrzeugtyp eine straßenverkehrsrechtliche Betriebserlaubnis bekommt, muss er die Einhaltung der Bestimmungen der Straßenverkehrs- Zulassungsordnung (StVZO) durch ein Typgutachten eines anerkannten Sachverständigen nachweisen. Doch für Sie als Fahrzeugverantwortlichen ist dies nur die halbe Miete.

Ein Hersteller muss zwar für die Arbeitssicherheit des Fahrzeugs Sorge tragen, doch dies gilt nur für die Vorschriften der StVZO. Und das heißt für Sie: Fahrzeuge, Fahrzeugteile und Fahrzeugzubehör, die nicht unter die verkehrsrechtlichen Vorschriften fallen, müssen den Vorschriften des Gerätesicherheitsgesetzes entsprechen.

Vorsicht:Statten Sie ein neues Fahrzeug mit zusätzlichen Bauteilen und Zubehör aus, muss die Betriebssicherheit grundsätzlich durch einen Sachkundigen geprüft werden. Die Verantwortung eines Herstellers, Händlers oder Importeurs erstreckt sich immer nur auf das Fahrzeug und die Anbauelemente, die ihm geliefert wurden.

Verkehrssicher heißt nicht betriebssicher

In der Sicherheitsüberprüfung nach § 29 StVZO durch einen anerkannten Sachverständigen (etwa TÜV, DEKRA) wird festgestellt, ob ein Fahrzeug verkehrssicher ist und den Zulassungsbestimmungen entspricht. Die Betriebssicherheit wird hiermit nicht bescheinigt. Diese muss nach § 57 Abs. 1 Unfallverhütungsvorschrift (UVV) Fahrzeuge (BGV D29) separat durch einen Sachkundigen geprüft und bestätigt werden.

Doch mit der Verantwortlichkeit eines Herstellers oder auch der Prüfung eigener Anbauteile vor Inbetriebnahme eines Fahrzeugs ist es nicht getan. Denn nach besagtem § 57 UVV ist der Betreiber eines Fahrzeugs verpflichtet, dieses bei Bedarf, aber mindestens jährlich auf seine Betriebssicherheit zu überprüfen.

Diese Prüfung kann übrigens auch mit der Hauptuntersuchung (TÜV) zusammen durchgeführt werden, allerdings darf das Fahrzeug dann keine Mängel aufweisen.

Achtung: Bei Fahrzeugen, bei denen nach der StVZO keine Hauptuntersuchungen notwendig sind, muss der Sachverständige neben der Arbeitssicherheit auch die Verkehrssicherheit prüfen und attestieren.

Prüfergebnisse müssen immer dokumentiert werden

Mit der Prüfung allein ist es demnach nicht getan. Denn alle Ergebnisse müssen schriftlich festgehalten und bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Diese Dokumentationspf licht erstreckt sich auf folgende Punkte:

  • Prüfdatum
  • Name und Anschrift des Prüfers
  • Umfang der Prüfung
  • festgestellte Mängel
  • ausstehende Teilprüfungen

Das Prüfprotokoll ist grundsätzlich vom Prüfer abzuzeichnen, es empfiehlt sich auch eine Gegenzeichnung durch Sie als Fuhrparkverantwortlichen. So sehen Sie nämlich immer, ob alles in Ordnung ist.

Tipp: Beauftragen Sie beispielsweise eine Fachwerkstatt mit der Überprüfung nach BGV D29, achten Sie darauf, dass auf der Rechnung dieser Posten gesondert aufgeführt ist. So kann sich später niemand herausreden.

Verwenden Sie Prüfplaketten

Bei einem größeren Fuhrpark passiert es leicht, dass die Prüfung eines Fahrzeugs vergessen wird. Nutzen Sie deshalb grundsätzlich Prüfplaketten. Diese sollten immer gut sichtbar am Fahrzeug angebracht werden. Idealerweise befinden sie sich bei allen Fahrzeugen an derselben Stelle. So kann jeder Fahrer auf einen Blick feststellen, ob der nächste Prüftermin nicht schon überschritten wurde.

EXTRA

Diese Voraussetzungen muss ein Sachkundiger erfüllen

Ein Sachkundiger, der Prüfungen nach der BGG 916 durchführen darf, ist, wer seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung nach ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik hat und mit den staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften sowie allgemein anerkannten Regeln der Technik (wie BG-Regeln, DIN-Normen) vertraut ist. Er muss sich darüber hinaus mit den Regelungen der Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums so weit auskennen, dass er die Betriebssicherheit eines Fahrzeugs beurteilen kann.

Als Sachkundigen müssen Sie übrigens nicht zwangsweise externe Kräfte wie technische Überwachungsorganisationen (TÜV, DEKRA) bestellen. Es können auch eigene Mitarbeiter sein, die obige Voraussetzungen erfüllen. Ebenso können Sie Fachwerkstätten mit dieser Prüfung beauftragen.

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