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IHKs fordern Aussetzung der LKW-Maut

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Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage im Verkehrsgewerbe sind, nach Meinung der Industrie- und Handelskammern (IHK) Reutlingen, Ulm und Weingarten, zusätzliche Belastungen nicht zu verkraften. Daher fordern die 3 IHKs, die Erhöhung der Lastkraftwagen-Maut sofort auszusetzen.

"Die Mauterhöhung ist unter dem Eindruck der Hochkonjunktur beschlossen worden und wirkt sich jetzt krisenverschärfend und als Anti-Konjunkturprogramm für die Verkehrswirtschaft aus. Anders als in vielen Branchen geht es dabei nicht um staatliche Hilfen, sondern um den Schutz vor zusätzlichen staatlichen Belastungen", betonen sie.

Als Mindestmaßnahme fordern die IHKs, die Mautsätze für Euro-3-Lkw für eine gewisse Zeit in Richtung der Euro-5-Sätze abzusenken, da rund die Hälfte des Fuhrparks bei den Speditionen aus Euro-3-Fahrzeugen besteht, die erst seit wenigen Jahren im Einsatz und noch nicht abgeschrieben sind.

Die drastische Mautanhebung in dieser Emissionsklasse um fast 60 % hat zu einem massiven Fahrzeugwertverfall von 30 bis 50 % geführt. "Unter diesen Bedingungen ist eine Erneuerung der Fahrzeugflotten nicht leistbar. Anreize für umweltschonende Investitionen sind richtig, aber nicht mit der Brechstange zu erzwingen", warnen die IHKs. Nach Auffassung der IHKs müssen auch die europäischen Pläne für eine Stau-Maut umgehend gestoppt werden. Das EU-Parlament hat mit dem Beschluss zur Revision der Eurovignetten-Richtlinie den Weg für eine solche Zusatzsteuer geebnet. Danach können Lastkraftwagen zukünftig auf besonders staubelasteten Strecken mit bis zu 0,65 € pro Kilometer zur Kasse gebeten werden. Momentan liegt der durchschnittliche Mautsatz bei 0,185 € pro Kilometer.

Allein in Deutschland kommen über 1.000 Autobahn-Kilometer für eine Stau- Maut in Frage. Würden 10 % der Lkw- Fahrleistung zusätzlich mit Stau-Maut belastet, ergäben sich nach Berechung des DIHK (der deutschen Mutterorganisation der IHKs) Mehrkosten von jährlich 1,8 Mrd. € - das wäre für viele Frachtführer das Ende!

So schätzt der Chefredakteur des Fachinformationdienstes LogistikManager, die Lage ein: Eine Aufhebung der Mauterhöhung wäre für die deutsche Transportwirtschaft ein zweischneidiges Schwert, da davon auch die ausländische Billigkonkurrenz aus den neuen EU-Staaten profitieren könnte und die Kundschaft dann sehr schnell eine Kürzung der Fracht vornehmen würde, auch wenn zuvor gar keine Mauterhöhung bezahlt worden ist.

Fachleute schätzen die Chancen auf eine Rücknahme der Mauterhöhung allerdings mit der Tendenz gegen null ein, im Gegenteil: Es muss mit einer Ausweitung der Maut auf kleinere Fahrzeuge gerechnet werden (wie schon berichtet).

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