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Kosten senken durch eine verbesserte Personalpolitik

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Bei Dienstleistern ist der Posten "Personalkosten" ein sehr hoher Kostenfaktor, der vor allem in Krisenzeiten für Sie als Fuhrpark-Verantwortlichen eine große Belastung darstellt. Für viele so genannte Fachberater gibt es deshalb eine einfache Formel: Halbierung des Personals gleich Halbierung der Kosten!

Oder die anderen Varianten, die in der Praxis in den Unternehmen häufig zu beobachten sind: Scheidet ein Mitarbeiter aus, wird der Nachfolger bei gleicher oder steigender Arbeitsbelastung geringer entlohnt als sein Vorgänger. Alternativ gibt es noch die Arbeitsverteilungsvariante: Scheidet ein Mitarbeiter aus, wird kein neuer eingestellt, sondern die Arbeit auf andere verteilt!

Richtig: Rein optisch sinken die Personalkosten zunächst, aber - und das kann in allen Dienstleistungsbranchen mit steigender Tendenz beobachtet werden - die Produktivität des Personals sinkt mittelfristig beängstigend und erhöht somit den Personalkostenanteil der erbrachten Dienstleistung.

Tipp: Die Arbeitsproduktivität wird gemessen am geleisteten Nutzen für das Unternehmen im Verhältnis zu den Personalkosten, wobei der Nutzen höher als die Kosten sein sollte (muss). Ursache für diese negative Arbeitsproduktivität ist in erster Linie die zunehmende Überforderung des Personals verbunden mit mangelnder Motivation. Hinzu kommt noch die sinkende Qualifikation des "billigeren" Personals, die einhergeht mit der Flucht des erfahrenen Personals zur Konkurrenz oder in die Frühpensionierung.

Die quantitative Senkung des Personals ohne die Verringerung der Produktivität ist in der Regel nur bei sinkendem Auftragsvolumen möglich. Deshalb ist es primär notwendig, die bestehende Mannschaft qualitativ zu verbessern, um eine Kostensenkung verbunden mit einer Qualitätsverbesserung zu erreichen.

Bieten Sie Ihrem Personal Aus- und Weiterbildung an
Einige wenige Betriebe des Transportgewerbes haben dies erkannt und investieren in die interne und externe Aus- und Weiterbildung ihres Personals. Um den richtigen Effekt zu erreichen, erfolgt in diesen Unternehmen zusätzlich eine an die Qualifikation angepasste Personalentwicklung. Hiermit wird nachweislich eine mittel- und langfristig sichtbare Senkung der Gesamtkosten durch eine erhöhte Produktivität des Personals erzielt.

Der entscheidende Nutzen für den Betrieb ergibt sich aufgrund der Vertiefung von Fachkenntnissen im Umgang mit Mensch und Material, Motivationssteigerung durch aufgezeigte Aufstiegsmöglichkeiten bei entsprechender Qualifikation und Identifikation mit der Firma, wodurch sich gewisse Kostenspareffekte ergeben. Denn bekanntlich sind die kostengünstigsten Fach- und Führungskräfte in der Regel aus dem eigenen "Stall".

Derartige Produktivitätssteigerungen können auch schon bei kurzfristigen Maßnahmen, wie zum Beispiel durch Fahrpersonalschulungen für treibstoffschonendes Fahren oder optimale Ladungssicherung auf den Fahrzeugen, erreicht werden.

Führen Sie kreative Entlohnungssysteme ein
Auch fantasievolle Entlohnungssysteme können hierzu beitragen. Zum Beispiel können Anreize wie Anwesenheitsprämien, die nur bei Null-Fehlquote bezahlt werden, oder Schadenfreiheitsprämien, welche nur bei Schadenfreiheit von Fahrzeug und Fracht fällig werden, die Motivation erhöhen und somit die Kosten in diesen Bereichen nicht unerheblich senken.

Praxis-Beispiel: Der Fahrer bekommt einen Grundlohn, der niedriger ist als bei der Konkurrenz. Darauf aufgesattelt werden Prämien wie Schadenfreiheitsprämien, Anwesenheitsboni sowie Spesenzahlungen, die nicht nur von der Anwesenheit abhängig sind, sondern auch von der Sauberkeit des Fahrzeugs. Wenn nun der Fahrer alle Prämien bekommt, hat er letztendlich etwas mehr Bruttoentgelt als bei der Konkurrenz. Es lohnt sich folglich für das Fahrpersonal, kostengünstig zu arbeiten. Allerdings ist darauf zu achten, dass nicht mehr als ein Drittel des Bruttolohns als Prämie vergütet wird, da ein größerer Anteil bisher von den Arbeitsgerichten nicht akzeptiert wurde.

Nehmen Sie sich Zeit für die Personalpolitik

Mindestens einmal im Jahr ist es notwendig, dass die Unternehmensleitung über die Ziele der Personalpolitik und deren Realisierung nachdenkt. Hierbei kann es durchaus ratsam sein, externen Rat hinzuzuziehen, um den so genannten Tunnelblick zu verhindern. Mindestens ein Wochenende sollte für dieses Nachdenken geopfert werden, denn nur so kann alles in Ruhe ohne Tageshektik durchdacht werden.

Eines steht aus Erfahrung fest: Mit der "Brechstange" durchgesetzte Personalkosteneinsparungen sind kontraproduktiv und erhöhen mittel- bzw. langfristig die Kosten, was jeder Praktiker, der das bereits versucht hat, bestätigen kann! Binden Sie alle Leistungsträger, nach Möglichkeit auch den Betriebsrat, in Ihre Überlegungen mit ein, damit diese die „Botschaft“ bzw. neu erarbeitete Konzeptionen motiviert mittragen und sich diese damit leichter umsetzen lassen.

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