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Kosten senken im Fuhrpark: So können Sie nach Reifenpannen Geld sparen

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Reifenpannen sind nicht nur ärgerlich, sie können auch ganz schön ins Geld gehen. Denn neue Pneus kosten heute einiges, insbesondere, wenn das Fahrzeug mit Breitreifen ausgestattet ist. Doch mit ein wenig Umsicht Ihrer Fahrer und einer guten Werkstatt können Sie so manchen Euro sparen. Wie das geht, zeigt der LogistikManager.

Früher - zur Zeit der Schlauchreifen - war ein „Plattfuß“ bei einem Fahrzeug keine große Sache: Der Reifen wurde von der Felge abmontiert, der Schlauch entweder wie ein Fahrradschlauch geflickt oder ausgetauscht, alles wieder montiert und schon konnte es weitergehen. Doch mit der Einführung der schlauchlosen Reifen hat sich viel verändert. Hier kann nicht einfach schnell ein Schlauch eingezogen werden. So machte sich die allgemeine Ansicht breit, moderne Reifen müssten nach einer Panne grundsätzlich ausgetauscht werden.

Auch moderne Reifen lassen sich oft reparieren

Wussten Sie, dass über 90 Prozent aller Reifenschäden so genannte Einfahrschäden sind, bei denen nach dem Eindringen eines meist spitzen Gegenstands in die Lauffläche des Reifens die Luft langsam entweicht? Und genau solche Schäden dürfen bei Personen-, Lastkraft- und Leichtlastkraftwagen unter Umständen repariert werden. Wann dies geht, ist in der „Richtlinie zur Instandsetzung von Luftreifen“ geregelt, die das Verkehrsterium herausgegeben hat. Leider ist diese Richtlinie nicht frei verfügbar. Sie können Sie jedoch in gedruckter Form beim
Verkehrsblattverlag bestellen. Alternativ haben wir noch eine relativ günstige Download-Quelle gefunden, bei der Sie das Dokument im PDF-Format zum Preis von 8 € herunterladen können:
Für PKW-Reifen besagt diese Richtlinie, dass ein Reifen dann repariert werden darf, wenn

  • der Schaden in der Lauffläche nicht größer als 6 Millimeter ist,
  • der komplette Reifen vor der Reparatur komplett von der Felge abmontiert wurde und
  • ein Fachmann den Schaden untersucht und eine Reparaturfähigkeit festgestellt hat.

Der Fachmann wird dabei nicht nur untersuchen, ob sich der konkrete Schaden reparieren lässt, sondern auch den Allgemeinzustand des Reifens beurteilen. Ist der Reifen schon recht abgefahren, der Gummi porös oder sind die Reifenflanken durch Schnitte beschädigt, so wird er die Reparatur nicht durchführen.
Tipp: Um eine Reparatur überhaupt noch durchführen zu können, muss der Reifen in einem guten Zustand sein. Deshalb sollten Ihre Fahrer im Pannenfall immer folgende Ratschläge beherzigen:

  • Fahren Sie niemals mit einem Reifen, der zu wenig Luft enthält.
  • Prüfen Sie den Reifendruck regelmäßig und immer bei kalter Bereifung.
  • Fahren Sie nach Druckverlust im Reifen niemals weiter, sondern wechseln Sie das Rad so schnell wie möglich.
  • Verzichten Sie auf präventive Reifendichtmittel.
  • Fahren Sie auch bei so genannter Run-Flat-Bereifung nicht weiter

So wird der Reifen repariert
Vor der Reparatur prüft der Fachmann immer, wie stark die in der Karkasse des Reifens eingearbeiteten Stahllitzen in Mitleidenschaft gezogen sind. Häufig dringtnämlich beispielsweise ein Nagel glatt durch den Reifen und beschädigt dabei die Stahleinlage nicht. Stellt er dabei fest, dass die Stahlfäden zerstört und aufgespleißt sind, so lässt sich der Reifen nicht mehr reparieren. Denn die gebrochenen Stahlfäden würden beim sich durch die Fahrt verformenden Reifen wie eine Drahtbüste wirken, die den Gummi langsam, aber stetig zerstören würde.
Ist diese Prüfung zur Zufriedenheit ausgefallen, so wird der Schadenskanal zunächst gesäubert und abschließend mit einem passenden Pfropfen gefüllt und die Schadensstelle im Innenraum des Reifens mit einen Reparaturpflaster verschlossen. Danach kann der Reifen wieder auf die Felge montiert werden. Nun muss er nur noch gewuchtet werden und die Reparatur ist abgeschlossen.
Tipp: Auch wenn es immer wieder gern behauptet wird: Ein so reparierter Reifen ist nicht nur bedingt einsatzfähig. Auch die Geschwindigkeitsklasse ändert sich nicht. Sie können ihn also ganz normal weiterverwenden. Nur bei Extremsportwagen mit extrem hohen Höchstgeschwindigkeiten sollten Sie von einer Reparatur absehen. Eine gute Werkstatt wird aber hier die Reparatur von vornherein ablehnen.
Vorsicht bei präventiven Reifendichtmitteln
Manche Fuhrparkleiter schwören auf so genannte präventive Reifendichtmittel, die in den Reifen
eingespritzt werden und dort in einem halb flüssigen Zustand verbleiben. Dringt beispielsweise
ein Nagel ein, so dichtet das Mittel die Schadensstelle zumindest provisorisch ab. Werden kleinere
Fremdkörper anschließend entfernt, so kann das Mittel sogar manchmal dauerhaft abdichten. Ist
der Schaden aber größer, so taugen diese Mittel allenfalls als Notbehelf, um die nächste Werkstatt
anzufahren. Und hier ist dann auf alle Fälle ein neuer Reifen fällig, da sich solchermaßen
behandelte Pneus auf keinen Fall mehr mit einer Lochkanalfüllung reparieren lassen.

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