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Kraftstoff-Alternativen für den Fuhrpark: Informationen rund um Erdgas und Autogas

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Die Preise an den Zapfsäulen sind in den vergangenen Monaten förmlich explodiert. So mancher Fuhrparkverantwortliche denkt da über Alternativen zum Betrieb seiner Flotte nach. Eine der derzeit populärsten Alternativen ist der Gasbetrieb von Fahrzeugen. Mit Auto- und Erdgas stehen hier zwei unterschiedliche Techniken zur Auswahl, die erhebliches Sparpotenzial versprechen. Der LogistikManager hat sich die beiden Alternativen genau angeschaut und gibt Ihnen Tipps, wie Sie für Ihren Fuhrpark die geeignete Lösung finden.

Eine schnelle Kalkulation scheint das Einsparpotenzial durch den Einsatz von Erdgas und LPG überzeugend zu belegen. Dabei hilft uns der Amortisationsrechner, den Sie im Internet unter anderstanken.amortisationsrechner.de finden.

Doch auch wenn in dieser Schnellrechnung schon die jeweiligen Umrüst- und Mehrverbrauchskosten sowie Aufpreise berücksichtigt sind, zeigt erst eine umfassendere Analyse, ob sich der Umstieg für Sie auch wirklich lohnt.

Tipp: Gasbetrieb ist mit speziellen Motoren oder auch mit umgerüsteten Benzinmotoren möglich. Wenn Ihr Fuhrpark hauptsächlich aus LKW besteht, hat sich das Thema Gas für Sie eigentlich schon erledigt, da die Fahrzeughersteller keine solchen Fahrzeuge anbieten. Anders sieht es aus, wenn Ihr Fuhrpark hauptsächlich aus Kleintransportern oder PKW besteht. Hier können Sie entweder spezielle Fahrzeuge kaufen oder entsprechend umrüsten.

Unterschiede zwischen Auto- und Erdgas

  1. Autogas (LPG) Autogas, auch Liquid Petrol Gas (LPG) genannt, wird seit den 70er Jahren in größerem Umfang eingesetzt. So fuhren schon damals in Italien viele Fahrzeuge mit dieser Technik, und auch die gesamte Autobusflotte der Wiener Verkehrsbetriebe setzt sie ein. LPG ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das in Zusatztanks bei einem Druck von etwa 8 bar gespeichert wird. Der vorhandene Benzintank bleibt erhalten, und das Fahrzeug kann beide Treibstoffarten nutzen. Diese Fahrzeuge werden meistens im Benzinbetrieb gestartet und nach dem Warmlaufen des Motors automatisch auf Gasbetrieb umgeschaltet. Die Umrüstung eines Fahrzeugs mit Ottomotor auf Autogas ist prinzipiell recht einfach, außer bei Benzin-Direkteinspritzern. Leider hat sich weltweit noch kein einheitliches Betankungssystem durchgesetzt, was beim internationalen Einsatz Ihrer Fahrzeuge Probleme aufwerfen kann. Da diese Fahrzeuge aber auch mit herkömmlichen Benzin betrieben werden können, stellt die Betankungssystem-Vielfalt keinen größeren Nachteil dar. In Deutschland gibt es bereits, so das Internetportal www.gas-tankstellen.de über 3.800 LPG-Gastankstellen.

  2. Erdgas (CNG) Erdgas, auch Compressed Natural Gas (CNG) genannt, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, doch erst 1994 gingen solche Fahrzeuge in Serie. Grundsätzlich lassen sich nur Ottomotoren auf Erdgasbetrieb umstellen, allerdings kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit den Ventiltrieben, die sich durch Modifikationen aber in den Griff bekommen ließen. Bei Umrüstungen bleibt der normale Benzintank erhalten, ein bivalenter Betrieb ist also möglich. Inzwischen bieten eine Reihe von Herstellern Erdgasfahrzeuge an. Diese können entweder beide Kraftstoffarten verwenden oder sind primär auf den Erdgasbetrieb ausgelegt. Letztere sind in der Regel sparsamer, da ihre Motoren speziell auf die Eigenarten von Gas optimiert sind. Doch auch hier ist meistens noch ein Benzintank vorhanden, der einen Notbetrieb erlaubt. Der wesentlich höhere Druck von 200 bar bei Erdgasanlagen ist heutzutage technisch kein Problem mehr. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 790 Erdgastankstellen.

Es gibt in Europa 3 verschiedene Tanksysteme, die sich allerdings mit Adaptern verbinden lassen.

Das sollten Sie vor dem Umstieg auf Gas berücksichtigen Grundsätzlich büßen Motoren beim Gasbetrieb immer etwas Leistung ein. Dieser Leistungsverlust bewegt sich bei modernen Flüssiggasfahrzeugen etwa bei 4 %, bei nachgerüsteten Erdgasfahrzeugen bei etwa 10 %. Der Leistungsverlust bei Gas-Serienfahrzeugen ist vernachlässigbar, da die Motoren auf diesen Treibstoff optimiert sind. Beachten Sie vor Ihrem Umstieg unbedingt immer diese 4 Punkte:

  • Tankstellen: Gerade Erdgastankstellen sind noch immer recht dünn gesät. Prüfen Sie daher, ob Ihre Fahrzeuge auf ihren Touren eine Erdgastankstelle in erreichbarer Nähe haben beziehungsweise mit einer Tankfüllung eine Tour schaffen.
  • Autogas: Vorhandene Fahrzeuge lassen sich leichter und preiswerter umrüsten. Darüber hinaus sind die erzielbaren Reichweiten meistens höher.
  • Erdgas: Die Umrüstung vorhandener Fahrzeuge ist aufwändiger. Auch liegen die erzielbaren Reichweiten bei nachgerüsteten Fahrzeugen unter denen autogasbetriebener Fahrzeuge. Darüber hinaus wird der vorhandene Stauraum durch die schweren und großen Tanks erheblich eingeschränkt. Bei Erdgas-Serienfahrzeugen entfallen diese Nachteile, da die Tanks meistens Unterflur eingebaut sind.
  • Werkstatt: Ihre Flotte muss auch gewartet werden. Prüfen Sie, ob sich in der Nähe Ihres Unternehmens eine Werkstatt mit Gas-Erfahrung befindet.
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