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Kuppelunfälle vermeiden: 12-Punkte-Check

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Kuppelunfälle stehen bei den tödlichen LKW-Unfällen an 2. Stelle. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass meistens nicht technische Mängel, sondern falsches Verhalten der Beteiligten den Unfall verursacht hat.

Uwe E. Wirth, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes LogistikManager, rät: Weisen Sie als Verantwortlicher Ihr Ladepersonal in regelmäßigen Unterweisungen auf die wichtigsten Regeln beim Kuppeln hin.

Insbesondere sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf folgende Punkte haben:

  1. Achten Sie darauf, dass Anhänger auf ebenem Gelände immer mit einer Feststellbremse oder mit Keilen gegen unbeabsichtigtes Bewegen gesichert sind.
  2. Bei abschüssigem Gelände sollten Sie auf Nummer sicher gehen und eine Sicherung mit Feststellbremse und Keil verlangen.
  3. Unterbinden Sie das beliebte Abrollen von Fahrzeugen unter Ausnutzung eines Gefälles. Gerade hierbei kommt es schnell zu nicht mehr beherrschbaren Geschwindigkeiten.
  4. Sind die Fahrzeuge mit selbsttätigen Anhängerkupplungen und Höheneinstellungen versehen, darf sich beim Heranfahren des Zugfahrzeugs niemand zwischen den Fahrzeugen aufhalten.
  5. Nach dem Kupplungsvorgang müssen Ihre Mitarbeiter die sichere Verbindung der Fahrzeuge in jedem Fall überprüfen und auch Licht- und Bremsanschlüsse kuppeln. Gerade bei kurzen Rangierarbeiten wird hier oft geschludert!
  6. Besitzen die Fahrzeuge keine selbsttätigen Anhängerkupplungen, sollten Sie von Ihrem Personal und auch von den Fahrern die Sicherung des Bolzens mit Stiften oder Haken verlangen.
  7. Halten Sie die Beteiligten dazu an, darauf zu achten, dass sich bei Fahrzeugen mit Drehschemellenker keine Personen seitlich des Fahrzeugs aufhalten. Dabei hat es durch Umkippen des Hängers schon viele Unfälle gegeben. Auch beim Beladen mit eingeschlagenem Drehschemel kommt es oft zum Kippen des Hängers. Auch hier gilt also: keine Personen neben dem Fahrzeug!
  8. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, doch die Ladungssicherung wird immer häufiger nicht ausreichend beachtet. Machen Sie immer wieder einmal Stichproben und sprechen Sie Nachlässigkeiten deutlich an.
  9. Auch beim Zurücksetzen kommt es immer wieder zu folgenschweren Unfällen. Halten Sie deshalb Fahrer wie Hilfskräfte dazu an, auf Personen- und Sachgefährdung zu achten. Bei schwierigen Sichtverhältnissen muss also immer eine geeignete Person die Fahrzeuge einweisen. Dabei darf der Einweiser keine andere Tätigkeit „nebenher“ erledigen, sondern er muss seine gesamte Aufmerksamkeit dem Einweisen widmen.
  10. Die Einweiser müssen sich grundsätzlich im Sichtbereich des Fahrers aufhalten.
  11. Oft kann man beobachten, dass sich Einweiser zwischen Fahrzeug und Hindernissen wie beispielsweise Rampen aufhalten. Hier kommt es immer wieder zu Unfällen mit tödlichem Ausgang. Weisen Sie Ihr Personal also eindringlich auf die Gefahren hin!
  12. Einweiser sollten immer die Handsignale nach DIN 33409 verwenden.
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