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Mietwagen: Sorgfaltspflicht für Fahrer

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Technik macht heutzutage das Autofahren leichter. Insbesondere die modernen Einparkhilfen sind recht beliebt, erleichtern sie doch das Einfädeln in knappe Parklücken erheblich. Doch Vorsicht: Kommt es zu einem Schaden, weil die Parkhilfe nicht Alarm geschlagen hat, so ist der Fahrer oft trotzdem schuld am Schaden und muss ihn selber tragen.Eine teure Erfahrung bezüglich der Fahrerverantwortlichkeit musste ein Fahrer machen, der bei einer Autovermietung ausdrücklich ein Fahrzeug mit einer Parkhilfe gemietet hatte. Doch trotz dieser Technik passierte ihm ein Missgeschick, als er versuchte, in einem Parkhaus rückwärts in eine Parklücke zu fahren. Er verließ sich nämlich blind auf die feine Technik und fuhr so ‘nach Gehör’. Was er - weil er auf den obligatorischen Blick nach hinten verzichtete - übersah, war der Hohlraum in der Wand, der sich gemeinerweise genau in der Höhe des Sensorfelds befand und so das System narrte. Es kam, wie es kommen musste: Er führ heftig gegen die Wand und beschädigte dabei das Mietfahrzeug. Welche Folgen dies für den Fahrer hatte, und wie Sie eine solche Situation von vornherein vermeiden...

Da im Mietvertrag ein Selbstbehalt des Fahrers von 750 € war, verlangte das Mietunternehmen genau diesen Betrag vom Mieter. Dieser war jedoch damit nicht einverstanden, da seiner Meinung nach das Parkhilfesystem nicht richtig funktioniert hätte und er so nichts für den entstandenen Schaden könne. So ging der Fall vor das Amtsgericht München. Und dies gab dem Vermieter Recht. Auch eine noch so ausgefeilte Technik entbindet nämlich den Fahrer eines Fahrzeugs nicht von seiner Aufmerksamkeitspflicht und seiner Verantwortung.
Beim Rückwärtsfahren muss der Fahrer nämlich immer den Blick nach hinten wenden und darf sich niemals blind auf eine Parkhilfeeinrichtung verlassen. Hätte er nämlich im vorliegenden Fall nach hinten geblickt, so wäre ihm der Hohlraum in der Wand aufgefallen und er hätte rechtzeitig bremsen können. (Amtsgericht München, Az.: 275 C 15658/07)
Tipp: Machen Sie dieses Urteil Ihren Fahrern bekannt und machen Sie ihnen klar, dass sie beim Rückwärtsfahren immer den Blick nach hinten wenden sollen. Andernfalls kann nämlich dem Fahrer zumindest eine Fahrlässigkeit unterstellt werden.

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