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Sale-and-Lease-back-Verfahren im Fuhrpark: So bleibt Ihr Unternehmen trotz Fahrzeuganschaffungen liquide

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Das wirtschaftliche Umfeld ist hart, und auch die Kapitalbeschaffung für Investitionen wird immer schwerer. Das führt bei vielen Unternehmen zu einer angespannten Lage hinsichtlich der freien finanziellen Mittel, also der Liquidität. Doch mit dem „Sale-andlease-back“-Verfahren können Sie mit Ihrem Fuhrpark schnell und sicher für freie Mittel sorgen.

Beim „Sale-and-lease-back“ verkauft ein Unternehmen einen Teil seiner beweglichen oder unbeweglichen Wirtschaftsgüter, um sie dann vom Käufer wieder zurückzukaufen oder zuleasen.
Achtung: So reizvoll das Sale and- lease-back-Verfahren auf den ersten Blick auch scheint, sollte kein Unternehmen vorschnell zu dieser Methode greifen. Warum hier ein hohes Maß an Vorschau und Umsicht gefragt sind, und wie das Verfahren im Fuhrpark eingesetzt werden kann, zeigt der weitere Beitrag aus dem Fachinformationsdienst LogistikManager.
Denn werden zum Beispiel Betriebsimmobilien wie Lager- oder Produktionshallen verkauft und dann zurückgemietet, so kann dies weit reichende Konsequenzen für die strategische Ausrichtung eines Unternehmens haben.
Auch im Hinblick auf die Kreditwürdigkeit können sich schnell recht unangenehme Folgen ergeben, da der Wert des Betriebs natürlich geringer wird. Ebenso haben solche Konstruktionen oft sehr nachhaltige Auswirkungen auf die Bilanzierung eines Unternehmens. Deshalb sollte sich jeder Betrieb bei Überlegungen, die Liquidität mit dieser Maßnahme zu verbessern, von unabhängigen Beratern helfen lassen. Das können Steuerberater, die Hausbank oder auch Finanzierungsberater sein. Darüber hinaus wird ein weiterer Aspekt des Sale-and-lease-back bei vielen solcher Modelle oft nicht ausreichend berücksichtigt.
Zwar kommen Sie so schnell zu freien finanziellen Mitteln, aber auf der anderen Seite kommen zum Teil erhebliche Miet- beziehungsweise Leasinglasten auf das Unternehmen zu, die über einen längeren Zeitraum anfallen.
Und diese Zahlungen müssen sich immer aus dem laufenden Geschäft decken lassen. Wie Sie sehen, hat Sale-and lease-back auch seine Schattenseiten, insbesondere bei nicht beweglichen Gütern.
Doch bei genauerer Betrachtung treffen oft die Gründe, die bei Immobilien gegen dieses Verfahren sprechen, auf Fuhrparks, die sich im Besitz Ihres Unternehmens befinden, nur teilweise zu.
So funktioniert das Sale-and-lease-back beim Fuhrpark
In den meisten Unternehmen spielen die Fahrzeuge, die sich im Eigenbesitz befinden, keine übergeordnete strategische Rolle für den lang- und mittelfristigen Erfolg einer Firma. Die Gründe liegen auf der Hand:
- Fahrzeuge - in der Regel alle PKW und auch Transporter beziehungsweise LKW - sind Investitionsgüter, die relativ schnell und sicher abgeschrieben und auch ausgetauscht werden.
- Meist ist mit dem Fuhrpark keine strategische Aufgabe verbunden, da der Markterfolg eines Unternehmens kaum davon bestimmt wird, mit welchen Fahrzeugen der Außendienst unterwegs ist.
- Da Sie auch beim Leasing oder bei der Miete von Fahrzeugen bestimmen können, welche Art von Fahrzeugen Sie von welchen Herstellern bevorzugen, behalten Sie alle Steuerungsmöglichkeiten, wie bei einem Kauf.
-Instandhaltung und Wartung der Fahrzeuge bleiben ebenfalls in Ihren Händen, beziehungsweise Sie können diese Leistungen mit in den Leasing- oder Mietvertrag aufnehmen. Hier können Sie sogar manchen Euro sparen, denn ein leistungsstarker Partner hat oft die Möglichkeit, seinerseits bei Dienstleistern wie Werkstätten bessere Konditionen auszuhandeln.
- Sie müssen nicht in jedem Fall komplett auf ein Sale-and-lease-back- Verfahren umsteigen. So bietet es sich häufig an, beispielsweise die Fahrzeuge, mit denen Ihr Außendienst oder die Montagetrupps unterwegs sind, nicht zu kaufen beziehungsweise an einen Dienstleister zu verkaufen.

Tipp:
Bei Sonderfahrzeugen, wie speziellen Transport- oder Monteursfahrzeugen mit besonderen Werkstattausrüstungen, sollten Sie immer mit möglichst spitzem Stift nachrechnen. Denn je stärker die Fahrzeuge mit individuellen Ausstattungen ausgerüstet sein müssen, umso schwieriger wird es für eine Miet- bzw. Leasinggesellschaft, sie nach Ablauf der Mietzeit weiterzuverkaufen.
Auch bei der Frage, wann und wie Sie genau auf Sale-and-lease-back umsteigen wollen, sollten Sie genau analysieren. Denn es ist beileibe nicht immer der beste Weg, ein Leasingunternehmen aufzusuchen und dort anzuklopfen, ob es Interesse hätte, Ihren Fuhrpark zu kaufen und anschließend einen Leasing- bzw. Mietvertrag mit Ihnen abzuschließen. Sie können nämlich die Kapitalbindung im Fuhrpark auch nach und nach verringern, indem Sie für Altfahrzeuge, die außer Dienst gestellt werden, keinen Ersatzkauf tätigen, sondern zum Leasing oder auch zur Miete greifen.

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