Gratis-Download

Erfahren Sie hier, wie Sie Mitarbeitergespräche als Führungsinstrument sinnvoll und effizient einsetzen und welche klaren Gesprächsstrukturen bei...

Jetzt downloaden

Unfaire Beurteilung – Nein danke!

0 Beurteilungen
Mitarbeiterfuehrung Beurteilung

Von Günter Stein,

Nichts demotiviert Beschäftigte mehr, als wenn sie sich ungerecht beurteilt fühlen. Prüfen Sie sich deshalb selbst, ob Sie Ihre Mitarbeiter immer fair beurteilen.

Nichts demotiviert Beschäftigte mehr, als wenn sie sich ungerecht beurteilt fühlen. Denn wieso sollen sich Mitarbeiter anstrengen, wenn sie glauben, dass sie bei ihrem Vorgesetzten sowie keine Chance auf Anerkennung haben? Prüfen Sie sich deshalb selbst, ob Sie Ihre Mitarbeiter immer fair beurteilen:

Selbsttest: Prüfen Sie Ihre Fairness bei der Beurteilung

  ja nein
Ich versuche, bei der Beurteilung von Mitarbeitern zunächst die Fakten zu prüfen.
Wenn Mitarbeiter schlecht über einen Kollegen sprechen, lasse ich mich davon nicht beeinflussen.
Ich weiß, dass jeder Mensch anders ist. Deshalb schließe ich nicht von mir auf andere.
Ich verallgemeinere nicht, sondern prüfe stets den Einzelfall.

Ich weiß, dass mein Urteil nur für eine bestimmte Arbeitssituation gilt, nicht für den Mitarbeiter generell.

Ich fälle kein Urteil zwischen Tür und Angel, sondern nehme mir Zeit dafür.
Ich weiß, dass ich mich irren kann, und bin offen, mein Urteil zu korrigieren.

Ich weiß, dass mir manche Typen von Menschen grundsätzlich sympathischer sind als andere. Deshalb bin ich bei der Beurteilung von mir nicht sympathischen Personen besonders sorgfältig.

 

Auswertung: Je mehr dieser Aussagen Sie bejahen können, desto eher können Sie sich selbst das „Gütesiegel Fairness“ verleihen.

Warum das Ganze? Deshalb:

Keine voreiligen Schlussfolgerungen bei der Beurteilung

Nur weil Ihnen bei einem Mitarbeiter mehrere Male aufgefallen ist, dass er nach der Mittagspause nicht am Arbeitsplatz war, muss er nicht die Mittagspause überzogen haben. Vielleicht legt er aus sachlichen Gründen Arbeitsgänge direkt in den Anschluss an seine Mittagspause, weil der Weg von der Kantine aus kürzer als von seinem Arbeitsplatz ist? Es gibt viele Möglichkeiten, warum Mitarbeiter sich in einer bestimmten Weise verhalten, und nicht jede davon ist verwerflich.

Ihr faires Verhalten: Sie beobachten das Verhalten des Mitarbeiters eine Weile und versuchen festzustellen, warum er sich in dieser Weise verhält. Finden Sie nichts heraus, sprechen Sie ihn darauf an.

Unbewusste Vorurteile vermeiden

Die meisten Menschen haben unbewusste Vorurteile, z. B. „Ältere Menschen lassen in ihrer Leistung nach“. Diese Vorurteile wirken wie eine Schublade, in die jedes Problem mit dem Mitarbeiter einsortiert wird: „Aha, er lässt nach.“

Ihr faires Verhalten: Wenn Sie glauben, dass ein Mitarbeiter in seiner Leistung nachlässt, sollten Sie zuerst die objektiven Daten prüfen: geleistete Arbeits- und Überstunden, durchgeführte Arbeitsgänge, Fehlerhäufigkeit und andere Kriterien, die sich objektiv prüfen lassen. Erst dann können Sie wirklich sagen, ob es mit dem Mitarbeiter ein Problem gibt.

Ereignisse nicht überbewerten

Manche Ereignisse überstrahlen alle anderen, weil sie herausragend sind. So können die dürftigen Verkaufsergebnisse eines ganzen Jahres in den Hintergrund treten, weil es dem Mitarbeiter gelungen ist, einen Großkunden zu gewinnen. Manche Beschäftigte machen daraus ein Arbeitsprinzip: Sie strengen sich gelegentlich sehr an, um dann wieder ungestört ihre unterdurchschnittlichen Leistungen abliefern zu können. Umgekehrt kann ein einziger schwer wiegender Fehler die gute Leistung vieler Monate verblassen lassen.

Ihr faires Verhalten: Lassen Sie sich deshalb nicht von einzelnen Ereignissen blenden, sondern prüfen Sie die Gesamtleistung.

Beurteilung: Wen Sie nicht kennen, beurteilen Sie schlechter

Führungskräfte neigen dazu, Mitarbeiter, die sie gut kennen, besser zu beurteilen als Mitarbeiter, mit denen weniger Kontakt besteht. Manche Mitarbeiter sind aber introvertierter, ohne dass dadurch ihre Leistung geschmälert wird. Bei anderen Mitarbeitern gibt es vielleicht sachliche Gründe, z. B. ein Arbeitsgebiet, das nur wenig Rücksprache mit Ihnen erfordert.

Ihr faires Verhalten: Versuchen Sie bei Gelegenheit, den Mitarbeiter besser kennen zu lernen und sich für sein Arbeitsgebiet zu interessieren.

Deutlichen Aussagen nicht ausweichen

Manche Führungskräfte halten sich mit Lob zurück, weil sie befürchten, dass sich daraus wachsende Ansprüche von Mitarbeitern ergeben. Auch Kritik wird, wenn überhaupt, nur vorsichtig ausgesprochen, um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Das frustriert Mitarbeiter auf Dauer, weil sie kein ehrliches Feedback bekommen und deshalb nicht einschätzen können, ob Sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind oder nicht.

Ihr faires Verhalten: Geben Sie regelmäßig Feedback und drücken Sie sich nicht vor unangenehmen Aussagen.

Tipp: Sie erreichen fast automatisch eine größere Beurteilungs-Fairness, wenn Sie sich angewöhnen, vor einem Urteil den betroffenen Mitarbeiter anzuhören. Denn manchmal verfügen Sie nicht über alle Informationen oder es gab nachvollziehbare Gründe für das Verhalten des Mitarbeiters.

 

Erfolgreiche Mitarbeiterführung

Lernen Sie die wichtigsten Führungsgeheimnisse für erfolgreiche Vorgesetzte kennen und bekommen Sie zufriedene Mitarbeiter.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
28 Beurteilungen
7 Beurteilungen
13 Beurteilungen
Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Der persönliche 15-Minuten-Coach für erfolgreiche Führungskräfte, Chefs und Vorgesetzte.

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Stark in der Region: Aktuelle Entwicklungen und Empfehlungen für Personalentscheider

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Sichern Sie sich jetzt Ihr gutes Recht als Arbeitgeber