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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Offenes Fehlermanagement

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Der Umgang mit eigenen Fehlern gehört zu den sensibelsten Führungsaufgaben. In vielen Unternehmen fehlt eine offene Fehlerkultur. Führungsqualität und Vorbildfunktion werden von Ihnen als Führungskraft gleichermaßen gefordert.

Lernen Sie aus dem Umgang mit Fehlern, die Sie selbst zu verantworten haben, positive Impulse für die Zukunft ableiten und auf diese Weise das Vertrauen Ihres Vorgesetzten sowie Ihrer Mitarbeiter
in Sie weiter festigen.

Erkennen Sie Fehler als Teil Ihres Arbeitsalltags an, "Wer nichts falsch machen will, wird nicht alles richtig machen", schrieb im vergangenen Jahrhundert der deutsche Publizist Franz Luwein. Er umschrieb damit einen Tatbestand, an dem keine Führungskraft vorbeikommt: Wo gearbeitet wird, werden auch Fehler gemacht. Generell lassen sich Fehler auf Grund ihrer Auswirkungen in 3 verschiedene Gruppen unterteilen:

  1. Serienfehler: Bei einem immer wiederkehrenden Prozess tritt jeweils der gleiche Fehler auf. Beispiel: Auf Grund eines Programmierfehlers in einer Software werden Gebühren und Erstattungen falsch berechnet.
  2. Fehler mit weitreichenden Folgen: Bereits in der Planung von Abläufen, Vorhaben und Projekten entstehen Fehler, die gravierende Auswirkungen auf die Durchführung und das Ergebnis haben. Beispiel: Eine Ausschreibung muss aufgehoben werden, weil sie ungenau formuliert war.
  3. Fatale Einzelfehler: Schicksalhaft sind Fehler, die einzelne Mitarbeiter verursachen und wodurch schlagartig das gesamte Unternehmen gefährdet wird. Beispiel: Ein Mitarbeiter gibt der Presse eine falsche Information. Die Geschäftsleitung muss dementieren.

So gehen Sie mit eigenen Fehlentscheidungen um

Niemand ist gegen Fehlentscheidungen gefeit ­auch Sie nicht. Sicherlich wäre es in einer solchen Situation nahe liegend, die Fehlentscheidungzu verheimlichen, ohne Rücksicht auf die Folgen durchzuziehen ­schließlich sind Sie ja der Vorgesetzte ­ oder später andere dafür verantwortlich zu machen. Vielleicht werden Sie das ein oder andere Mal mit einem solchen Verhalten durchkommen. Wenn Sie für sich aber keine Lehren daraus ziehen, kann sich der Fehler schnell wiederholen, außerdem wird sich Ihr Schutzverhalten irgendwann negativ auf Ihre Führungskompetenz auswirken. Hier ist umsichtiges Handeln gefragt:

1. Schritt: Leiten Sie umgehend Ihr Fehlermanagement ein

Nach Bekanntwerden eines Fehlers sind unterschiedliche Reaktionen des Umfelds ­ von Anteilnahme über Mitleid bis hin zu Tadel und Häme ­ unvermeidlich. Wie Ihr Umfeld reagiert, sagt viel über die Kultur in Ihrem unternehmen aus. Auf jeden Fall wird man von Ihnen mit Recht erwarten, dass Sie sich zu Ihrer Fehlentscheidung bekennen, selbst aktiv werden, um die Auswirkungen zu minimieren, und zukünftige Auftreten von Fehlern vermeiden.

2. Schritt: Analysieren Sie möglichen Folgen der Fehlentscheidung

Sobald Sie Ihre Fehlentscheidung als solche erkannt haben, sollten Sie unverzüglich eine sorgfältige Analyse der Auswirkungen vornehmen. Dies ist bereits die 1. Bewährungsprobe für Sie als Führungskraft. Denn nur Sie verfügen in der Regel über den erforderlichen Überblick, um aus einer 1. Analyse die notwendigen Sofortmaßnahmen und weitere Schritte abzuleiten. Fragen Sie hierfür sich und alle betroffenen Mitarbeiter:

  • Was ist genau schief gelaufen?
  • Welche Bereiche sind von dem Fehler betroffen?
  • Wer muss umgehend nach Erkennen des Fehlers in Kenntnis gesetzt werden?
  • Welche sofortigen Korrekturmaßnahmen sind erforderlich?

3. Schritt: Agieren Sie offen gegenüber Ihrem Vorgesetzten

Ihr Vorgesetzter muss völlige Klarheit über Ausmaß, Folgen und Ursachen eines Fehlers haben. Informieren Sie ihn daher umgehend, sobald Sie den Status quo Ihrer Fehlentscheidung ermittelt haben. Unterbreiten Sie ihm zugleich erste Vorschläge, wie Sie die Folgen beseitigen und / oder zukünftige Fehler vermeiden wollen. Nur so können Sie das Vertrauen Ihres Vorgesetzten in Ihre Führungskompetenz zurückgewinnen.

4. Schritt: Entschuldigen Sie sich bei den Betroffenen

Nehmen Sie Kontakt zu denjenigen auf, die von Ihrer Fehlentscheidung negativ betroffen sind, und entschuldigen Sie sich. Dadurch können Sie in den meisten Fällen nicht nur die Situation entkrampfen, sondern Sie zeigen auch Charisma. Außerdem erhalten Sie im persönlichen Gespräch mit den Leidtragenden eventuell nützliche Hinweise darauf, wie Sie solche Fehlentscheidungen zukünftig vermeiden können.

5. Schritt: Stehen Sie zu Ihrer Fehlentscheidung im Team

Ist Ihr Team betroffen, müssen Sie sich auch förmlich vor Ihrem Team zum Fehler bekennen. Dies erwarten Ihre Mitarbeiter von Ihnen, so wie Sie dies auch von Ihren Mitarbeitern erwarten. Stellen Sie anschließend Ihr Konzept zur Fehlerbewältigung vor. Sie beweisen dadurch Führungsstärke und zeigen, dass Sie die Herausforderung im Griff haben.

6. Schritt: Ziehen Sie für sich persönliche Lehren

Die Fehlentscheidung wird sich mit Sicherheit positiv auf Ihre weitere persönliche Entwicklung und Ihre Führungsstärke auswirken, vorausgesetzt Sie sind bereit, aus Ihrer Fehlentscheidung systematisch zu lernen.

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