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Schwieriger Chef

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Brüllaffe, fachlich eine Null, ohne Führungskompetenz, ein Kontrollfreak – bei solchen Cheftypen sind Konflikte programmiert.

Das wissen 88 % der Arbeitnehmer in Deutschland. Denn sie gaben in einer Studie des Geva-Instituts, München, an, dass sie Schwierigkeiten mit ihrem aktuellen oder früheren Vorgesetzten hatten beziehungsweise haben. Jeder 5. sagte sogar, dass er seinen Chef hasst. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Schwieriger Chef Typ 1: Ohne Rückrad

Er hält seine Zusagen nicht ein: Haben Sie oder Ihr Team einen Fehler gemacht, steht er nicht für Sie gerade. Vielmehr buckelt er vor seinem eigenen Vorgesetzten und schiebt die Schuld auf andere oder fällt dem Team in den Rücken.

Ihre Strategie: Macht Ihr Chef Ihnen Zusagen, an die er sich später nicht erinnert oder die er verwirft, sichern Sie sich ab. Überprüfen Sie, dass Sie ihn richtig verstanden haben. Erinnern Sie ihn an seine Versprechen. Halten Sie eventuell mündlich gemachte Zusagen schriftlich fest, etwa in einem Sitzungsprotokoll oder in einer E-Mail. Lässt Ihr Chef Sie oder Ihr Team nach einem Patzer im Regen stehen, nehmen Sie das zunächst nicht persönlich. Ihr Chef ist konfliktscheu, ohne Selbstbewusstsein. Versorgen Sie ihn mit guten Argumenten. Nehmen Sie ihn bei wichtigen Entscheidungen an die Hand. Erlebt Ihr Chef Ihre konstruktive Kritik und Loyalität, wird sich sein Selbstbewusstsein entwickeln.

Schwieriger Chef Typ 2: Der Brüllaffe

Er ist ein unbeherrschter Choleriker, der leicht in Wut gerät. Er beschimpft seine Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft und stellt Einzelne bloß.

Ihre Strategie: Im harmlosesten Fall ist Ihr Chef besonders temperamentvoll. Wahrscheinlich wollte er das Thema mit Ihnen unter 4 Augen besprechen, aber dann  reichte ein Tropfen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. In diesem Fall nehmen Sie ihm seinen Temperamentsausbruch nicht übel. Meist geht dieser Chef ebenso hemmungslos mit überschwänglichem Lob um. Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Chef merkt gar nicht, wie er übers Ziel hinausschießt, sollten Sie mit ihm reden. Vielleicht fehlt ihm die emotionale Intelligenz, solche Situationen richtig wahrzunehmen. Führen Sie ein Kritikgespräch mit ihm. Manche Chefs gefallen sich jedoch in der Machtrolle, Mitarbeiter herunterzuputzen, um sie klein zu halten. In einem solchen Fall suchen Sie Rat bei einer vertrauenswürdigen Führungskraft, und versuchen Sie, den Konflikt zwischen Vorgesetztem und Team durch Mediation zu lösen.

Schwieriger Chef Typ 3: Fachliche Null

Von der Materie Ihrer Abteilung hat dieser Chef nur eine vage Vorstellung. Er kann in Ihren Augen professionelle Entscheidungen nicht richtig beurteilen und lehnt oft Entscheidungen ab, die aus Ihrer Sicht zwingend sind.

Ihre Strategie: Regel Nummer 1 lautet: Ihr Chef muss kein Alleskönner sein. Auch wenn er Ihnen fachlich nicht das Wasser reichen kann, hat er andere Qualitäten, die ihn auf den Chefsessel katapultiert haben. Machen Sie sich die Stärken Ihres Chefs bewusst.

Übersicht: Chef-Stärken

  • Mein Vorgesetzter ist zielorientiert.
  • Er führt Verhandlungen souverän.
  • Er verfügt über ein sicheres Auftreten.
  • Es fällt ihm leicht, zu überzeugen und zu motivieren.
  • Er legt Wert auf Effizienz.
  • Er denkt kundenorientiert.
  • Er ist verlässlich.
  • Er ist belastbar und hat ein gesundes Selbstbewusstsein.
  • Er ist analytisch, strategisch, vorausschauend.

Beißen Sie sich nicht an den Schwächen Ihres Chefs fest, sehen Sie seine Stärken. Empfehlen Sie sich auf fachlicher Ebene als Experte.

Schwieriger Chef Typ 4: Der Führungsschwache

Er trifft ungern Entscheidungen, weil er es am liebsten allen gerecht machen möchte. Aus Unsicherheit fragt er zig Kollegen nach ihrer Meinung. Aus Angst, einen Fehler zu machen, wirft er einmal getroffene Entscheidungen über Nacht wieder um.

Ihre Strategie: Unterstützen Sie Ihren Chef bei der Entscheidungsfindung. Machen Sie sich zu seinem Berater und nehmen Sie ihm Arbeit ab. Bereiten Sie Daten und Fakten auf. Arbeiten Sie Listen mit Optionen aus. Ergänzen Sie diese mit konkreten Empfehlungen, so können Sie Entscheidungen in die gewünschte Richtung lenken. Bedenken Sie: Dieser Vorgesetzte scheint nicht über die nötige Führungskompetenz zu verfügen. Er ist, wie Fredmund Malik, der Guru unter den Personalmanagern, sagen würde, für den „Schlechtwetter-Beruf“ des Managers nicht geeignet oder schlecht ausgebildet.

Schwieriger Chef Ty 5: Der Kontrollfreak

Er hat Angst vor Kontrollverlust und kann nicht delegieren. Er führt seine Mitarbeiter an der kurzen Leine und will selbst in Detailentscheidungen einbezogen werden.

Ihre Strategie: Nehmen Sie Ihrem Chef die Angst, die Kontrolle zu verlieren. Informieren Sie ihn über den Status Ihrer Projekte.

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