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So kommen Sie den geheimen Ursachen fehlender Ordnung auf die Schliche

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Fehlende Ordnung: Kommen Sie den Ursachen auf die Spur
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Warum bremsen wir uns beim Thema Ordnung so häufig selbst aus? Hier erfahren Sie die Ursachen.

Wie seelische Eigenheiten unser Verhalten prägen, haben Analytiker wie Sigmund Freud, C. G. Jung und Alfred Adler wissenschaftlich erforscht. Auch beim Thema „Ordnung“ spielen eingeübte Verhaltensweisen und Charaktermerkmale eine wichtige Rolle.

Was bremst Sie beim Ordnung schaffen? 7 mögliche Ursachen

Wenn Sie immer wieder feststellen, dass Sie sich nur mit viel Disziplin zum Aufräumen und Ausmisten bringen können, prüfen Sie doch einmal, welche der folgenden Ursachen für die Unlust am Aufräumen tendenziell auf Sie zutreffen könnten:

1. Sentimentalität

Hauptmerkmal: Angst vor dem Loslassen

Gegenstände und Unterlagen werden aufbewahrt aus Angst, daran geknüpfte Erinnerungen und Emotionen zu verlieren – wobei es sich oft um Erinnerungen handelt, die aus einem „besseren“ Lebensabschnitt stammen.

2. Ungeduld

Hauptmerkmal: fehlendes Zeit- und Aufgabenmanagement

Weil nie für nichts Zeit ist und üblicherweise „wichtigere“ Aufgaben brandeilig zu erledigen sind, wird die Aufgabe „Aufräumen“ nie wirklich ernsthaft angegangen.

3. Trotz

Hauptmerkmal: innerer Widerstand gegen Ordnung

Kommt bei Menschen vor, die von ihren Eltern zwanghaft auf Sauberkeit und Ordnung gedrillt wurden. Die damals erfolglose Rebellion hat sich seelisch eingekapselt und richtet sich im Erwachsenenalter dann gegen einen selbst.

 

4. Gesteigertes Sicherheitsbedürfnis

Hauptmerkmal: Furcht vor Eingriffen anderer

Unordnung wird paradoxerweise „gepflegt“, damit sich niemand anders darin zurechtfindet.

5. Perfektionismus

Hauptmerkmal: starkes Kontrollbedürfnis

Bestimmte Arbeiten bleiben liegen, weil an anderen Tätigkeiten mit übertriebenem Aufwand an Zeit und Genauigkeit gearbeitet wird. Und: Das Aufräumen soll „von Grund auf“ und „systematisch“ geschehen, wodurch es immer wieder verschoben wird.

6. Idealismus

Hauptmerkmal: Flucht in geistig höhere Welten

Ordnung wird als kleinlich empfunden bzw. als kleingeistig, als Beschäftigungstherapie für Perfektionisten und Menschen, die sonst nicht viel tun haben. Was wirklich zählt im Leben, ist die (echte oder eingebildete) Größe von Gedanken und Ideen.

7. Hilflosigkeit

Hauptmerkmal: weit reichendes Gefühl von Machtlosigkeit

Unordnung wird als etwas Übermächtiges empfunden, gegen das man nichts ausrichten kann – auf Dauer ohnehin nicht.

Unordnung wider besseres Wissen

Tatsächlich gibt es nur ganz wenige Menschen, die nicht mindestens eine der beschriebenen Ursachen – von ansatzweise bis deutlich – bei sich ausmachen können. In allen Beispielen wirkt, was die Psychologie als „kognitive Dissonanz“ definiert, also das Verhalten wider besseres Wissen. Das heißt aber auch: Fast immer leiden Menschen an der Unordnung, selbst dann, wenn dieser Zustand scheinbar Konzept ist.

Praxis-Tipps: Das können Sie tun

Aufgesetzte Rezepte helfen hier meist wenig. Und schon gar nicht ständige Selbstvorwürfe. Nur ein freundlicher, bewusster Umgang mit sich selbst führt letztlich zum Ziel. Bewährt haben sich die folgenden Schritte:

  • Stellen Sie sich im Geiste vor, wie Sie sich an einem aufgeräumten Arbeitsplatz wohl fühlen. Überlegen Sie, welche Maßnahmen Sie dazu in nächster Zeit ergreifen wollen.
  • Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Verteilen Sie größere Aufräumaktionen auf mehrere Tage. Machen Sie sich z. B. am ersten Tag nur über einen bestimmten Schubladenschrank her.
  • Prüfen Sie Ihre vorhandenen Ablagen und Ordnungssysteme auf Effizienz. Ergänzen Sie Fehlendes, tauschen Sie Unpraktisches aus.
  • Achten Sie doch einmal bewusst darauf, mit welchen Ausweichhandlungen Sie auf das Aufräumen reagieren. Vertiefen Sie sich in ein Computerspiel, machen Sie einen Besuch bei Ihren Kollegen, verspüren Sie „starken Hunger“ oder greifen Sie zu einer lange aufgeschobenen Aufgabe, die nun mit Blick aufs Aufräumen noch die angenehmere Wahl ist? Wenn Sie Ihre typischen Ausweichstrategien einmal identifiziert haben, können Sie besser darauf reagieren!
  • Verhindern Sie das schleichende „Versanden“ aufgeräumter Arbeitsflächen, Schubladen und Ablagen, indem Sie für alle Hilfsmittel und Unterlagen Stammplätze einrichten und alles sofort nach Gebrauch auf seinen Platz zurückstellen.
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