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In einer Arbeitswelt, die sich im Zuge von Globalisierung und Technologisierung nicht nur stetig wandelt, sondern auch immer schneller wird, rückt das...

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Zuverlässigkeit: Ihr Schlüssel zum Erfolg

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Ohne Zuverlässigkeit sind Fähigkeiten nicht viel Wert
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Lesen Sie hier, wie Sie in drei einfachen Schritten Ihre Zuverlässigkeit optimieren und welche Zuverlässigkeitsstandards Sie im Berufsleben unbedingt einhalten sollten.

Ohne Zuverlässigkeit sind Fähigkeiten nicht viel wert

Sehen Sie sich doch einmal die folgende Auswahl an sechs Zuverlässigkeitsstandards an: Können Sie die alle auf Anhieb – und jederzeit – unterschreiben? Es ist nur eine kleine Auswahl – und jeder hat so seine persönlichen Schwachpunkte!

  1. Das Telefon lasse ich höchstens dreimal klingeln, bis ich abnehme.
  2. (Eine Frage der Höflichkeit und des guten Eindrucks. Warten Sie nicht ab, bis sich der Anrufbeantworter anschaltet.)
  3. Ich bin in der Lage, Nein zu sagen.
    (Nicht alle, die etwas von Ihnen wollen, tragen zur Erreichung Ihrer Ziele bei. Selektieren Sie. Oft ist nämlich Arbeitsüberlastung der Grund für Unzuverlässigkeit.)
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  4. Ich schreibe alle Vereinbarungen sofort und vollständig auf.
    (Schriftlichkeit ist das wichtigste Planungsprinzip; sie schärft Genauigkeit und Gründlichkeit.)
  5. Fax-Mitteilungen und E-Mails beantworte ich innerhalb von maximal 24 Stunden, Briefe innerhalb von vier Tagen.
    (Sind längere Abklärungen nötig, genügt zunächst ein kurzer Zwischenbericht.)
  6. Umfangreiche Projekte versehe ich grundsätzlich mit Zwischenterminen.
    (Das ermöglicht die organisierte Kontrolle des Projektfortschritts.)
  7. Kann ich eine Zusage/ein Versprechen nicht einhalten, teile ich dies meinem Partner so rasch wie möglich mit.
    (Abwarten verschlimmert die Situation.)

Weder in der Schule noch in der Berufsausbildung lernen wir Zuverlässigkeit. Es gibt darüber auch keine Handbücher oder Seminare – sie wird als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt oder kopfschüttelnd vermisst. Sie scheint eine einfache, naturgegebene Sache; dennoch ist sie eher rar. Sie müssen kein Genie sein, um Ihr Leben erfolgreich zu gestalten. Experten sind sich einig, dass Eigenschaften wie Zuverlässigkeit auf die Dauer wichtiger sind als fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse.

 

Unzuverlässigkeit gilt als gravierendes Persönlichkeitsdefizit, das durch andere Fertigkeiten nicht aufgewogen werden kann.

Zeichen von Unzuverlässigkeit sind:

  • Aufschieberitis
  • Bummelei
  • Gleichgültigkeit
  • Leichtfertigkeit
  • Nachlässigkeit
  • Oberflächlichkeit
  • Undiszipliniertheit
  • Unpünktlichkeit
  • Unentschlossenheit

Ihre Selbstachtung steht auf dem Spiel

Nur wer zuverlässig ist, kann sich auf sich selbst verlassen. Auf Ihrer eigenen Verlässlichkeit gründet also Ihre Zufriedenheit mit sich selbst. Fehlt es daran, fühlen Sie sich schuldig und werden unsicher.

Außerdem leben Sie in einer Welt, in der Sie zur Wahrung Ihrer Existenz auf Ihre Mitmenschen angewiesen sind. Je enger die Lebensräume, desto größer wird die gegenseitige Abhängigkeit. Das ist so in jeder Familie, in Büro und Fabrik, im Fußballklub, im Kirchenchor und beim Nachtdienst im Krankenhaus.

Zuverlässigkeit ist das Öl im Getriebe des Zusammenlebens. In jedem Geschäft und in jeder Gemeinschaft genießen diejenigen Menschen große Wertschätzung, denen man vertraut, weil man weiß, dass sie durch und durch zuverlässig sind.

Zuverlässigkeit ist vor allem eine Frage der Gewohnheit – und damit der Selbstdisziplin. Wenn es Ihnen beispielsweise an Ordnungssinn fehlt, können Sie das durch eine disziplinierte Schreibtisch-Organisation wettmachen; wenn Sie Termine vergessen, hilft ein optimiertes Zeitmanagement.

Zuverlässigkeit können Sie lernen: In 3 einfachen Schritten zum Erfolg

Schaffen Sie sich ein Bewusstsein dafür, an welchen Punkten Sie Ihr zuverlässiges Auftreten verbessern können. In drei einfachen Schritten können Sie Ihre Verlässlichkeit optimieren.

1. Schritt: Fassen Sie einen Entschluss

„Ich möchte gern zuverlässiger sein“ – dieser Ausspruch ist etwa so viel wert wie ein Silvestervorsatz. Wir sehnen uns nach einer Änderung, bemühen uns aber nicht um deren Erreichung. Wir befinden uns auf der Stufe des Wünschens. Wünsche allein führen jedoch nicht zur Verwirklichung.

Erforderlich ist ein Entschluss. Sagen Sie sich: „Ich werde zuverlässiger sein!“ Der klare Entschluss, verbunden mit der Bereitschaft, die dafür nötigen Anstrengungen in Kauf zu nehmen, macht den Wunsch zu einem Akt des Willens und zur Vorstufe des Gelingens.

2. Schritt: Setzen Sie sich Ziele

Nur mit klaren und überschaubaren Zielvorgaben können Sie Ihren Entschluss umsetzen. Machen Sie dazu eine Bestandsaufnahme: Wo liegen Ihre Schwachpunkte?

Folgende Eigenschaften helfen Ihnen dabei, im Privat- wie im Berufsleben zuverlässig aufzutreten:

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer
  • Entschlussfähigkeit
  • Genauigkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Gründlichkeit
  • gutes Gedächtnis
  • Hartnäckigkeit
  • Ordnungssinn
  • Pflichtbewusstsein
  • Pünktlichkeit

Gewissenhaftigkeit und Hartnäckigkeit allein helfen Ihnen jedoch nicht weiter, wenn Ihre Arbeitsorganisation nicht stimmt – wenn beispielsweise Ihr Zeit- oder Aufgabenmanagement nicht funktioniert.

Die folgende Aufzählung ist als Anregung gedacht. Hier finden Sie Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Ziele umzusetzen. Erstellen Sie anschließend am besten Ihre persönliche Ziel- und Maßnahmenliste.

Zuverlässigkeit durch optimale Arbeitsorganisation: 10 praxiserprobte Maßnahmen

  • Sorgen Sie dafür, dass Sie erreichbar sind. Wenn Sie viel unterwegs sind, können Sie beispielsweise einen Auftragsdienst nutzen oder eine Rufumleitung auf Ihr Handy schalten. Rufen Sie umgehend zurück. Hören Sie Ihren Anrufbeantworter auch von unterwegs regelmäßig ab.
  • „Ich rufe morgen um 10 Uhr bei Ihnen an“ – diese Zusage gehört genauso in den Terminkalender wie ein Besuch oder eine Konferenz.
  • Ein gutes Gedächtnis erlaubt spontane und dennoch zuverlässige Reaktionen. „Ich habe es vergessen“ – dieser Ausspruch ist ein Zeichen von Nachlässigkeit, ein Crash in der persönlichen Organisation. Wenn Sie häufiger etwas vergessen: Trainieren Sie Ihr Gedächtnis. Hierfür werden beispielsweise Seminare angeboten. Und machen Sie sich das Prinzip der Schriftlichkeit zu eigen: Notieren Sie ausnahmslos alle Informationen, die Sie erhalten – die offensichtlich wichtigen genauso wie die weniger wichtigen.
  • Ein Handarchiv mit abrufbaren Fakten, Abläufen und Zahlen unterstützt sowohl das Gedächtnis als auch das prompte Reagieren. Es muss regelmäßig durchforstet werden: aussondern, was überholt ist, ergänzen, was aktuell ist. Ob das auf Papier oder am PC durchgeführt wird, ist unerheblich.
  • Zur Vermeidung von „Zettelwirtschaft“, die das Verlieren von Notizen und das Vergessen von Terminen oder Delegationen heraufbeschwört, ist ein Zeitplanbuch in Loseblatt-Technik oder ein elektronischer Organizer unumgänglich.
  • Um keine Termine und Vorbereitungen zu versäumen, sollten Sie den Terminplan für den nächsten Tag schon am Vorabend durchsehen. Erstellen Sie dann auch Ihre Aufgabenliste für den Folgetag. Eine Übersicht über Termine und Aufgaben der anstehenden Woche verschaffen Sie sich jeweils am Sonntagabend – oder am Freitag, bevor Sie das Büro verlassen.
  • Gehen Sie regelmäßig in der letzten Woche des laufenden Monats die Planung für den Folgemonat durch. Notieren Sie sich dafür jeweils einen Termin in Ihrem Kalender. So haben Sie ausreichend Zeit für Vorbereitungsarbeiten, Bestellungen und Reservierungen.
  • Fertigen Sie sich eine persönliche Checkliste mit „Monatlich wiederkehrenden Aufgaben“ an. Bleiben Sie aber bei der Menge der notierten Aufgaben realistisch.
  • Ein Vergesslichkeits-Killer ist auch die Checkliste „Jährlich wiederkehrende Aufgaben“. Sie reicht von der „Beruflichen und privaten Standortbestimmung“ über „Versicherungspolicen überprüfen“ bis zu „Reinigung/Wartung von Bürogeräten“.
  • Zu den Übersichten gehört schließlich das Verzeichnis der Geburtstage von Verwandten und Freunden sowie Kollegen und wichtigen Geschäftspartnern. Am besten vermerken Sie zu Jahresbeginn im Kalender gleich auch entsprechende To-dos jeweils an den Tagen, an denen Sie tätig werden sollten (Geschenk besorgen, Brief absenden etc.). Und als Erinnerungsstütze dient die Spalte „Verliehenes und Geborgtes“.

3. Schritt: Trainieren Sie Ihre Zuverlässigkeit

Maßgebend für den Erfolg des Vorhabens ist das Training. Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor, bleiben Sie aber „am Ball“:

  • Sagen Sie sich etwa: „Heute vormittag will ich zwischen 9 und 12 Uhr mir und anderen gegenüber ohne Einschränkung zuverlässig sein.“ Denken Sie an diese Maxime bei allem, was Sie an diesem Vormittag tun: beim Telefonieren, Abrufen der E-Mails, Schreiben, bei der Prioritätensetzung.
  • Was unterscheidet Ihr Verhalten von dem von gestern und vorgestern? Sind Sie aufmerksamer und wacher als sonst? Gut so. Wiederholen Sie die Übung am nächsten Tag, und steigern Sie die Trainingsdauer allmählich. Bei festsitzenden Gewohnheiten ist es sinnvoll, wenn Sie sich jeweils nur auf eine Gewohnheit konzentrieren – und das eine Woche lang.
  • Eine gute Aufhör-Übung ist das Verweilen vor dem Fernseher. Haben Sie gewusst, dass die Fernsehanstalten Programmansagen abgeschafft haben, damit die Programme nahtlos ineinander übergehen und die Zuschauer am Fernseher hängenbleiben? Können Sie dieser Verführung widerstehen und am Ende einer Sendung ausschalten?

Tipp: Kleine Schritte haben große Wirkung! Es hat sich gezeigt, dass Zuverlässigkeit in kleinen Alltagsdingen das beste Übungsfeld ist. Der Synergieeffekt zu größeren Vorhaben tritt garantiert von selbst ein.
Wer im Kleinen verlässlich ist, erhält bald interessantere Chancen. Die wichtigsten Aufgaben werden nun mal den zuverlässigsten Menschen anvertraut, die ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl besitzen und die nötige Arbeit zufriedenstellend verrichten. Zuverlässigkeitist einer der besten Aktivposten im Geschäft des Daseins.

Und wenn Sie einmal unzuverlässig waren ...

Ist Ihnen ein Fehler unterlaufen, dann stehen Sie ohne Wenn und Aber dazu. Menschen sind nun einmal keine Maschinen, und 100-prozentige Perfektion lähmt die Leistungsbereitschaft. Setzen Sie sich umgehend mit dem „Geschädigten“ in Verbindung, bedauern Sie das entstandene Missgeschick, und entschuldigen Sie sich.

Der persönliche oder telefonische Kontakt ist wahrscheinlich unangenehmer als die schriftliche Mitteilung an den Partner. Sie wissen nicht, welche Reaktion Ihre Information auslöst. Ist es Verständnis, Unmut oder gar offene Aggression? Aber das Gespräch ist effizienter. Der Ton macht die Musik.

Lassen Sie es bei der Entschuldigung nicht bewenden. Teilen Sie Ihrem Gegenüber mit, wie Sie den Fehler korrigieren wollen, zeigen Sie sich großzügig, wenn ein Schaden zu beheben ist. Und vor allem: Sorgen Sie dafür, dass die abgesprochene Maßnahme qualitativ und terminbezogen mit äußerster Sorgfalt durchgeführt wird.

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