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Lebensqualität: Das simplify-Prinzip „Weniger, aber besser“

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simplify-Prinzip „Weniger, aber besser“
© illuminator - Fotolia.com

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Finden Sie heraus, was in Ihrem Leben das Wichtigste ist, und streichen Sie nach und nach alles andere! Kurzum: Setzen Sie das simplify-Prinzip „Weniger, aber besser“ um.

Mut zum Verzicht

„Verzicht nimmt nicht. Der Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.“ Martin Heidegger

Weniger, aber besser! Immer mehr Menschen wünschen sich ein freies, einfacheres Leben. Statt nach einem Mehr an materiellen Dingen suchen sie nach mehr Sinn und Selbstverantwortung.

Weniger, aber besser: Was heißt das genau? So einfach lässt sich diese Frage gar nicht beantworten. Denn Zeit- und Lebensqualität bedeuten für jeden etwas anderes. Freie Wochenenden ohne Termindruck und Verpflichtungen, in eine kleinere Wohnung ziehen und sich dabei von allem überflüssigen Ballast trennen, mit den Kindern auf der Wiese toben: Einfachheit ist eine Lebensart, die uns von Zwängen befreit. Sie beginnt mit Verzicht, der zum Gewinn führt: weniger Status – mehr Lebenszufriedenheit, weniger gedankenlose Ausgaben – mehr Sinn für wahre Werte. Das aufzugeben, worin man sich nicht oder nicht mehr findet, ist ein grundlegender Schritt, sein Leben nach dem simplify-Prinzip umzugestalten.

Weniger wollen

Wir haben verlernt zu genießen, weil wir jederzeit fast alles haben können. Erst wenn wir innehalten und ganz bewusst auf Dinge verzichten, können wir die wahren Werte in unserem Leben erfahren. Zeit haben, Genüsse, die man nicht kaufen kann, Herzensbildung: Konzentrieren Sie sich auf das, wovon Sie mehr möchten. Stellen Sie nicht den Verzicht in den Vordergrund, sondern die qualitativen Verbesserungen. Dann wird das Weniger zu Ihrem ganz persönlichen Besten.

„Willst du reich werden, so vermehre nicht deine Güter, sondern verringere deine Wünsche“, heißt es bereits beim griechischen Philosophen Epikur. Auf unseren Alltag bezogen, bedeutet das: Fragen Sie sich ganz ehrlich, was Sie brauchen, um die Lebensqualität und Zufriedenheit zu erreichen, die Sie möchten.

  • Was leisten Sie sich nur, weil Sie das Geld dafür haben?
  • Was leisten Sie sich, weil es Sie wirklich zufrieden macht?
  • Ändert sich etwas an Ihrem Wohlbefinden, wenn Sie diese oder jene Sache besitzen?


Weniger Verpflichtungen – mehr Zeit-Freiräume!

Ständig sind wir beschäftigt und eilen umher mit langen To-do-Listen, die erledigt werden müssen. Wir sorgen uns um Termine, Projekte und Verpflichtungen, ohne zu bemerken, dass wir dabei den Blick für das Wesentliche verlieren. Das tägliche Treiben lässt uns keine Zeit für ein ruhiges tiefgründiges Gespräch oder für die Besinnung auf unsere ureigensten Bedürfnisse. Entspannte Auszeiten, Platz für Muße oder wenigstens eine kleine Kaffeepause für den Kopf: Fehlanzeige!

Doch wer immer auf dem Sprung ist, verpasst das Hier und Jetzt. Natürlich können wir den Lauf der Zeit nicht anhalten. Aber wir können aufhören, unsere Zeit leichtfertig zu verprassen. Entscheiden Sie, an welchem Punkt Sie damit beginnen möchten, Ihren Alltag zu vereinfachen. Konzentrieren Sie sich auf diese eine positive Veränderung.

Weniger besitzen – besser nutzen!

Rasenmäher, Häcksler, Vertikutierer, Motorsäge: Das alles gehört zur Grundausstattung jedes Hausbesitzers, selbst wenn der Garten kaum größer als ein Badetuch ist. Doch eigentlich hat es keinen Sinn, all diese Dinge zu besitzen, denn man braucht sie ja nicht ständig. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn, welche Werkzeuge man gemeinsam anschaffen und nutzen könnte. So sparen Sie Platz in der Garage oder im Keller, geben weniger Geld aus und können sich zudem über mehr Gemeinschaftsaktionen freuen.

Bei größeren Investitionen sollten Sie abwägen, ob mieten nicht vorteilhafter ist. Wenn man sich mit anderen für ein Wochenende ein Profigerät ausleiht, ist das meist preiswerter, als irgendein Billigteil zu kaufen. Außerdem müssen Sie sich dann nicht um die Wartung kümmern. Übrigens: Im Internet finden Sie zahlreiche Plattformen für Nachbarschaftshilfe.

Weniger Trend – mehr Beständigkeit!

Hippe Trends, die nach kurzer Zeit wieder out sind, technische Spielereien, die sich schon bald überholt haben: Einfacher leben kann auch bedeuten, etwas nicht zu wollen, obwohl es gerade angesagt ist. Setzen Sie ab heute Ihre eigenen Standards, und machen Sie sich frei von allem Must-have: Tragen Sie das, worin Sie sich wohlfühlen. Tun Sie das, was Ihnen Freunde macht. Nutzen Sie die Arbeitsmittel, die Ihnen wirklich helfen.

Weniger Action – mehr Freizeit! Tipps für wertvoll gelebte Zeit

Montag zum Stammtisch, Mittwoch ins Fitness-Studio, Freitag dann der Soßenkurs für Fortgeschrittene – und am Wochenende steht ein Besuch in der grandiosen Ausstellung des hoffnungsvollen Nachwuchskünstlers auf dem Programm. Wenn die Arbeit getan ist und Ihnen eigentlich niemand mehr sagt, was noch zu erledigen ist: Womit verbringen Sie dann Ihre Zeit? Organisieren Sie Ihre Freizeit mit dergleichen Termindichte wie Ihren Job? Verwechseln Sie häufiger Freizeitstress mit Erholung? Bleibt Ihnen vor lauter gesellschaftlichen Verpflichtungen kaum Zeit für sich selbst?

Schalten Sie Ihre Freizeitaktivitäten zurück. Schaffen Sie sich heitere, ruhige Inseln, auf die Sie sich nach dem Stress und Termindruck des Tages zurückziehen können. Gönnen Sie sich Ihre Freiheit, und machen Sie sich das Leben schön.

Machen Sie Ihre Freizeit wieder freier: Suchen Sie sich bewusst ein eher einfaches und ruhiges Hobby, für das Sie wenig Equipment und noch weniger Geld benötigen. Vielleicht probieren Sie mal, wie Ihnen Bumerangwerfen oder Gärtnern gefällt. Ganz wichtig: Auch in Sachen Freizeitgestaltung gilt das Plus-Minus-Prinzip. Wenn Sie etwas Neues anfangen wollen, sollten Sie eine andere Beschäftigung dafür aufgeben.

Weniger Hektik – mehr Gelassenheit!

„Das macht mich wahnsinnig!“, „Ich raste gleich aus!“ – gehören solche Äußerungen zu Ihrem täglichen Sprachgebrauch? Sie fühlen sich oft gestresst und überlastet? Sind Sie ungeduldig, weil Ihnen alles zu langsam geht? Dann passen Sie wohl weniger in die Kategorie „Fels in der Brandung“, sondern eher zu den hoch explosiven HB-Männchen.

Auch in turbulenten Zeiten gelassen zu bleiben ist zwar nicht ganz einfach, aber keine unlösbare Aufgabe. Gelassenheit ist im Wesentlichen eine Frage der Einstellung. Und diese Einstellung kann man lernen. Gelassenheit ist die bewusste Entscheidung, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen und die Dinge mit einer gehörigen Portion Optimismus und Zuversicht anzugehen.

Treten Sie zwischendurch immer wieder auf die Bremse. Sie wissen doch: Wenn du es eilig hast, gehe langsam! Tun Sie ganz bewusst Dinge, die Sie zur Ruhe kommen lassen: Musik hören, Bücher sortieren oder Staub saugen. Denken Sie sich Ruherituale aus die Ihnen dabei helfen, sich auch in Stressphasen zu entspannen, sich zu sammeln und wieder neue Energie zu tanken.

4 Fragen können Ihnen helfen, Ihre Gelassenheit wiederzugewinnen:

  • Was genau ist im Moment für mich so stressig?
  • Was könnte mir im schlimmsten Fall passieren?
  • Wie wahrscheinlich ist das?
  • Was kann ich jetzt tun?

Wenn Sie diese Fragen systematisch beantworten, wird Ihr Kopf wieder frei. Sie gewinnen Abstand zu der stressigen Situation und werden automatisch ruhiger.

Weniger Prestige – mehr Werte

Der PS-starke Wagen, das extravagante Designer-Handtäschchen, die handgearbeitete mechanische Armbanduhr: Prestigeobjekte sollen unseren finanziellen und gesellschaftlichen Status auf ganz besondere Art unterstreichen.

Doch nicht jede Art von Wert lässt sich in Geld messen. Gesundheit, Beziehungen, Zufriedenheit, Glaubwürdigkeit und Selbstverantwortung wiegen mehr als Prestigeobjekte mit Verfallsdatum. Erstellen Sie Ihre persönliche Werteskala. Machen Sie sich bewusst, was Ihnen wichtig ist. Nur so können Sie feststellen, welchen Dingen Sie nicht länger nachjagen sollten.

Weniger Fahrtstrecke – mehr Lebensqualität

Studien belegen ganz klar: Mit jeder Minute zusätzlicher Fahrzeit sinkt die Lebenszufriedenheit. Das günstige Haus auf dem Land oder der besser bezahlte Job entschädigen nicht immer für den täglichen Stress. Suchen Sie nach Möglichkeiten, die Fahrt zum Arbeitsplatz zu verkürzen. Vielleicht können Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen Homeoffice-Tag pro Woche vereinbaren, oder es rechnet sich sogar, nur an 4 Tagen zu arbeiten. In Zeiten flexibler Arbeitszeitgestaltung ist vieles möglich.

Weniger Ärger – mehr Lebensfreude

Die Bahn kommt mal wieder zu spät, der Chef ist schlecht drauf, Sie müssen den Fehler des Kollegen ausbaden, der Staubsauger hat seinen Geist aufgegeben, die Lieblingsbluse einen Kaffeefleck: Tag für Tag ärgern wir uns über unzählige Dinge. Das kostet uns viel Energie und noch mehr Lebensfreude. Wie gehen Sie mit Ihrem Frust um? Heizen Sie mit 180 über die Autobahn, gönnen Sie sich einige Gläschen Seelentröster, oder ziehen Sie durch die Boutiquen? Es geht auch besser und preiswerter: Ein strammer Spaziergang, eine Radtour, ein Saunabesuch oder eine erfrischende Dusche helfen, angestauten Frust abzubauen.

Funktioniert wunderbar: So wie Sie sich jeden Abend die Zähne putzen, können Sie auch etwas für Ihre Ärger-Hygiene tun. Sie brauchen dazu nur 2 Blätter Papier und einige Minuten Zeit. Schreiben Sie auf das 1. Blatt, was an diesem Tag nicht so toll gelaufen ist: Worüber haben Sie sich geärgert und warum? Auf dem anderen Zettel notieren Sie, was schön war, was Ihnen gut getan hat. Diesen Zettel behalten Sie, das Ärger-Blatt werfen Sie einfach in den Mülleimer. Damit können Sie Ihren Ärger loslassen und seelisch befreiter zu Bett gehen. Und: Sie werden den neuen Tag unbelastet mit frischer Energie beginnen.

So sichern Sie sich mehr von dem, was Sie möchten

Es ist die Vielfalt, die unsere Lebensqualität ausmacht. Deshalb meint einfacher leben auch keinesfalls karg oder gar ärmlich. Einfach im Sinne von simplify steht für ehrlich, ungezwungen, behaglich, bequem und ruhig. Und die Umsetzung von Weniger, aber besser kann in den einzelnen Lebensbereichen mit völlig unterschiedlichen Methoden gelingen. Manchmal genügt es, ein paar Details zu verändern, manchmal ist ein radikaler Schnitt am wirkungsvollsten.

Mehr von dem, was Sie möchten, durch Umorganisieren

Sie wollen samstags regelmäßig mit Freunden in die Sauna gehen – wenn nur diese lästige Hausarbeit nicht wäre? Überlegen Sie, was Sie anders organisieren können: Wocheneinkauf am Freitag, Bad putzen mittwochs … Und natürlich sollten Sie alle Familienmitglieder zur Mithilfe motivieren.

Mehr von dem, was Sie möchten, durch Weglassen

Mutter, Ehefrau, Kollegin, Gärtnerin oder Lebenspartner, Führungskraft, Vereinsvorstand, Hausmeister: Wissen Sie eigentlich, wie viele Rollen Sie ausfüllen? Stellen Sie sich vor, Sie tragen jede dieser Rollen als Hut auf Ihrem Kopf. Selbst wenn Sie ein echter Hut-Fetischist sind, hilft da nur eins: Verabschieden Sie sich von unnötigen Nebenrollen!

Mehr von dem, was Sie möchten, durch Kreativität

Jeden Tag die gleiche Leier? Bringen Sie Abwechslung in Ihren spröden Alltag. Starten Sie mal anders als gewohnt in den Tag, etwa mit einem kleinen Wellness-Programm. Legen Sie abends schon alle Utensilien bereit, stellen Sie den Wecker eine halbe Stunde früher als gewohnt, und schlafen Sie mit dem schönen Gefühl ein, dass etwas Besonderes auf Sie wartet. Entwickeln Sie Fantasie, wenn es darum geht, sich immer wieder kleine Auszeiten zu gönnen.

Mehr von dem, was Sie möchten, durch Eigensinn

Unterm Strich zähl ich: Von der Natur können wir lernen, dass es durchaus in Ordnung ist, zuerst an sich zu denken. So tragen viele Obstbäume in trockenen Jahren kaum Früchte, weil sie jeden Tropfen Wasser für sich selbst nutzen. Werden auch Sie ruhig ein bisschen eigensinnig. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern damit, die Richtung seines Lebens zu bestimmen. Sagen Sie ganz klar Nein zu den Wünschen anderer und selbstbewusst Ja zu Ihren persönlichen Bedürfnissen. Je mehr Gutes Sie sich tun, desto größer wird das wunderbare Gefühl der eigenen Unabhängigkeit.

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