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Spielend lernen, dauerhaft einprägen: 3 ungewöhnliche Lerntechniken

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Lerntechniken: Spielend einfach lernen
© Sergej Khackimullin - Fotolia.com

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Im Folgenden 3 Lerntechniken, die Sie ganz einfach ausprobieren können. Versprochen: Das ist in der Praxis weitaus einfacher, als es beim ersten Lesen vielleicht klingen mag!

Fragen Sie sich auch bisweilen mit leichtem Neid, warum Kinder ein solch fabelhaftes Gedächtnis haben? Dafür gibt es verschiedene Gründe – der ausschlaggebende ist jedoch ein ganz einfacher: Kinder denken viel stärker als wir visuell und kinästhetisch, also in Bildern, Gefühlen, Gerüchen, Bewegungen, Farben. Für all diese Eindrücke ist die rechte Gehirnhälfte zuständig, und die hat von Natur aus ein viel besseres Erinnerungsvermögen als die linke Gehirnhälfte (die die analytische ist – zuständig für Daten und Fakten). Aus diesem Grund arbeiten Gedächtnistrainer und -künstler auf der Grundlage von Assoziationen.

Im Folgenden 3 Techniken, die auch Sie ganz einfach ausprobieren können. Versprochen: Das ist in der Praxis weitaus einfacher, als es beim ersten Lesen vielleicht klingen mag!

 

1. Die Geschichten-Technik: So prägen Sie sich viele verschiedene Objekte in einer bestimmten Reihenfolge ein

Wenn Sie diese Methode ein wenig geübt haben, werden Sie bei jeglichen Gedächtnisspielen mühelos gewinnen! So geht’s: Packen Sie die Begriffe, die Sie sich merken wollen (in der richtigen Reihenfolge), in eine Geschichte – je ausgefallener, umso besser!

Wichtig ist, dass Sie sich nicht nur die einzelnen Begriffe bildhaft vorstellen, sondern praktisch einen Film drehen: Schwenken Sie mit der Kamera ganz langsam von einem Begriff zum nächsten, sodass die Begriffe visuell miteinander verknüpft werden.

Ein Beispiel für die Anwendung finden Sie unten, wo die Geschichten-Technik mit der Ersatzwort-Technik verknüpft wird. Und hier ein paar Spiele, mit denen Sie die Geschichten-Technik gleichein mal ausprobieren können:

  • Kofferpacken
    Bei diesem Klassiker erfindet jeder reihum einen Gegenstand, den er in seinen Koffer packt, und wiederholt zuvor alle Gegenstände, die die anderen vor ihm eingepackt haben, also etwa: „Ich packe in meinen Koffer: einen Gartenschlauch, eine Ratte, einen Korken, einen Klodeckel, eine Tüte Gummibärchen – und ein Raumschiff.“ Wer einen Fehler macht oder hängen bleibt, scheidet aus. Weil man kein Material dazu braucht, lässt sich das Spiel überall spielen: beim Autofahren, beim Warten, ...
  • Memory
    Das Spiel mit den Kartenpärchen schult die Fähigkeit der rechten Gehirnhälfte, sich Bilder und Orte zu merken. Mit der Geschichten-Technik können Sie abräumen: Wenn Sie dran sind, decken Sie Karten immer in einer Reihe auf und erfinden eine Geschichte, in der die Motive in der richtigen Reihenfolge vorkommen (Die Schnecke kroch zum Pilz, der rauchte wie ein Schornstein, ...). So haben Sie bald 8 oder 10 Karten, deren Platz Sie sicher wissen.

 

 

 

2. Die Ersatzwort-Technik: (Scheinbar) Merkresistente Wörter abspeichern

Viele Wörter wirken zunächst resistent gegenüber den Merktechniken, weil sie keine Assoziationen zuzulassen scheinen – wie beispielsweise Personennamen, Fremdwörter oder Vokabeln. Um sie gehirngerecht aufzubereiten, wenden Sie die Ersatzwortmethode an: Sie zerlegen die Wörter in ähnlich klingende vertraute Wörter.

Hier ein Beispiel, in dem sowohl die Geschichten- als auch die Ersatzwort-Technik angewendet werden: So prägen Sie sich ganz mühelos die Ahnenreihe des Menschen ein.

Die Ahnenreihe des Menschen: Rama pithecus – Australopithecus – Homo habilis – Homo erectus – Homo sapiens

Stellen Sie sich vor, es ist Samstag: Sie sind zu Hause und sitzen im Kinderzimmer auf dem Boden. Ihr kleiner Sohn kommt hereingeschlendert, in der Hand ein Brot mit Rama (Ramapithecus). Er gibt der Sprechpuppe Ihrer Tochter, die ununterbrochen „Bitte Kuss, bitte Kuss!“ (Ramapithecus) quäkt, einen Stoß, sodass sie endlich still ist, und erzählt Ihnen dann von seinen Zukunftsplänen: Er wird auf einem Känguru durch Australien reiten (Australopithecus); die Puppe will er mitnehmen, sie soll mit ihm auf dem Känguru sitzen und quäken (Australopithecus).

Die Vorstellung macht ihm offensichtlich neuen Hunger, denn er geht in die Küche, um sich noch ein Rama-Brot zu schmieren – sein bevorzugter Aufstrich, weil homogen streichfähig (Homo habilis). „Und von Beruf werde ich ein Habenichts“ (Homo habilis), ruft er Ihnen aus der Küche zu. „Oder ein Ritter, wie dieser Erec (Homo erectus) aus meinem Sagenbuch. Mit ‘nem echten Schwert. Aus Gold. Mit Sappiren drauf (Homo sapiens).“ „Saphiren“, verbessern Sie leise.

3. Der Tastatur-Trick: So prägen Sie sich Zahlen besser ein

Auch wenn es um das Einprägen von Zahlen geht, ist das Übersetzen in Bilder sehr nützlich – hier über das Hilfsmittel Tastatur. Schauen Sie sich die mal bei Ihrem Telefon oder Handy an – die Tasten sind in der Regel überall gleich angeordnet. Diese Regelmäßigkeit, die Sie beispielsweise auch am Geldautomaten vorfinden, können Sie sich zunutze machen, wenn es darum geht, sich Geheimzahlen, Zahlen-Passwörter und natürlich auch Telefonnummern zu merken.

Stellen Sie sich auf der Tastatur eine farbige Linie vor, die von der 1. bis zur letzten Zahl der zu merkenden Nummer verläuft, oder zeichnen Sie die Linie in eine schnell skizzierte Tastatur ein. Sie werden feststellen: Dieses Bild können Sie viel einfacher abspeichern und wieder abrufen als die Zahlenfolge!

Damit das Bild einfach und klar wird, empfiehlt sich dieses Verfahren nur für bis zu 5 Ziffern. Das macht aber nichts:

  • Teilen Sie längere Zahlenfolgen, beispielsweise Telefonnummern, einfach in 2 Bilder auf.
  • Bei 2- oder mehrfach hintereinander auftretenden Ziffern verwenden Sie an der betreffenden Stelle bzw. Taste einfach ein Symbol, beispielsweise einen Kreis.

Verstärken durch kinästhetisches Einprägen

Gut als Merk-Verstärker oder speziell für kinästhetische Lerntypen (die sich also Informationen sehr gut über Bewegungen/den Tastsinn einprägen können): Tippen Sie die Nummer einige Male in die Tastatur ein, und wiederholen Sie das in den nächsten Tagen mehrfach – auch mit geschlossenen Augen.

Auf diese Weise prägen Sie sich das Bewegungsmuster für die Zahlenabfolge ein. Mit dieser zusätzlichen Lernhilfe wird es für Sie noch einfacher, die Nummer richtig aus Ihrem Gedächtnis abzurufen.

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