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Wie Stress Ihr Arbeitsverhalten negativ beeinflusst und wie Sie wirksam gegensteuern

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Stress beeinflusst Ihr Arbeitsverhalten negativ
© Peter Atkins - Fotolia.com

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Stress verändert Ihr Verhalten, meist zum Negativen. Lesen Sie hier, was Sie dagegen unternehmen können.

Leistungsdruck, Terminstress und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes machen müde, depressiv und krank – wie wissenschaftliche Studien schon lange beweisen. Und sie verändern massiv das Verhalten: Ein gestresster Mensch reagiert anders auf sein Gegenüber und Anforderungen von außen als ein entspannter. Lesen Sie im Folgenden, um welche Auswirkungen es geht – und wie Sie aktiv gegensteuern können.

Die Auswirkungen von Stress auf das Arbeitsverhalten

Dass Stress auf Dauer gesundheitsschädlich ist, ist hinlänglich bekannt. Es gibt jedoch einen weiteren Aspekt, der dabei viel zu selten betrachtet wird. Er betrifft die kurzfristig und langfristig schädlichen Auswirkungen auf das (Arbeits-)Verhalten, das soziale Klima und den beruflichen Erfolg.

1. Stress macht „unsozial“

Die Hilfsbereit schaft nimmt ab, die Gereiztheit wächst.

Schädliche Folgen:

  • Ungeduld und damit schlechtes Zuhören, was zu Missverständnissen führt und das Aufnehmen/Verstehen von Zusammenhängen und Fakten erschwert,
  • verminderte Bereitschaft nachzufragen, abzuwägen und Informationen einzuholen,
  • Verschlechterung des zwischenmenschlichen Klimas durch unbedachte Äußerungen.

2. Stress verstärkt die Risikobereitschaft

Unter Stress werden die höheren Denkfunktionen des Großhirns weitgehend ausgeschaltet – und die sind für das Koordinieren, Priorisieren und Organisieren unserer Gedanken zuständig. Stattdessen werden entwicklungsgeschichtlich ältere, primitive Regionen des Gehirns aktiviert. Das Gehirn schaltet auf den „Survival-Modus“, erklärt die Spezialistin für Arbeits- und Lerntechniken, Dr. Verena Steiner, unser Verhalten in Stresssituationen.

Schädliche Folgen:

  • unbedacht getroffene Entscheidungen – resultierend aus mangelnder Ruhe, um das „große Ganze“ zu betrachten,
  • Kontrollverlust und riskantes Handeln,
  • eigenmächtiges Handeln, wo Teamwork gefragt ist.

Es leuchtet ein, dass diese stressbedingten Risiken zu Fehlentscheidungen und Störungen des Betriebsklimas führen können und somit erhebliche Gefahren darstellen, die im Extremfall sogar existenzbedrohend sein können – ähnlich einem Unfall nach risikofreudigem oder unbedachtem Überfahren einer roten Ampel.

Aus diesen Gründen sollten Sie das Thema „Stressvermeidung“ nicht nur um Ihrer Gesundheit willen wirklich ernst nehmen.

 

Hier können Sie gezielt etwas verändern: Die 3 häufigsten Stressauslöser im Beruf

1. Multitasking

Es wirkt nach außen produktiv, als Hansdampf in allen Gassen an mehreren Aufgaben gleichzeitig zu arbeiten. Die Wahrheit jedoch ist, dass diese Einstellung auf Dauer nicht nur ungesund ist, sondern auch schlecht geeignet ist, Ziele zu fokussieren und mit angemessenem Aufwand zu erreichen.

Abhilfe: Stellen Sie auf Singletasking um, indem Sie konsequent nach Prioritäten arbeiten. Oder wie würde Ihnen ein Maler gefallen, der – während er auch noch in drei anderen Häusern arbeitet – bei Ihnen in allen Räumen herumkleckst, anstatt Raum für Raum zu streichen? Würden Sie diesen Handwerker nicht bitten, systematischer vorzugehen und den vereinbarten Termin einzuhalten? Übertragen Sie diesen Anspruch auch auf Ihr eigenes Arbeitsverhalten.

2. Prokrastination (Aufschieberitis)

Ellenlange Aufgabenlisten, Unerledigtes auf hohen Stapeln und jede Menge wartender E-Mails? Aufgeschobene To-dos erzeugen Frustration und Unzufriedenheit – und somit latenten Dauerstress.

Abhilfe: Gewöhnen Sie sich an, mehr gleich zu erledigen, statt Dinge auf die lange Bank zu schieben. Ihre Belohnung: weniger Stress, weil der innere Druck durch das schlechte Gewissen nachlässt.

3. Kontrollbedürfnis

Alles können, immer alles bis ins Detail unter Kontrolle haben – das schafft niemand. Und wenn man dann selbst oder jemand anderes nicht so perfekt funktioniert wie gefordert, wird es erst recht stressig.

Abhilfe: Entgehen Sie diesem Teufelskreis, indem Sie mit sich selbst ins Reine kommen. Stehen Sie nicht nur zu Ihren Stärken, sondern auch zu Ihren Schwächen. Und lassen Sie Schwächen auch bei anderen zu. Suchen Sie in Ruhe nach nachhaltigen Lösungen, statt immer schnell das Beste zu wollen. Und: Üben Sie, sich von Aufgaben zu trennen, die andere besser erledigen können.

5 erprobte Anti-Stress-Tipps: So lassen Sie Stresssituationen hinter sich

1. Den Problemberg abtragen

Zerlegen Sie größere Arbeiten und Probleme in zeitlich überschaubare Teile. Am besten schriftlich, denn was Sie schwarz auf weiß haben, braucht Ihnen nicht mehr im Kopf herumzuschwirren.

2. Die Hektikspirale stoppen

Lenken Sie sich ab, um mit etwas Abstand ruhiger handeln zu können. Kleine Wunder bewirken Gymnastik, ein kurzer Spaziergang, das konzentrierte Hören eines Musikstücks, ein Plausch in der Kaffeeküche oder auch eine kurze eingeschobene Tätigkeit, die geistig oder körperlich etwas anderes von Ihnen verlangt als die „Hektikaufgabe“.

3. Sich gut vorbereiten

Gerade dann, wenn Sie schon unter Druck und im Stress sind, ist eine gute Vorbereitung auf die zu lösenden Probleme und Verhandlungen umso wichtiger. Spielen Sie Handlungsvarianten durch. Legen Sie Schritte fest. Schreiben Sie diese in Stichworten auf. Meist wird die Liste erfreulicherweise länger, als Sie im Stresszustand dachten.

4. Negative Gedanken bremsen

Mit einiger Übung gelingt es, belastenden Gedanken Einhalt zu gebieten, indem Sie energisch innerlich „Stopp!“ sagen. Sollte Ihnen das nicht immer gelingen, dann treffen Sie eine Vereinbarung mit sich selbst. Legen Sie Ihre Uhr auf den Tisch, und setzen Sie sich ein Zeitlimit: „Ich werde mich jetzt noch genau 10 Minuten damit beschäftigen.“

5. Die Arbeit hinter sich lassen

Lassen Sie nach der Arbeit Druck ab, indem Sie etwas tun, was Ihnen Spaß macht und Sie entspannt: lesen, meditieren, ein Bad nehmen, Musik hören. Packen Sie jedoch Ihre Freizeit nicht voll mit neuerlichen Leistungsansprüchen. Natürlich geschieht es auch während der Freizeit, dass Sie plötzlich eine berufliche Idee haben. Schreiben Sie sie auf einen Notizzettel, und vergessen Sie das Ganze bis zum nächsten Arbeitstag.

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