Mit den richtigen Unterweisungen den Arbeitsschutz im Unternehmen sichern

Mithilfe von Unterweisungen wird in den Unternehmen sichergestellt, dass sich Vorgesetzte mit den Mitarbeitern aktiv zum Thema Arbeitsschutz austauschen. Dabei werden in regelmäßigen Gesprächen die Verhaltensweisen, die für den Arbeitsschutz relevant sind vermittelt und diskutiert. Fertige Unterweisung-Vorlagen finden Sie bei Unterweisung +Plus.

Ziel ist es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst anschaulich und nachvollziehbar zu vermitteln, wo Gefahren lauern und wie diese zu umgehen sind, um Personen- und Sachschäden weit möglichst zu vermeiden.

Unternehmen sind nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ zur Durchführung von Unterweisungen verpflichtet.

In diesen Fällen müssen Sie Unterweisungen durchführen

  • Bei Einstellung oder Versetzung von Arbeitnehmern.
  • Bei Veränderungen im Aufgabenbereich eines Mitarbeiters.
  • Wenn Veränderungen in den Arbeitsabläufen anstehen.
  • Wenn Unfälle, Fast-Unfälle sowie Schadensereignisse eingetreten sind.

Achtung! Unterwiesen wird einmal jährlich. Auszubildende müssen Sie mindestens zweimal jährlich unterweisen. Dabei richtet sich die Häufigkeit der Durchführung nach der Gefährdungsentwicklung. D.h. auch, je schwerwiegender ein potenzieller Schaden für den Beschäftigten sein kann, desto öfter muss unterwiesen werden.

Beispiele für durchzuführende Unterweisungen

Die Aufgabe der Vorgesetzten oder der Geschäftsführung ist es, die Beschäftigten angemessen und ausreichend in allen arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogenen Inhalten zu unterweisen, z.B. zu folgenden Themen:

  • Erste Hilfe – richtiges Verhalten im Notfall,
  • Arbeiten an Maschinen,
  • Umgang mit elektrischen Geräten,
  • Bildschirmarbeitsplätze,
  • Tragen von Schutzhandschuhen,
  • Tätigkeiten mit Gefahrstoffen,
  • Gehörschutz,
  • Brandschutz,
  • Alkohol am Arbeitsplatz
  • U.v.m.

Auch wenn das Arbeitsschutzgesetz keine konkrete Forderung zur Dokumentationspflicht enthält, so ist doch dringend dazu zu raten. Halten Sie fest, ob, wann und mit wem welche Schulungen durchgeführt wurden (Inhalt, Zeit und Ort, Unterweisender und Teilnehmer, Gegenzeichnung). So können Sie jederzeit nachweisen, dass Sie Ihrer Unterweisungspflicht nachgekommen sind.

Wer führt die Unterweisungen durch?

Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Durchführung beim Arbeitgeber und der verantwortlichen Person im Rahmen ihrer Aufgaben und Befugnisse. Es ist jedoch möglich – und in der Praxis oft umgesetzt – die Unterweisungspflicht auf Dritte zu übertragen. Das kann die Fachkraft für Arbeitssicherheit sein, der Betriebsarzt oder sogar Externe.

Folgen, wenn Sie Unterweisungen nicht ausreichend durchführen

Ereignet sich ein Unfall, weil nicht oder nur unzureichend unterwiesen wurde, trägt der Arbeitgeber bzw. der jeweilige Vorgesetzte die Verantwortung. Neben den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen sind auch zivilrechtliche Forderungen, wie Schadensersatzansprüche des Verunfallten, möglich.

Achtung! Wurde nicht ordnungsgemäß unterwiesen, kann keine grobe Fahrlässigkeit beim Beschäftigten mehr angenommen werden und macht somit Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers unmöglich.

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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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