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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Fahrer: Erst checken, dann starten

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Von Martin Weyde,

Im Straßenverkehr sollten sich Ihre Fahrer nicht ablenken lassen, sondern sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Deshalb sollten Sie sie in Ihren Unterweisungen daran erinnern, was sie alles überprüfen müssen, bevor sie losfahren.

 

Denn oft drängen Termine, und eigentlich fehlt die Ruhe, noch einmal überall nach dem Rechten zu sehen.
Wenn Ihren Fahrern unterwegs etwas passiert, dann stehen sie erstmal allein vor den Problemen. Deshalb sollten sie sich immer die Zeit nehmen, sich vor Fahrtantritt so umfassend wie möglich abzusichern – auch gegen mögliche Fehler anderer:

  • Verpflegung, Getränke und alle anderen losen Gegenstände sind sicher verstaut, aber erreichbar. Das Armaturenbrett ist frei und der Sitz richtig eingestellt.
  • Die Fahrzeugpapiere liegen griffbereit, und ebenso alle Unterlagen zur bevorstehenden Tour, zum Beispiel die Telefonnummern aller wichtigen Ansprechpartner. Auch die Betriebsanleitungen der Hersteller und die eigenen Betriebsanweisungen sind mit an Bord.
  • Der Verbandskasten ist zugänglich und vorschriftsmäßig ausgestattet. Das Warndreieck, die Warnleuchte und Warnkleidung liegen bereit. Die Warnkleidung entspricht der DIN EN 471 „Warnkleidung“ und ist für jeden Mitfahrer vorhanden.
  • Der Feuerlöscher ist geprüft und im Notfall griffbereit. Falls zusätzliche Schutzausrüstung erforderlich ist, wurde auch diese überprüft.
  • Alle Scheinwerfer und Leuchten funktionieren.
  • Die Scheiben sind innen und außen sauber, die Scheibenwischer produzieren keine Schlieren, und die Scheibenwaschanlage enthält genügend Flüssigkeit. Die Sicht ist nicht verhängt oder verstellt, und die Spiegel sind sauber und richtig eingestellt.
  • Die Ladungssicherung prüft der Fahrer auch, wenn er sich nicht eigenhändig darum gekümmert hat. Dazu gehört einerseits die Verteilung der Ladung und die Art der Sicherung. Andererseits kommt es auf den einwandfreien Zustand der Ladungssicherungsmittel an – zum Beispiel der Spanngurte. Der Fahrer kann sich gegebenenfalls weigern, die Fahrt mit mangelhaft gesicherter Ladung anzutreten.
  • Das Fahrzeug ist für die Ladung geeignet, und Plane, Bordwand und Ladeklappe sind fest verschlossen.
  • Die Lenkung, die Bremsen, die Anzeigeinstrumente und das EG-Kontrollgerät funktionieren. Tank, Öl und Kühlflüssigkeit sind aufgefüllt.
  • Alle Reifen sind unbeschädigt, besitzen genügend Profil, und der Luftdruck stimmt. Die Ventilkappen sind vorhanden und zwischen den Zwillingsreifen stecken keine Fremdkörper. Unterlegkeile sind an Bord.
  • Bei Fahrtantritt liegt auf dem Fahrzeug nichts frei herum: weder Eis im Winter, noch Äste nach einer Pause, noch andere Gegenstände.
  • Die BGG 915 „Prüfung von Fahrzeugen durch Fahrpersonal“ bringt es auf den Punkt: Betriebssicherheit = Verkehrssicherheit + Arbeitssicherheit.

 

 

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