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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Gefahren durch Absturz: Tipps für Ihre Unterweisung zur PSAgA

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Von Martin Weyde,

Frage: Worum geht es in einer Unterweisung zu Gefahren durch Absturz?

 

Antwort: Für einen großen Teil der Unfälle durch Absturz ist menschliches Versagen verantwortlich, also mangelnde Aufmerksamkeit oder leichtsinniges Verhalten. Darauf sollten Sie einer Unterweisung zur Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) nachdrücklich hinweisen.
Unterweisungen zu Gefahren durch Absturz sind vor dem ersten Einsatz, aus aktuellem Anlass und mindestens einmal jährlich fällig. Wie in vielen anderen Bereichen des Arbeitsschutzes gibt auch hier das TOP-Prinzip die Maßnahmen vor (Technisch – Organisatorisch – Persönlich):
Zunächst müssen Ihre Kollegen die technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausschöpfen. Dazu zählen zum Beispiel Geländer oder Abdeckungen als primäre Absturzsicherung. Wenn diese nicht ausreichen oder nicht einsetzbar sind, dann sind sekundäre Auffangeinrichtungen wie Gerüste oder Netze vorgeschrieben.
Erst dann, wenn diese Maßnahmen ausgeschöpft sind, kommt PSAgA als individueller Gefahrenschutz ins Spiel. Dazu werden Auffangsysteme, Rückhaltesysteme und Positionierungssysteme eingesetzt.

 

Welche PSAgA Ihre Kollegen benötigen, hängt von Ihrer Gefährdungsbeurteilung ab. Dabei geht es vor allem darum, wo sich Absturzkanten befinden und wie diese beschaffen sind:

  • Wie groß ist der Höhenunterschied?
  • Wie groß ist der horizontale Abstand zur Absturzkante?
  • Was befindet sich auf dem Boden unterhalb der Absturzkante?
  • Welche Arbeiten werden in der Nähe der Absturzkante ausgeführt?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen, zum Beispiel Witterungs- oder Sichtverhältnisse?

Dies sind die wichtigsten Fragen zur PSAgA, die Sie in der Unterweisung beantworten sollten:

  • Liegt die Konformitätserklärung der PSAgA vor?
  • Ist die PSAgA für den vorgesehenen Zweck geeignet und verursacht keine zusätzlichen Gefährdungen?
  • Trägt die PSAgA CE-Zeichen, Typbezeichnung und Herstellungsjahr sowie Piktogramm, Namen und Seriennummer des Herstellers?
  • Gibt es eine deutschsprachige Gebrauchsanleitung?
  • Wie geht man theoretisch und praktisch mit der PSAgA um?
  • Wie wird sie richtig angeschlagen?
  • Wie wird sie richtig aufbewahrt?
  • Wie erkennt man etwaige Schäden?

Weitere Informationen finden Sie unter anderem in diesen Vorschriften:

  • BGR 198 Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz,
  • BGR 199 Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen zum Retten aus Höhen und Tiefen
  • und TRBS 2121 Gefährdung von Personen durch Absturz.
  • Absturzsicherungen bei Bauarbeiten regelt § 12 der Unfallverhütungsvorschrift BGV C22.

Für Ihre Unterweisungen zur PSAgA können Sie auch Hersteller oder Lieferanten einspannen. Diese wissen am besten, worauf es bei ihren Produkten ankommt.

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