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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Schutz für die Atemwege durch staubarme Materialien

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Unterweisung

Von Wolfram von Gagern,

Quer durch alle Branchen wird im Arbeitsalltag jede Menge Staub aufgewirbelt. Beschäftigte, die ihm auf Dauer ausgesetzt sind, tragen ein höheres Risiko von Atemwegserkrankungen als andere.

Darum sollten Sie staubarme Materialien verwenden. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Prüfen Sie daher, bei welchen Arbeitsprozessen in Ihrem Betrieb Staub anfällt. Das ist typischerweise bei Schütt- und Mischvorgängen von trockenen Schüttgütern und beim pneumatischen Transport solcher Stoffe der Fall. Wie staubig es dabei zugeht, ist aber nicht nur von der Art der Produkte, sondern auch von anderen Faktoren abhängig, z. B.

  • der Korngröße,
  • der Schüttdichte und
  • dem Feuchtgehalt.

Gefährliche Stoffe (Sicherheitsdatenblatt beachten!) wie z. B. Quarz, Zement und Trockenmörtel müssen Sie wo immer möglich durch weniger schädliche Stoffe ersetzen. Das wird technisch nicht immer gelingen, dennoch gibt es dafür in einigen Bereichen positive Beispiele, z. B. Strahl-, Schleifund Poliermittel mit minimiertem Quarzgehalt (< 2 %).

Aber auch bei allen anderen Produkten sollten Sie darauf hinwirken, das Verstaubungsverhalten zu reduzieren. Fragen Sie daher gezielt bei den Lieferanten der Produkte nach staubreduzierten Alternativen bzw. Verwendungsformen. Das sind etwa

  • Suspensionen bzw. „Schlicker“: feucht angemachte Rohstoffe, die das Verstauben von Schüttgut erheblich verringern;
  • Granulate und
  • Pellets

Tipp: Prüfen Sie mit dieser Kurz-Checkliste, ob Sie bereits alle Möglichkeiten der Verwendung von staubarmen Materialien nutzen.

5-Punkte-Check zur Verwendung staubarmer Materialien

Fragejanein
1. Wurde bereits bei der Anlagenplanung geprüft, wo zum Verstauben neigende Schüttgüter eingesetzt oder als Zwischen- bzw. Endprodukt entstehen?
2. Wurde beim Lieferanten angefragt, ob die verwendeten Produkte auch in staubarmer Form (Schlicker, Pasten, Pellets, Granulat) erhältlich sind?
3. Wurde geprüft, ob stark staubende Materialien in der Produktion durch feuchte/ befeuchtete Stoffe oder durch Schlicker ersetzt werden können?
4. Wurde geprüft, ob giftige oder gesundheitsschädliche Stoffe mit Staubfreisetzung durch weniger gefährliche Materialien ersetzt werden können?
5. Werden die vorgenannten Punkte in regelmäßigen Abständen (mindestens jährlich) erneut geprüft?

 

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