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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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So erreichen Sie Aufmerksamkeit bei Unterweisungen

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Arbeitssicherheit Unterweisung

Von Wolfram von Gagern,

Frage: Bei Unterweisungen ist es oft schwierig, die Kollegen zu motivieren. Wie kann ich bessere Aufmerksamkeit erzielen, ohne gleich wie der Oberlehrer zu wirken?

Viele Unterweisungen sind fantasielos

Antwort: Viele Unterweisende legen bei der Auswahl der Unterweisungsmethoden nicht gerade sehr viel Fantasie an den Tag – mit dem Ergebnis, dass sich bei den Unterwiesenen schnell der „Gähneffekt“ einstellt und sie die Ohren auf Durchzug stellen. Besser: Vermeiden Sie darum trockene, theorielastige Vorträge. Animieren Sie die Teilnehmer zum Mitmachen, entlocken Sie ihnen eigene Erfahrungen zum Thema, ermuntern Sie sie, selbst Verbesserungsvorschläge zu machen. Sprechen Sie sie als „Arbeitsschutzexperten in eigener Sache“ an – und die Ergebnisse „sitzen“ nachhaltiger. Scheuen Sie sich auch nicht, einmal ein positives Beispiel aufzugreifen, z.B. vorbildliches Verhalten eines Mitarbeiters in einer brenzligen Situation.

Zehn Tipps für eine gelungene Unterweisung

Entscheidend für die Bereitschaft der Kollegen, sich die Inhalte Ihrer Unterweisung eigen zu machen, ist gerade auch Ihr persönliches Auftreten ihnen gegenüber! Denken Sie daran, dass Sie es mit Erwachsenen zu tun haben, die auch so behandelt werden wollen – einige haben vielleicht doppelt so viel Berufserfahrung wie Sie. Als Unterweisender sollten Sie darum bei der Durchführung der Unterweisung folgende Punkte unbedingt beachten – wenn Sie nicht riskieren wollen, bei Ihren Kollegen „abzublitzen“:

  1. Bei den Tatsachen bleiben! Also z.B. keine Gefährdungen übertreiben – so machen Sie sich nur unglaubwürdig.
  2. Den Unterwiesenen Fachkompetenz zugestehen – nutzen Sie ihre Kenntnisse über Sicherheitsprobleme und -lösungen, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen.
  3. Schwächen akzeptieren: „Dumme“ Fragen gibt es nicht – wenn man daraus lernt.
  4. Die Unterwiesenen ausreden lassen. Wenn Sie ihre Redebeiträge gleich abwürgen, schalten sie schnell ab – die Unterweisung ist dann umsonst.
  5. Reden Sie nicht nur selbst – ermuntern Sie die Teilnehmer zu eigenen Äußerungen!
  6. „W-Fragen“ einsetzen (z.B. Wer, Wie, Wo, Warum): So kommen Sie am besten zu konkreten Antworten.
  7. Widerspruch zulassen. Auch wenn Sie sich einmal irren sollten, geben Sie es ruhig zu. Durch „Lernfähigkeit“ können Sie Respekt erwerben; mit Besserwisserei und Rechthaberei sind Sie schnell unten durch.
  8. Auf Äußerungen der Unterwiesenen stets eingehen.
  9. Einwände als Frage formulieren und an die Gruppe zurückgeben.
  10. Auch falsche Aussagen als Fragen umformuliert an die Gruppe zurückgeben.

 

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