Gratis-Download

Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

Jetzt downloaden

So hoch ist das Risiko eines Wegeunfalls Ihrer Mitarbeiter

0 Beurteilungen
Arbeitssicherheit Wegeunfall

Von Wolfram von Gagern,

Wenn ich Sie fragen würde, welche Altersgruppe wohl das größte Risiko eines Wegeunfalls trägt, dann hätten Sie das Ergebnis höchstwahrscheinlich richtig erraten: Junge Mitarbeiter unter 25 Jahren haben ein viermal so hohes Wegeunfallrisiko und Beschäftigte zwischen 25 und 35 Jahren ein doppelt so hohes Wegeunfallrisiko wie ältere Beschäftigte ab einem Alter von 36 Jahren.

Besonders wenig Wegeunfälle mit Bus und Bahn

Das höchste Unfallrisiko besteht dabei bei Nutzung des Motorrades und des Fahrrades. Wen wundert es: Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist die sicherste Fortbewegungsart auf dem Arbeitsweg. Dies ist das Ergebnis einiger eingehender Studien der letzten Jahre. Trotz der relativ geringeren Anzahl von Wegeunfällen wurden die längsten Arbeitsunfähigkeitszeiträume bei den älteren Mitarbeitern (46 Jahre und älter) nachgewiesen. Das bedeutet wahrscheinlich nichts anderes, als dass die Verletzungen, die sich ältere Menschen bei Unfällen zuziehen, gravierender sind.

Hinweg zur Arbeit besonders gefährlich

Die meisten Wegeunfälle ereignen sich übrigens auf dem morgendlichen Hinweg zur Arbeit. Nur 1/3 der Unfälle passieren auf dem Rückweg. Zurückzuführen lässt sich das wahrscheinlich auf den Zeitdruck vor dem Arbeitsbeginn oder auf Müdigkeit. Auch im Hinblick auf die Betriebsgröße lassen sich Unterschiede feststellen: Insbesondere in Kleinunternehmen ereignen sich überproportional häufig Wegeunfälle, während Großunternehmen von Wegeunfällen eher seltener betroffen sind.

Zeitdruck als Unfallverursacher bei Wegeunfällen

Als Ursachen für das erhöhte Unfallrisiko in kleineren Unternehmen ist erhöhter Zeitdruck oder eine höhere Arbeitsbelastung aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl nicht auszuschließen. Statistik ist ja schön und gut, aber was können Sie damit anfangen? Im Einzelfall kann es bereits helfen, die „Angehörigen“ einer bestimmten Risikogruppe auf das zum Teil deutlich erhöhte Risiko aufmerksam zu machen, um sie dadurch für das Risiko zu sensibilisieren. Gehen Sie als SiFa doch einfach auf die jüngeren Mitarbeiter zu und klären Sie sie über ihr 4-mal höheres Unfallrisiko auf. Wenn die Botschaft nur bei einem ankommt, hat es sich bereits gelohnt.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Arbeitsschutz, Brandschutz und Umweltschutz erfolgreich umsetzen

Informationen und Praxistipps für Sicherheitsfachkräfte und - beauftragte