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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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So verbessern Sie den Arbeitsschutz durch Führung und Motivation

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Von Wolfram von Gagern,

Vorsicht! Jugendliche und jüngere Beschäftigte sind im Beruf besonders unfallgefährdet. Immer wieder spielen dabei Unwissenheit und Leichtsinn, fehlende Aufsicht und unzureichende Unterweisung eine Rolle.

Aber damit ist es nicht getan: Arbeitsschutz ist auch eine Frage der Führung und Motivation. Für Sie als Sicherheitsfachkraft – aber auch für alle Vorgesetzten – besteht hier erhöhter Handlungsbedarf. Denn allen Vorschriften zum Trotz: Wenn der „Nachwuchs“ miterlebt, dass der Chef und ältere Kollegen immer wieder gegen die Schutzbestimmungen verstoßen, werden es die jungen Kollegen mit diesen Bestimmungen auch nicht so genau nehmen. Das gute – oder schlechte – Vorbild, Führung und Motivation erweisen sich darum gerade bei der „Sicherheitserziehung“ für Jugendliche als prägende Faktoren.

So schaffen Sie Sicherheitsbewusstsein durch Motivation

Als Sicherheitsfachkraft sollten Sie alles daransetzen, dass den jungen Kollegen sicherheitsgerechtes Verhalten von Anfang an in Fleisch und Blut übergeht. Mit den für Jugendliche vorgeschriebenen halbjährlichen Sicherheitsunterweisungen ist es dabei nicht getan – vielmehr muss Arbeitsschutz von allen im Betrieb Tag für Tag praktisch „vorgelebt“ werden. Das können Sie als Sicherheitsfachkraft nicht allein: Besonders sind dabei auch Vorgesetzte und Meister gefordert. Das bedeutet:

  • Sie müssen dafür sorgen, dass sichere Arbeitsweisen angewendet werden.
  • Sie müssen die Bedeutung sicherer Arbeitsweisen erklären.
  • Sie müssen selbst ein gutes Beispiel geben.
  • Sie müssen den Aufbau einer Sicherheitskultur fördern.
  • Sie müssen sicheres Verhalten belohnen.

An diesen Maßnahmen müssen alle Vorgesetzten mitwirken

  1. Einschätzen, welche Fähigkeiten Auszubildende besitzen und für welche Aufgaben sie sich (nicht) eignen.
  2. Zuweisen von Aufgaben nach den Fähigkeiten des Einzelnen.
  3. Einrichten wirksamer Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen zur Unfallverhütung, z. B. Schutzvorrichtungen, Verbote, Überprüfungen an Ort und Stelle, beaufsichtigen und ggf. disziplinieren.
  4. Kontinuierliches Verbessern und Vereinfachen sicherer Arbeitsweisen.
  5. Informieren und unterweisen über gute praktische Lösungen.
  6. Vorführen der richtigen Vorgehensweise, wenn nötig auch wiederholt.
  7. Prüfen, ob eine Vorgehensweise und die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen richtig verstanden worden sind.
  8. Beraten und motivieren, z. B. durch die Beteiligung an Gefährdungsbeurteilungen.
  9. Unterrichten junger Arbeitnehmer, wo sie im Fall Ihrer Abwesenheit Hilfe bzw. Rat erhalten und wie sie sich in Zweifelsfällen verhalten sollen.
  10. Sicherstellen, dass sie die Notfallmaßnahmen kennen.
  11. Ausgeben aller Unterlagen zu sicheren Arbeitsweisen und der zur Tätigkeit gehörenden Schutzausrüstungen.
  12. Einprägen von Werten, Erläuterung der Bedeutung von Sicherheit und Gesundheitsschutz, Förderung der richtigen Einstellung, Sensibilisierung und eigenes vorbildliches Verhalten.

 

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