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Unterweisung: Achtung Zecken!

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Arbeitssicherheit Zecken

Von Wolfram von Gagern,

Sommerzeit ist auch immer wieder Zeckenzeit. Zum Leid für Personen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit oft in der Natur aufhalten. Die kleinen Plagegeister lieben hohe Temperaturen. Erst ab einer Lufttemperatur von 7 Grad Celsius lassen sie sich überhaupt blicken.

Typische Lebensräume von Zecken sind Gebüsche, lichtes Unterholz, Waldränder und hohes Gras. Sie warten hier auf Menschen oder Tiere, an die sie sich heften und dann beißen können.

Zeckenbisse verursachen Infektionen

Eine Reihe von Infektionen können durch einen Zeckenbiss ausgelöst werden. Vor allem zwei Krankheiten sind hier in Deutschland zu nennen.

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), eine Viruserkrankung. Nach 7 bis 14 Tagen zeigen sich bei Infizierten grippale Symptome, beispielsweise Fieber, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Magenbeschwerden oder Durchfall. Nach kurzem beschwerdefreien Intervall ist eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung mit zum Teil schweren Verlauf bis hin zum Koma möglich. FSME ist vor allem in Süddeutschland verbreitet, aber auch in einzelnen Landkreisen in der Mitte und im Osten Deutschlands. 70 Prozent der FSME-Erkrankungen bleiben unbemerkt, subklinisch, es zeigen sich gar keine oder nur kurzzeitige unspezifische Beschwerden. Bei 15 Prozent zeigen sich grippeähnliche Symptome und bei 15 Prozent der Erkrankten treten Hirnhautentzündung und meistens neurologische Folgeschäden auf.

Zeckenbisse könnne Borreliose verursachen

Borreliose, eine Erkrankung durch Bakterien. Das ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung. Sie ist weltweit verbreitet und die Inkubationszeit und Symptomatik ist sehr unterschiedlich. Bei dieser Erkrankung ist eine frühzeitige Antibiotika-Therapie sinnvoll.

Es gibt drei Stadien der Borreliose:

  • Nach zwei bis vier Wochen, manchmal auch schon nach wenigen Tagen: Grippale Symptome, ringförmige, sich ausbreitende rötliche Hautveränderung um die Bissstelle.
  • Nach drei bis sechs Monaten: Nervenentzündung oder auch Herzentzündungen sind möglich. Auch können rötlich-blaue Knötchen der Haut auftreten.
  • Nach mehr als sechs Monaten: Gelenkentzündungen, häufig an Knien oder Füßen, auch fortschreitende Veränderungen am Nervensystem sind möglich. Krankheitsanzeichen können sogar erst Jahre später auftreten.

Impfung gegen die Folgen von Zeckenbissen empfohlen

Als Schutzmaßnahmen gegen die Folgen von Zeckenbissen raten die Arbeitsmediziner der BGHW sich gegen FSME impfen zu lassen. Gegen Borreliose ist allerdings kein Impfstoff vorhanden. Beim Aufenthalt im Freien sollte man geschlossene Kleidung, also festes Schuhwerk und lange Hosen beziehungsweise lange Ärmel tragen. Repellentien können einen – allerdings nur zeitlich begrenzten - Schutz bieten. Das sind insektenabweisende Mittel, die man beispielsweise als Spray oder Lotion auf die Haut aufträgt. Besonders wichtig ist, dass man nach der Arbeit oder dem Aufenthalt in der Natur Kleidung und Körper sorgfältig nach Zecken absucht. Bevorzugte Körperstellen der Zecken sind Achselhöhlen, Leistengegend, Kniegelenke und der Haaransatz.

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