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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung Ihrer Fahrer: Darauf sollten Sie achten

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Von Martin Weyde,

Frage: Welche Themen muss ich bei der Unterweisung unserer Fahrer berücksichtigen?

 

Antwort: Kaum zu glauben, aber 55 Prozent der Betriebe mit unter 10 Beschäftigten bezweifeln, dass Prävention Kosten spart, hat eine Umfrage der GDA ergeben. Dabei lassen sich gerade Bußgelder, wie sie für Verstöße bei Lenk- und Ruhezeiten fällig werden, durch Vorbeugung vermeiden.
Sie müssen Ihre Fahrer und Beifahrer erstmalig vor Aufnahme der Tätigkeit und später im jährlichen Rhythmus unterweisen und die Unterweisungen dokumentieren. Nehmen Sie diese 20 W-Fragen für die Vorbereitung – nicht gleich alle auf einmal, sondern über mehrere Termine verteilt:

 

 

  • Wie sind Arbeitsplatz und Arbeitsabläufe der Fahrer organisiert?
  • Wird der Zustand der Fahrzeuge regelmäßig überprüft und die erforderliche Ausrüstung eingesetzt?
  • Werden Mängel an den Fahrzeugen und an der Ausrüstung gemeldet?
  • Wer kümmert sich um die Beseitigung von Mängeln an Fahrzeugen und Ausrüstung?
  • Wird die Ladung vorschriftsmäßig gesichert?
  • Werden Sicherheitsgurte angelegt und fahren Ihre Kollegen insgesamt defensiv?
  • Werden ablenkende Tätigkeiten wie Telefonate während der Fahrt vermieden?
  • Werden schwierige Verkehrssituationen wie Rückwärtsfahren und Einweisen ausreichend geübt?
  • Wie verhalten sich Ihre Kollegen bei Pannen oder Unfällen?
  • Wie sind Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten geregelt?
  • Wie werden Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten dokumentiert?
  • Wie werden Dienst- und Tourenpläne mit Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten abgestimmt?
  • Wann werden Dienst- und Tourenpläne mitgeteilt?
  • Wird auf Anschlussaufträge während der Tour verzichtet?
  • Werden Reserven eingeplant, um personelle oder zeitliche Engpässe auszugleichen?
  • Werden Änderungen im Ablauf oder in den Aufgaben vernünftig abgestimmt?
  • Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Disposition, Fahrer und Kunden?
  • Welche gesundheitlichen Probleme haben die Fahrer – körperlich oder seelisch?
  • Wie gehen sie mit ihren gesundheitlichen Problemen um?
  • Welche Sozialvorschriften gelten im Straßenverkehr?

Die Fahrer müssen Ihr Unternehmen als Arbeitgeber über jede Einschränkung der Fahrerlaubnis oder Fahrtüchtigkeit unterrichten – auch wenn diese nur vorübergehend ist. Deshalb sollten Sie auch an die Eignung der Fahrer für ihre jeweiligen Aufgaben denken:

  • Sind alle im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis?
  • Sind alle ihren Aufgaben körperlich und geistig gewachsen?
  • Welche Verstöße gegen die StVO sind schon vorgekommen?

Tipp: Organisieren Sie für alle Kollegen die Möglichkeit, ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren. Darüber freuen sich auch viele Pkw-Fahrer, die vielleicht nur manchmal dienstlich zum Kunden oder zur Messe müssen.

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