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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Nur 50 Prozent überleben Blitzeinschläge

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Unterweisung Blitzeinschläge

Von Wolfram von Gagern,

Wenn Ihre Mitarbeiter teilweise auch im Freien arbeiten, sollten Sie sie auf die Gefahren bei Blitzeinschlägen vorbereiten. Denn im Sommer gibt es immer wieder starke Gewitter, die zu dieser Jahreszeit wesentlich häufiger auftreten als Wintergewitter.

Zumal wird die Gefahr, von einem Blitz getroffen zu werden, immer größer, denn Gewitter nehmen insgesamt zu. Allein in Deutschland gehen jährlich rund 2 Millionen Blitze nieder. Sicherlich kennen auch Sie diesen Spruch, den man als Kind beigebracht bekommt, um sich vor einem Blitzschlag zu schützen: Eichen weichen, Buchen suchen? Aber stimmt diese Regel auch?

Gefahr durch indirekten Blitzschlag

Wenn der Donner grollt, heißt es, blitzschnell Deckung suchen. Doch welcher Unterschlupf ist wirklich sicher? Eine lebenswichtige Frage, denn jedes Jahr gibt es Tote durch Blitzschlag. Wer vom Blitz getroffen wird, hat nur eine Überlebenschance von ca. 50%. Aber Verletzungs- und Lebensgefahr durch Verbrennungen, Herz- und Atemstillstand besteht nicht nur für Personen, die direkt vom Blitz getroffen werden.

In welchen Formen ein Blitzschlag gefährlich werden kann

Bedrohlich sind auch

  • ein Blitzüberschlag z. B. von Bäumen auf Personen in der Umgebung – dabei kann der Blitz mehrere Meter überbrücken;
  • Berührungsspannung: Beim Kontakt mit metallenen Objekten wie Masten usw. fließt ein Teil des Blitzstroms durch den Menschen;
  • Schrittspannung: Wenn sich der Blitzstrom von der Einschlagstelle im Erdboden nach allen Richtungen ausbreitet und von einer Person mit den Beinen aufgenommen wird, fließt ebenfalls Strom durch den Körper. Die Risikozone kann einige 10 Meter rund um den Blitzeintritt in den Boden betragen.

So schützen Sie sich richtig vor Blitzeinschlägen

Den besten Schutz bieten Gebäude mit Blitzschutzanlage oder geschlossene Fahrzeuge mit Ganzmetallkarosserie (auch Kabinen von Baumaschinen und Bauwagen). In Scheunen oder Hütten ohne Blitzschutzsystem sollten Sie sich in der Mitte des Gebäudes aufhalten und in Hockstellung gehen. Wenn kein Unterschlupf erreichbar ist, achten Sie darauf, nicht den höchsten Punkt im Gelände zu bilden. Halten Sie auch Abstand zu Metallkonstruktionen (Zäune, Gitter). Eine Bodenmulde oder die Sohle eines Steinbruchs bieten eine gewisse Sicherheit. Hocken Sie sich mit geschlossenen Füßen hin und umfassen Sie die Knie mit beiden Armen. Notfalls ziehen Sie die Beine eng an den Körper. Niemals flach hinlegen!

Gleichmäßig hoher Baumbestand schützt vor Blitzeinschlag

Auch im Inneren eines Waldes mit gleichmäßig hohem Baumbestand sind Sie relativ geschützt. Vermeiden Sie aber den Waldrand oder besonders hoch hervorragende einzelne Bäume, egal, ob es sich um Eichen oder Buchen handelt. Blitze machen hier keinen Unterschied! Hocken Sie sich in mindestens ca. 3 m Entfernung von Baumstämmen hin und verzichten Sie lieber auf den Regenschutz von tiefer hängenden Ästen! In keinem Fall sollten Sie in Gruppen stehen und sich gegenseitig berühren! Wenn Ihre Mitarbeiter diese Regeln beachten, haben sie beste Chancen, jedes Gewitter schadlos zu überstehen.

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