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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Sicherheit von Ferienjobbern

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Arbeitssicherheit Unterweisung Ferienjobber

Von Wolfram von Gagern,

Wann wird es mal wieder richtig Sommer? Bald! Und dann ist es wieder so weit: Viele Schüler und Studenten werden in den Sommerferien jobben, um ihre Urlaubs- oder Haushaltskasse aufzubessern. Vielleicht auch in Ihrem Betrieb?

Dann sind Sie als Sicherheitsfachkraft besonders gefordert, denn Ferienjobber kennen die Gesundheits- und Unfallrisiken an ihrem Arbeitsplatz meist nur vage. Und für Jugendliche müssen Sie außerdem verschärfte Arbeitsschutzvorschriften beachten.

Tätigkeiten der Ferienjobs gleich zu Beginn festlegen

Schon bevor Sie Ferienjobs anbieten, sollten Sie deshalb zusammen mit den Vorgesetzten der Aushilfskräfte überlegen, welche Tätigkeiten sie erledigen sollen – und zu welcher Tageszeit. Sonst stellen Sie möglicherweise jemanden ein, der die vorgesehenen Arbeiten noch gar nicht ausführen darf – z. B. sind bestimmte gefährliche Arbeiten, aber auch Akkordarbeit für Jugendliche verboten.

Diese Arbeitsschutzmaßnahmen müssen Sie für alle einhalten

Am leichtesten haben Sie es mit volljährigen Ferienjobbern. Bei ihnen müssen Sie „nur“ die allgemeinen Arbeitsschutzbestimmungen einhalten. Das bedeutet für Sie:

  • Prüfen Sie rechtzeitig, ob die Gefährdungsbeurteilungen für die geplanten Aushilfsjobs überarbeitet werden müssen.
  • Stellen Sie sicher, dass die vorgeschriebenen Sicherheitsunterweisungen für die Ferienjobber durchgeführt werden – und zwar rechtzeitig zu Arbeitsbeginn.
  • Sorgen Sie ggf. dafür, dass die erforderlichen Persönlichen Schutzausrüstungen zur Verfügung stehen.

Extra-Gefährdungsbeurteilung für Jugendliche

Für Jugendliche – das sind Heranwachsende zwischen 15 und 17 Jahren – müssen Sie außerdem die Beschäftigungsbeschränkungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz einhalten. Sie betreffen vor allem die Arbeitszeiten und die Art der Tätigkeit (auch dazu mehr im Schwerpunkt-Thema). Beziehen Sie deshalb auch die Vorgesetzten der Ferienarbeiter ein, um z. B. dafür zu sorgen, dass die vorgeschriebenen Pausen eingehalten werden. Nach § 28a des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) müssen Sie die Gefährdungsbeurteilung für die Arbeiten, mit denen Sie Jugendliche beschäftigen, vor ihrer Arbeitsaufnahme noch einmal besonders unter die Lupe nehmen. Prüfen Sie bei der Beurteilung besonders, ob und welche gefährlichen Arbeiten nach § 22 JArbSchG vorkommen. Wenn sie kein notwendiger Bestandteil der Ausbildung sind, sorgen Sie dafür, dass sie nicht von Jugendlichen durchgeführt werden.

Tipp: Ob eine gefährliche Arbeit im Einzelfall zur Ausbildung gehört, können Sie anhand der Ausbildungsordnung bzw. der Rahmenlehrpläne für den jeweiligen Beruf feststellen.

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