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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: So kommen auch Sie und Ihre Mitarbeiter sicher durch die kalte Jahreszeit

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Unterweisung Winterreifen

Von Wolfram von Gagern,

Die Frage: Obwohl die Temperaturen für die Jahreszeit noch immer verhältnismäßig mild sind, hört man immer wieder, dass man unbedingt schon Winterreifen aufziehen sollte. Aber sind diese nicht erst dann sinnvoll, wenn wirklich Schneefall droht?

Und was sollte man bei Fahrten in der kalten Jahreszeit noch alles beachten?

Nutzen Sie in Ihrer Unterweisung diese Faustregel für Winterreifen

Die Antwort: Für die Winterreifen gibt es eine Faustregel: „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern sollten Fahrzeuge bei schlechter Witterung damit ausgerüstet sein. Jetzt stecken wir schon mittendrin in dieser Phase. Mit den folgenden Tipps helfen Sie Ihren Lkw-Fahrern, Handwerkern oder Außendienstlern durch die kalte Jahreszeit. Der letzte Winter war ungewöhnlich lang. Was diesmal zum Jahreswechsel bevorsteht, lässt sich jetzt noch nicht sagen. Aber klar ist: Die kalte Jahreszeit stellt für jeden Autofahrer eine besondere Belastung dar. Auch wenn es kein Patentrezept gibt, helfen die folgenden Tipps sicher durch die kommenden Monate.

Unterweisungs-Tipp 1: Die richtigen Reifen

Die Straßenverkehrsordnung fordert „geeignete Bereifung“ und Ausrüstung entsprechend den Wetterverhältnissen. Ein Gericht hatte eine genauere Definition gefordert und das Bundesverkehrsministerium plant deshalb eine „Winterreifenpflicht“. Der Bundesrat wird über einen entsprechenden Vorschlag zeitnah abstimmen. Doch woran erkennen Sie Winterreifen: Schneeflocke oder M & S? Die Kennzeichnung „M&S“ (Matsch und Schnee) ist für Winterreifen in Deutschland vorgeschrieben, allerdings ist das keine geschützte Kennzeichnung. Sie wird daher mitunter auch auf Reifen angebracht, die nicht wintertauglich sind. Die Reifenindustrie hat daraufhin das Schneeflocken-Symbol eingeführt. Dieses Symbol wird von der amerikanischen Straßenbehörde NHTSA erst nach einer Prüfung an Reifen vergeben. Ganz wichtig ist das Profil, das mindestens vier Millimeter stark sein sollte. Nicht jeder Ganzjahresreifen entspricht diesen Anforderungen – hier ist also eine regelmäßige Prüfung gefragt.

Unterweisung-Tipp 2: Für Durchblick sorgen

Eigentlich sagt es ja der gesunde Menschenverstand, dass ein guter Überblick über die Verkehrssituation ganz wichtig ist. Und doch sieht man auf winterlichen Straßen immer wieder Fahrer, die nur mit einem kleinen „Guckloch“ in der vereisten Scheibe unterwegs sind. Eigentlich absurd, denn Fahrzeugkonstrukteure versuchen die Sichtfelder aus Lkw, Bus und Pkw so groß wie möglich zu gestalten. Und auch die StVO schreibt vor, dass mit Frostschutzmitteln die Frontscheibe schnell und zuverlässig gereinigt werden soll. Weisen Sie die Kollegen also darauf hin, dass die Frontscheibe vor dem Start restlos von Eis und Schnee befreit werden MUSS. Eiskratzer, Schneebesen und ein Paar Handschuhe gehören jetzt in jedes Fahrzeug.

Unterweisungs-Tipp 3: Licht testen lassen

Werkstatt-Lichttests zeigen immer wieder: Rund ein Drittel aller Fahrzeuge sind mit einer defekten Beleuchtung unterwegs. Auch der TÜV führt Schäden an der Lichtanlage auf Platz 1 der Mängelliste. Dabei geht es nicht nur um defekte Birnen, sondern auch um die richtige Einstellung der Frontscheinwerfer. Zu hoch blenden sie den Gegenverkehr gefährlich. Zu niedrig verschwenden sie wertvolle Sichtweite. Deshalb gehört ein Lichttest in der Werkstatt im Winter zum Pflichtprogramm. Und da nur saubere Scheinwerfer gut zu erkennen sind, müssen diese natürlich vor der Abfahrt von Schnee und Schmutz befreit werden. Denken Sie dabei auch an die Rücklichter – es ist in Ihrem eigenen Interesse, dass Sie von hinten gut zu erkennen sind.

Unterweisungs-Tipp 4: Nicht ohne Check starten

Für Berufskraftfahrer sollte der Fahrzeug-Check vor jedem Start zum Alltag gehören. Gerade im Winter sollte aber auch jeder andere Fahrer häufige „Kurzprüfungen“ einplanen. Dazu gehören regelmäßige Checks des Reifenluftdrucks und der Beleuchtung. Und wer es vor dem Wintereinbruch vergessen hat, für den wird es jetzt höchste Zeit für Inspektion und Reifenwechsel!

Tipp 5: Starthilfe üben

Wenn der Motor nicht anspringt, hilft Starthilfe weiter. Wer das lange nicht gemacht hat, sollte sich jetzt noch mal die richtige Reihenfolge ins Gedächtnis rufen, um einen Kurzschluss zu vermeiden:

1. Schritt: Pluspol der beiden Batterien mit dem roten Kabel verbinden.

2. Schritt: Schwarzes Kabel an den Minuspol der Spenderbatterie anschließen.

3. Schritt: Schwarzes Kabel mit dem Motorblock des Pannenfahrzeugs verbinden.

4. Schritt: Motor des Spenderfahrzeugs starten.

5. Schritt: Motor des Pannenfahrzeugs starten.

In der umgekehrten Reihenfolge werden die Kabel wieder getrennt. Sorgen Sie dafür, dass die Fahrzeuge mit Starthilfekabeln ausgestattet werden.

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