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Was steckt eigentlich hinter der Corporate Identity? Alles was Ihre Persönlichkeit als Person ausmacht gilt ebenfalls für Ihr Unternehmen.

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Corporate Identity-Entwicklung 2.0: So entwickeln Sie Ihre Corporate Identity gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern

 

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Kennen Sie noch den Führungsstil des alten Unternehmens? Der Chef gibt die Richtung vor und alle Mitarbeiter folgen. Ist natürlich längst passé. Denn es hat sich herausgestellt, dass die Bevormundung nicht zu einem schlagkräftigen Unternehmen führt.

Im Gegenteil. In solchen hierarchisch geführten Unternehmen geht der Boss oft in die eine Richtung und nicht selten driftet die ganze Firma in die andere. Auch die Corporate Identity-Entwicklung ist keine Aufgabe, die man von oben vorgibt oder dem Unternehmen überstülpt.

Das Selbstverständnis, das Leitbild und die Ziele des Unternehmens müssen im Unternehmen entwickelt werden. Der beste Weg ist, dies gemeinsam mit den Mitarbeitern zu tun.

Hier sind 3 Ideen, wie Sie zielgerichtet mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Ihrem Leitbild arbeiten.


1. Workshops
Workshops sind eine Möglichkeit, das Leitbild mit einer kleinen, überschaubaren Anzahl von Teilnehmern zu erarbeiten. Sie sollten dazu nicht mehr als 12-16 Teilnehmer einladen. In vielen Unternehmen setzt sich der Teilnehmerkreis aus den Mitgliedern der Geschäftsleitung, den PR-, Werbe- und Marketingverantwortlichen zusammen.

Der Vorteil: Hier ist die gesammelte strategische Denke des Unternehmens vereint.

Der Nachteil: Von echter Mitarbeiterbeteiligung kann man hier nicht reden. Besser ist es, aus allen Abteilungen des Unternehmens Vertreter in einen solchen Workshop zu haben. Wenn die Gefahr besteht, dass die Runde zu groß wird, weil sie die ideale Teilnehmerzahl überschreitet, dann bilden Sie mehrere Workshopgruppen.

Die Dauer eines solchen Workshops kann zwischen zwei und vier Stunden liegen. In der Regel sind 4-6 Workshops durchzuführen, bevor das Ergebnis auf dem Tisch liegt.

2. Das Parlament
Eine hervorragende Möglichkeit der Mitarbeiterbeteiligung am Projekt CI-Leitbild ist das so genannte Parlament. Das Parlament eignet sich für einen größeren Teilnehmerkreis. Wie beim Deutschen Bundestag werden die Mitglieder des Parlaments gewählt.

Sorgen Sie dafür, dass alle Abteilungen Ihres Unternehmens einen Vertreter in dieses Parlament senden können. Eine solche Parlamentssitzung sollten Sie ganztägig einplanen. Durch Redebeiträge werden die Ideen der unterschiedlichen Abteilungen eingeholt.

Die Ausarbeitung Ihres Leitbildes ist aber durch ein solches Parlament nicht möglich. Diese übertragen Sie einzelnen Arbeitsgruppen, die dann ihre Lösungen in einer zweiten Parlamentssitzung vortragen.

Im Idealfall tagt dieses Parlament also nur zweimal: einmal zur Aufgabenbeschreibung und Ideensammlung, ein zweites Mal zur Begutachtung und Abstimmung der Ergebnisse.

3. Das Barcamp
Diese Idee hat sich in den letzten Jahren in der Internetszene entwickelt. Das Barcamp ist so etwas wie eine Konferenz, die sich selbst organisiert. Was anfangs chaotisch wirken mag, könnte ein perfekter Einstieg in Ihr Projekt sein.

Ein Barcamp ist die ideale Veranstaltung, zu der Sie alle Mitarbeiter einladen können. Das Barcamp funktioniert so: Jeder hat das Recht, ein Thema vorzuschlagen. Nachdem mehrere Vorschäge auf dem Tisch liegen, wird abgestimmt, welche Themen besprochen werden sollen.

Die Besprechung der einzelnen Themen erfolgt dann nicht mehr in der großen Runde, sondern wie bei einer Konferenz in diversen Konferenzräumen. Die Mitarbeiter können dann frei entscheiden, an welchem Thema sie mitarbeiten möchten und begeben sich in den entsprechenden Konferenzraum.

Vorteil: Die Mitarbeiter können den Fahrplan von Anfang an mitbestimmen, indem sie Themen wählen und sich frei entscheiden.

Nachteil: Ein Barcamp hat je nach Anzahl der Mitarbeiter einen großen Raumbedarf und kann daher oft nur extern in einem Tagungshotel durchgeführt werden. Die Ergebnisse der einzelnen Sessions werden dann am Nachmittag in der großen Runde präsentiert.

Um die Themen weiter zu bearbeiten, können Sie die einzelnen Sessions in Arbeitsgruppen umfunktionieren, die dann nach wenigen Sitzungen ans Ziel gelangen.

Achtung: Für alle diese Veranstaltungen sollten Sie einen externen Moderator nutzen.

Corporate Identity: Auch die Kleidung ist wichtig

Neben der richtigen Strategie kann auch die Wahl der Kleidung eine Auswirkung auf Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl haben.

Wenn Sie auch zu den Unternehmen gehören, die Wert auf die Berufskleidung Ihrer Mitarbeiter legen, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten.

Was das Image des Unternehmens sichtbar fördert, sorgt gleichzeitig immer wieder für Streit mit dem Finanzamt. Es geht um die korrekte umsatzsteuerliche Behandlung dieses Imagetransfers gegen geringes Entgelt. Denn den Mitarbeitern wird die Berufskleidung regelmäßig stark verbilligt oder sogar kostenlos überlassen. Das von ihnen zu leistende Entgelt für die Überlassung der Arbeitskleidung liegt meist weit unter den Selbstkosten des Unternehmens.

Das Finanzamt legt dagegen die tatsächlichen Gesamtkosten für die Kleidungsstücke als Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer zugrunde.

Die praktischen Auswirkungen der Mindestbemessungsgrundlage

Bei „Leistungen, die ein Unternehmer an sein Personal aufgrund des Dienstverhältnisses ausführt“, ist für die Ermittlung der Umsatzsteuer das tatsächliche Entgelt zugrunde zu legen, mindestens aber die Kosten, die dem Unternehmen entstanden sind (Mindestbemessungsgrundlage gemäß § 10 Abs. 5 Umsatzsteuergesetz).

Die Finanzgerichte stellen auf diese Kriterien ab

Darauf weisen zwar auch die Finanzgerichte hin, soweit sie sich mit dieser Frage befasst haben. Gleichzeitig ziehen sie aber auch den Vergleich zu Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmen im Betriebsalltag unentgeltlich gegenüber seinen Mitarbeitern erbringt. Diese Leistungen sind nur dann steuerbar, wenn sie dem privaten Bedarf der Mitarbeiter dienen und keine Aufmerksamkeiten vorliegen. Nur in solchen Fällen wenden die Finanzgerichte auch bei einer verbilligten Überlassung von Arbeitskleidung die Mindestbemessungsgrundlage an.

Unterscheiden Sie diese beiden Fälle:

1. Betriebsausgaben: Typische Berufskleidung

Tragen Sie und Ihre Mitarbeiter typische Berufskleidung, handelt es sich bei den Anschaffungskosten um Betriebsausgaben. Zur typischen Berufskleidung gehören Kleidungsstücke, die

  • als Arbeitsschutzkleidung auf die jeweils ausgeübte Berufstätigkeit zugeschnitten sind (z. B. Blaumann, Kittel, Arbeitsschuhe)
  • oder nach ihrer z. B. uniformartigen Beschaffenheit oder etwa durch ein aufgesticktes Praxis- bzw. Firmenemblem objektiv eine berufliche Funktion erfüllen.

Weitere Voraussetzung in diesen beiden Fällen: Eine private Nutzung der Kleidungsstücke ist so gut wie ausgeschlossen. Normale Schuhe beispielsweise sind keine typische Berufskleidung. Das hat jetzt noch einmal das Finanzgericht Münster klargestellt (Urteil vom 1.7.2015, Az. 9 K 3675/14, veröffentlicht am 3.8.2015). Im entschiedenen Fall gehörte es zu den „Servicestandards“ eines Schuhhauses, dass das Verkaufspersonal „sauber geputzte Schuhe aus eigenem Haus“ trägt.

Dazu die Münsteraner Finanzrichter: Selbst wenn die Verkäufer die Schuhe extra zur Nutzung im Beruf angeschafft haben, handelt es sich bei ihnen nicht um typische Berufskleidung. Die Schuhe können genauso gut auch privat getragen werden.

2. Keine Betriebsausgaben: Bürgerliche Kleidung

Bürgerliche Kleidung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie genauso gut auch im Privatleben getragen werden kann. Sie ist nicht als Arbeitsschutzkleidung auf die jeweils ausgeübte Berufstätigkeit zugeschnitten. Auch erfüllt sie keine berufliche Funktion, indem sie uniformartig beschaffen oder mit Praxis- oder Firmenemblemen versehen ist.

Achtung: In diesem Fall sind die Anschaffungskosten selbst dann nicht als Betriebsausgaben steuerlich berücksichtigungsfähig, wenn die betreffende Kleidung ausschließlich im Betrieb/am Arbeitsplatz getragen und auch dort außerhalb der Arbeitszeit verwahrt wird.

So ersparen Sie sich unnötige Diskussionen mit dem Finanzamt

Unter Marketinggesichtspunkten gibt es viele gute Gründe, die Mitarbeiter einheitlich mit bürgerlicher Kleidung auszustatten. Zumindest steuerlich zählen folgende Argumente aber überhaupt nicht:

  • Sie wollen nicht nur durch die gute Qualität und das ausgewogene Sortiment Ihrer Dienstleistungen oder Produkte und die Qualifikation Ihrer Mitarbeiter überzeugen, sondern sich auch durch ein ansprechendes einheitliches äußeres Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit präsentieren.
  • Sie wollen die Bindung (das „Wir-Gefühl“) Ihrer Mitarbeiter an Ihre Praxis/Ihr Unternehmen steigern und damit zugleich auch deren Engagement für die Belange Ihrer Praxis/Ihres Unternehmens stärken.
  • Die Zufriedenheit der Kunden sowie ihre Bindung an Ihre Praxis/Ihr Unternehmen sollen erhalten und gestärkt werden.
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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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