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5 Tipps: So halten Sie Ihren Chef bei der nächsten Pressekonferenz im Zaum

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Ihr Unternehmen hat zu einer Pressekonferenz geladen. Die Journalisten sind zahlreich erschienen, alles ist perfekt vorbereitet. So weit so gut. Oder vielleicht doch nicht? Denn Ihr Chef redet sehr gerne - und das nicht nur über Themen, die bei der Pressekonferenz präsentiert werdern sollen. Was tun Sie als Presse- und Öffentlichkeitsverantwortliche(r) in einer solchen Situation? Dr. Marion Steinbach, Chefredakteurin des Fachinformationsdienstes „PR Praxis” hat 5 Tipps für Sie:

Kürzlich war ich bei einer Presseveranstaltung anlässlich einer Geschäftseröffnung. Der Inhaber selbst sollte den anwesenden Journalisten das Wichtigste zur Standortwahl der neuen Filiale mitteilen. Statt über das aktuelle Thema zu sprechen, hat er die Pressekonferenz zum Anlass genommen, sehr lange und ausführlich die 30-jährige Unternehmensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen Revue passieren zu lassen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hat einer der Pressevertreter sich endlich getraut, ihn zu unterbrechen, um nach der neuen Filiale zu fragen. Da war es aber schon recht spät geworden, und auf die meisten Journalisten wartete bereits der nächste Termin ...

Haben Sie selbst auch einen redefreudigen Chef? Kommt Ihnen die geschilderte Situation bekannt vor?

Damit Ihre nächste Pressekonferenz ein Erfolg wird und die Journalisten sich nicht langweilen, sondern gut informiert fühlen, haben wir 5 Tipps für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Sprechen Sie offen mit Ihrem Chef

Jemand, der gern und viel redet, tut dies oftmals eher unbewusst. Er möchte ganz bestimmt niemanden langweilen. Das wird bei Ihrem Vorgesetzten ähnlich sein: Sicher liebt er seine Arbeit und ist stolz auf sein Unternehmen. Da kann es leicht passieren, dass er während einer Pressekonferenz vor Begeisterung ins Plaudern gerät, zu ausführlich erzählt und kein Ende findet.

Sprechen Sie mit ihm ganz offen darüber, und verdeutlichen Sie ihm, dass die Journalisten seine Informationen zwar sicher sehr interessant finden, aber unter Zeitdruck stehen und deshalb nur das Wichtigste hören wollen.

Tipp 2: Schreiben Sie ihm die wichtigsten Punkte auf

Es reicht nicht, mit Ihrem Chef zu besprechen, was er den Journalisten mitteilen soll – das haben Sie sicher bei den letzten Pressekonferenzen auch immer getan. Schreiben Sie ihm zusätzlich die wichtigsten Fakten auf, die er erläutern soll, und zwar in prägnanten Stichpunkten. Das gibt ihm die Möglichkeit, in seinen eigenen Worten zwar frei zu reden, aber dennoch einen Leitfaden zu haben.

EXTRA-TIPP
Notieren Sie Ihrem Vorgesetzten die Stichwörter auf Moderationskarten; sie sind angenehmer zu halten als ein Blatt Papier und sehen professioneller aus.

Tipp 3: Üben Sie mit Ihrem Chef

Vor der Pressekonferenz sollten Sie den Ablauf mehrmals mit Ihrem Vorgesetzten proben – das verschafft ihm und auch Ihnen Sicherheit. Sobald er vom Thema abschweift oder ins Fabulieren gerät, machen Sie ihn sofort darauf aufmerksam. Besprechen Sie mit ihm auch mögliche Fragen der Journalisten und seine Antworten darauf.

EXTRA-TIPP
Wenn Sie vermeiden möchten, dass Ihr Vorgesetzter die Fragen der Journalisten zu weitschweifigen Erzählungen nutzt, vereinbaren Sie am besten, dass er die wichtigsten Fakten in einer kurzen Rede präsentiert und Sie im Anschluss die Fragen beantworten.

Tipp 4: Vereinbaren Sie ein gemeinsames Zeichen

Trotz bester Vorbereitung kann es natürlich vorkommen, dass Ihr Chef doch ins Plaudern gerät und es ihm selbst nicht gleich auffällt. Verabreden Sie deshalb am besten eine Handbewegung, mit der Sie ihm bei Bedarf signalisieren, dass er wieder auf den Punkt kommen soll.

Wichtig ist, dass Sie während seiner Rede in seiner Nähe stehen oder sitzen und Blickkontakt mit ihm haben. Wenn Ihr Vorgesetzter dann zu ausführlich wird, heben Sie beispielsweise kurz den rechten Arm, er weiß dann sofort Bescheid und kann zum nächsten Punkt oder zum Ende kommen. Ihre kleine Geste wird niemandem auffallen, denn die Journalisten schauen nicht Sie an.

Tipp 5: Planen Sie mit Ihrem Chef und einigen Kollegen ein Rehearsal

Einen Tag vor der Pressekonferenz planen Sie eine Generalprobe ein. Bitten Sie einige Kollegen dazu, die sich die Ausführungen des Chefs kritisch anhören und auch gleich einige Fragen stellen, die von den Journalisten kommen könnten.

Setzen Sie sich so, dass Ihr Chef Sie gut im Blick hat. Testen Sie das vereinbarte Zeichen. Das hat den Vorteil, dass Ihr Vorgesetzter sich schon einmal daran gewöhnt und am nächsten Tag nicht ins Stocken oder aus dem Konzept gerät. Wenn vereinbart ist, dass Sie die Pressefragen beantworten, ist das Rehearsal auch für Sie eine gute Gelegenheit, Ihren Part zu üben. Sind am Ende die Mitarbeiter zufrieden und fühlen sich gut informiert, wird die Pressekonferenz am nächsten Tag reibungslos und erfolgreich ablaufen.

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